keine Vorsonntagsschule

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

keine Vorsonntagsschule

Beitragvon kleines Schaf » 01.07.2007, 20:38

Hallöchen!

Bei uns in der Gemeinde gibt es keine Vorsonntagsschule. Erst die Schulkinder gehen zur Sonntagsschule und die findet immer nach dem Gottesdienst statt. Was ich auch nicht so toll finde.

Ich hatte das Thema bereits bei uns in der Gemeinde angesprochen und die Reaktion darauf war: "Wir machen das schon immer so!"

Meine Schwester erzählte mir vor Kurzem, dass es eine Regelung gibt, dass die Kinder mit vier Jahren zur Vorsonntagsschule oder zum Kindergottesdienst gehen sollen. Mich würde interessieren, ob es wirklich so eine Regelung gibt oder ob das jede Gemeinde so handhaben kann, wie sie es will.

Gruß
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Beitragvon tergram » 01.07.2007, 20:55

Willkommen kleines Schaf,

ja, die grundsätzliche Regelung gibt es. Das Angebot ist aber abhängig von der Situation in der einzelnen Gemeinde. Letztlich entscheidet die Gebietskirche. Nimm doch ggfs. Kontakt auf: http://www.nak.de
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Beitragvon Tatyana † » 01.07.2007, 21:07

Im Zweifelsfall kann man bei Erkundigungen auch über die Gemeindeebene hinausgehen, z.B. den Bezirksältesten oder Bischof fragen oder dem zuständigen Apostel die Situation schildern und um Vermittlung bitten, wenn man vor Ort nicht weiterkommt...
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Beitragvon maranatha » 01.07.2007, 21:11

Man tergram du verlorenes Schaf, du kennst dich ja gut aus! :mrgreen:

kleines Schaf, auch ein willkommen von mir. Es ist in der Tat so dass es in den unterschiedlichen Gebietskirchen, ja sogar in den Apostelbereichen sehr unterschiedlich ausschaut. Aber so viel ich weiß sind die Vorsteher dazu angehalten, in diesen Fragen recht flexibel und nach den örtlichen Gegebenheiten vorzugehen. Aber wenn der Vorsteher in der dortigen Gemeinde keine Dialogbereitschaft will, ist erst mal die Möglichkeit einen der Bezirksämter zu kontaktieren. Es gibt immer Möglichkeiten, das Beste daraus zu machen.
maranatha :wink:
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Beitragvon AST » 01.07.2007, 21:13

Hallo kleines Schaf,

bei uns in BAP Bereich Klingler,Bezirk Hannover-Mitte, gibt es folgende Regelung. Vorsonntagsschule von 4-6(7) Jahren, Sontagsschule von 6(7)-Jahren bis 10 Jahre. Der Unterricht findet in der Regel gleichzeitig mit dem Gottesdienst statt. Die Kinder kommen zur gemeinsamen Feier des hlg. Abendmahls in die Gemeinde. 10-13 Jahre Religionsunterricht als Blockunterricht, Sonntags :arrow: Kindergottesdienst, Unterricht, gemeinsames Essen, 1x pro Monat. gleiches gilt für den Konfirmandenunterricht 13-14 Jahre.

Der Reli.- und Konfa.- Unterricht findet in einer Gemeinde für den gesamten Ältesenbezirk statt.

Somit ist ein altersgerechter Unterricht, für die entsprechenden Zielgruppen möglich.

LG AST
Rede nicht ungefragt über deinen Glauben, sondern lebe so, dass man dich nach deinem Glauben fragt.
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Beitragvon [TAPIE] » 01.07.2007, 21:59

Wir gehören ja bekanntlich auch zu dem von AST genannten Bereich. Wir machen in unserer Gemeinde schon seid Jahren Vor- und Sonntagsschule parallel zum Gottesdienst. Wenn ich mich recht entsinne auch schon zu Zeiten von BAP Nehrkorn.

Heute stand die Sonntagsschule unter einem ganz besonderen Thema: „Friede sei diesem Haus" – Eine besondere Stunde der Sonntagsschule. Bericht könnt Ihr hier lesen.
Grüße aus der Mitte
der [TAPIE]®
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Beitragvon cello » 02.07.2007, 09:52

Hallo kleines Schaf,

Du fragst nach einer Regelung und ich gestehe, mich beschleicht ein Gefühl von Traurigkeit.
Solche Fragen gibt es noch? Und dann fragen wir nach der Regelung statt nach dem Wohl des Kindes?

Hier im Süden gehen die Kinder ab dem 3.Geburtstag in die Vorsonntagsschule. Natürlich findet diese gleichzeitig zum GD statt, schließlich geht es auch darum, die Kinder mit dieser langweiligen Stillsitzerei nicht zu plagen.
Klar gibt es Gemeinden, in denen nur ein Kind in diesem Alter ist. Dann stellt sich schon mal die Frage, ob man für dieses Kind alleine VoSoSch macht
oder die Familie bzw. ein Elternteil den GD in einer anderen Gemeinde besucht, damit das Kind Anschluss zur anderen Kindern bekommt.

