Virtueller Arbeitskreis Religionspädagogik

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon Anne » 06.06.2008, 07:47

... ich habe mir gerade einen Tee aufgesetzt. :lol:

Banause.

Ende.
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Beitragvon maijken » 06.06.2008, 08:39

Liebe tergram,

vielen Dank für die aufmunternden Worte. :lol:
Du hast schon recht, dass ich etwas enttäuscht über den bisherigen Verlauf der Diskussion bin.

Zu Deiner Frage, wie ich die Vorschläge der Kindermusikbox (danke, kindermusikbox!) sehe, nehme ich gerne noch Stellung:

Ich sehe hier zwei wichtige Aspekte:

Zum einen haben wir die Problematik, dass die Altersstruktur der Kinder in den Unterrichtsgruppen oft sehr inhomogen ist. Dadurch wird man weder den Kleinen gerecht, die oft zu kurz kommen, noch den Großen, die unterfordert sind und die dann verständlicherweise entweder abschalten oder rumblödeln. Es sollte den Kindern ein wirklich alters- und entwicklungsgerechten Unterricht angeboten werden.

In unserer Gemeinde besuchen Kinder von 6 – 14 Jahren die Sonntagsschule. Soweit ich weiß, gibt es in NRW das Projekt KiGo 10-14. Vielleicht könnte jemand hierüber berichten? Gibt es in anderen Gebietskirchen ähnliche Modelle?

Wahrscheinlich ist es nur gemeindeübergreifend möglich, die Kinder verstärkt nach Altersgruppen zusammenzufassen. Da ab dem 9./10. Lebensjahr jedoch ein wirlich großer „Entwicklungssprung“ stattfindet ist dies m. E. unbedingt notwendig!

Der zweite wichtige Aspekt ist die Frage nach der Rolle der Kinder in der Gemeinde. Aus meiner Erfahrung ist es so, dass diese etwas ambivalent zu beurteilen ist. Einerseits ist oft ein wirklich herzliches Bemühen vorhanden, den Kindern Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenzubringen, auf der anderen Seite ist sehr wenig Wissen um die wirklichen Bedürfnisse der Kinder vorhanden.

„Kinder in die Mitte zu stellen“ wird dann oft so verstanden, als ob damit gemeint wäre, dass bei jeder „öffentlichkeitswirksamen“ Gelegenheit ein nettes Kinderchörlein singt... :roll:

Liebe „kindermusikbox“ - die Idee mit der PC-Projekt-Präsentation in der Gemeinde finde ich richtig gut, obwohl ich eigentlich den Einsatz von elektronischen Medien im kirchlichen Unterricht eher etwas „kritisch“ sehe... 8)

Liebe Grüße,
maijken
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Beitragvon maijken » 06.06.2008, 08:41

Liebe Anne,

Zitat:
„Dieses Thema braucht Begegnung - so wie viele andere auch. Die sind es, die wirklich weiterhelfen, ganz vor allem dann, wenn man mit Schwierigkeiten konfrontiert ist. Schon ein Telefongespräch mit jemandem, der "im Thema ist", hilft meiner Erfahrung nach mehr, als "virtuelle Beiträge".

Mein Anliegen ist (unter anderem), einige Stimmungen und Bedürfnisse bezüglich der (unterrichtlichen) Kinderarbeit aus den Gemeinden berichtet zu bekommen. Es geht dabei weniger um ein aktuelles, konkretes Problem, sondern mehr um die Reflexion über kirchliche Strukturen und mögliche Weiterentwicklungen hierin.

Liebe Grüße,
maijken
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Beitragvon maijken » 06.06.2008, 09:25

Lieber Uli,

Zitat:
"Wenn Sie mit ihrem Projekt recht erfolgreich sind, kann ich ihnen eben mal meine Kinder..."


Jederzeit gerne! 8)

Freundliche Grüße,
maijken
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Beitragvon Uli » 06.06.2008, 09:31

@maijken

Freuen Sie sich nicht zu früh - Sie kennen meine Kinder nicht!!!
:twisted:
Uli
 

Beitragvon maijken » 06.06.2008, 11:39

@ Uli,

Kommen die nach Ihnen? :roll: :)

Freundliche Grüße,
maijken
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Beitragvon Uli » 06.06.2008, 12:36

@maijken

Darauf können Sie sich verlassen!
:twisted:
Uli
 

Re: Virtueller Arbeitskreis Religionspädagogik

Beitragvon Annika » 27.07.2012, 12:58

Hallo Forumsgemeinde,

ich möchte meinen Kindern (5 und 7 Jahre) Religion anschaulich erklären. Was haltet Ihr von der Reihe Bausteine Religion (http://www.buhv.de/grundschule/Bausteine-Religion.html) ? Sind hier ein paar Lehrer anwesend? Gibt es auch vergleichbares kostenloses Material?

lg annika
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Re: Virtueller Arbeitskreis Religionspädagogik

Beitragvon mel_eben » 03.08.2012, 20:23

Annika hat geschrieben:Hallo Forumsgemeinde,

ich möchte meinen Kindern (5 und 7 Jahre) Religion anschaulich erklären. Was haltet Ihr von der Reihe Bausteine Religion (http://www.buhv.de/grundschule/Bausteine-Religion.html) ? Sind hier ein paar Lehrer anwesend? Gibt es auch vergleichbares kostenloses Material?

lg annika


Guten Abend Annika,

möchtest du deinen Kindern Glauben vermitteln oder theoretisches Wissen über Religion/en vermitteln? Deine Frage klingt so, als hättest du letzteres im Sinn. Ich finde es grundsätzlich gut, sich professionelle Materialien ranzuziehen (die man natürlich prüfen muss, wie du es ja tust), aber irgendwie klingt das auch, als hätte diese "Religion" mit euch selber nicht so viel zu tun. Als würde ich sagen "Ich möchte meinem Sohn anschaulich die Photosynthese erklären."

In meiner Familie geschieht die Vermittlung von Glauben und religiösem Wissen in Gesprächen, die sich aus alltäglichen Anlässen ergeben. Der Tod des Uropas, der Bettler am Straßenrand, muslimische Mitschüler, die keine Gummibärchen essen, natürlich die christlichen Festtage, biblische Geschichten, die man beim Spazierengehen erzählt, ggf. auch nur in Ausschnitten, aktuell die Beschneidungsdebatte, der man ja in den Medien kaum entkommt. Und natürlich im Vorleben und Beobachten: Warum gehen wir denn sonntags in die Kirche und viele andere nicht? Wieso hat unser Pastor eine Frau, der von der Freundin (kath.) aber nicht? Wieso gibt es bei den einen Apostel, bei den anderen nicht? Warum hat mir die Mitschülerin einen Euro geklaut - und was mache ich jetzt? etc. Vielleicht brauchen andere Kinder anderes, aber letzten Endes gilt ja die Pädagogik des Vorlebens allgemein als die wirksamste. Und ich halte für wichtig, dass man als Elternteil über einige religiöse Inhalte selber verfügt (inkl. individueller Deutung), so dass man sie in passenden Situationen spontan einsetzen kann. Ich scheue mich allerdings auch nicht, meinem Kind gegenüber zuzugeben, wenn ich mit meinem Wissen oder meinen Deutungen am Ende bin. Und ich ermuntere es, andere Menschen dazu zu befragen.

Das war jetzt nicht das, wonach du gefragt hast - aber das, was mir dabei eingefallen ist. Vielleicht habe ich deine Anfrage auch nicht richtig verstanden?
Nun ja, dir mit deinen Kindern jedenfalls alles Gute.

Mit freundlichem Gruß
Mel
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