Gar nie kann das Argument "schon immer so" wichtig sein und wenn, dann müsste es im ganzen Bezirk so laufen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie so etwas unbemerkt bliebe.

Also: BÄ anrufen, zeitnahe Lösung erbitten oder
bei ausbleibender Reaktion selbst handeln und künftig eine Gemeinde mit VoSoSchule besuchen.

Viel Erfolg!
:wink:
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus. (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Beitragvon Rudi_64 » 02.07.2007, 10:53

kleines Schaf,

auch von mir ein Herzlicher Willkommensgruß.

Das , was Du gerade ansprichst, kommt mir sehr bekannt vor!
Und ich habe dann irgendwann resigniert und meine Kinder, die es betraf, entweder mit in den GD genommen (wir haben einen schönen, wenn auch kleinen, Kinderraum) oder bei Veranstaltungen nach dem GD diese mit nach Hause genommen.
Obwohl wir auch BAP Klingler unterstehen, und es eine Parallel-zum-Gottesdienst-Regel gab (verbindlich noch gibt?), hieß es dann, als nur? noch 2 Kinder zur Sonntagsschule übrig geblieben waren:
Ab sofort findet diese nach dem GD statt!
Die Begründung lautete:
Wegen 2 Kindern möchten die verantwortlichen Schwestern nicht auf ihren Gottesdienst verzichten!
Fazit von mir: Traurig, aber wahr!
Dasselbe für den Religionsunterricht, nach dem GD! Das führte dazu, dass meine Tochter im ersten Jahr nicht einmal am Unterricht teilnahm.Bemerkung wiederum von mir: Da kann das nicht so wichtig sein.
Kein Religionsunterricht=keine Vermittlung der Exklusivitätslehre. Auch gut, besonders für mein Kind! :wink:
Trotzdem, kleines Schaf, auch und gerade, wenn Du es anders sehen solltest, Kopf hoch und nicht unterkriegen lassen.
Für mich bedeutet das alles einen weiteren wichtigen Schritt bezüglich neuer Erkenntnisfindung in der schönen Lehre der NAK!

Gruß von Rudi.
Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.
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Beitragvon Semmel » 02.07.2007, 14:02

Rudi_64 hat geschrieben:Wegen 2 Kindern möchten die verantwortlichen Schwestern nicht auf ihren Gottesdienst verzichten!
Fazit von mir: Traurig, aber wahr!




Hallo kleines Schaf,

willkommen auch von mir. Völlig unverständlich diese Handhabe. Und nach dem Zitat von Rudi würde ich sofort beide Schwestern austauschen. Für die Sontagsschule haben wir auch zwei Schwestern die sich immer abwechseln. Und wenn sie einen GD unbedingt miterleben wollen - kein Thema - dann sind halt alle mal im GD.

LGS. :wink:
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Beitragvon Pleitensoftworks » 02.07.2007, 14:49

Hallo!

Ich würde glatt mutmaßen, dass die Aussage "lieber in den GD als wegen 2 Kindern..." nicht von den Schwestern selbst stammt. Das kriegt man bestimmt mit einem einzigen Telefonanruf heraus. Ich denke eher, dass da jemand anders ein etwas verschobenes Bild von Seelsorge hat..... besonders bei Sprüchen der Art, "...habmer schon immer so gemacht, ...habmer noch nie so gemacht und ...kann ja jeder kommen" sage ich: höchste Zeit für den "wohlverdienten Ruhestand" denn "Dienen und Führen" wird bei solchen ATs auch nie ankommen -weils nie so gemacht wurde.

Gruß Pleitensoftworks
Packt doch mein Banknachbar mitten im GD sein Pausenbrot aus! Vor Schreck ist mir die Kippe ins Bier gefallen. (nicht lachen - drüber nachdenken...)
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Beitragvon Tatyana † » 02.07.2007, 15:54

Och, auf dergleichen Sprüche stößt man oft..."wegen zwei Kindern Sonntagsschule? Das lohnt sich doch gar nicht...die langweilen sich zu zweit..., etc." Bei Vorsonntagsschule ists das Gleiche. Und beim Reli auch...
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Beitragvon Randnotiz » 02.07.2007, 16:02

Irgendwann ist es ja auch mit den Gottesdiensten soweit.
Mal schauen, wie dann die Argumentation lautet... 8)
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Beitragvon Vancouver » 02.07.2007, 16:05

Rz., haben Sie ihre Kirche etwa schon "leergepredigt"? :shock: 8)
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Beitragvon Randnotiz » 02.07.2007, 16:12

Ja. Momentan ist keiner drin. :wink:
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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