Na siehste, jeht doch! Segnung für Jugendleiterinnen

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Na siehste, jeht doch! Segnung für Jugendleiterinnen

Beitragvon Reverend » 14.01.2007, 21:49

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1 Joh 4,2: Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott
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Beitragvon Tatyana † » 14.01.2007, 21:54

Der Artikel hört sich gut an. Bis man zum letzten Absatz kommt:"In der Ausarbeitung der PG „Jugendpflege“, herausgegeben von der NAKI heißt es: „Die Verantwortung für die Seelsorge bleibt auch in der Jugendpflege den Amtsträgern vorbehalten. Mit allen anderen Aufgaben können im Bedarfsfall Glaubensschwestern und Glaubensbrüder ohne Amt beauftragt werden.""
Wenn diese Schwestern keine Seelsorge betreiben sollen, was dann??? Ist es etwa keine Seelsorge, sich um die Seelen der Jugendlichen Geschwister zu kümmern :?:
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Beitragvon maranatha » 14.01.2007, 21:56

Reverend,
dem schließe ich mich vollkommen an, wirklich toll!
Servus
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Beitragvon tar_gawan » 15.01.2007, 01:33

Hallo Tatyana,

im letzten Absatz ist lediglich von der Verantwortung für die Seelsorge die Rede. Die bleibt weiterhin bei den Amtsträgern.

Nun ja, solcherlei Haarspaltereien sind derzeit einfach nötig. Sonst könnte man die Schwestern ja gleich in ein Amt einsetzen...

Liebe Grüße
Thomas
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Beitragvon Cleopatra » 15.01.2007, 05:45

Moin zusammen,

Haarspalterei ist der richtige Ausdruck, denn es müßte ja zunächst einmal geklärt werden, wo die Vollmacht der Schwestern aufhört und wo nur AT´s "ran dürfen". Meint man damit die theologische Seelsorge, Fragen über alles was mit "Kirche" zusammenhängt usw. Das nur in die Hände von At´s? Obliegt den Schwestern nur der private Fragenkomplex der Jugendlichen? Wie begründet man eigentlich heute die unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern in der Seelsorge, vor dem Hintergrund, daß selbst in der Urchristenheit Frauen als Lehrer (Seelsorger)aktiv waren? Hatte nicht schon Jesus ein absolut positives Verhältnis den Frauen gegenüber? Erst die aufkommende Kirche (Papsttum) erging sich dann immer mehr in Frauenfeindlichkeit.

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LG, Cleo
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Beitragvon dietmar aus dem süden » 15.01.2007, 06:53

mal wieder ein kleiner schritt in die richtige richtung.
oder nur eine beruhigungspille?
es gibt keinen grund warum die handlung nicht als amtseinsetzung vollzogen wird .die männer wollen halt alles in der hand behalten.
sehen aber ihre felle davon schwimmen..
also schnell ein paar alibi-frauen mit an bord
na-ja
so schlingern wir zwischen rkk und ev. irgendwo in der gegend herum,aber keiner kann künftig mehr sagen,die frauen hätten keine plattform zur mitarbeit :roll:
lg dietmar
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Beitragvon trinity » 15.01.2007, 07:01

Was ich nicht ganz verstehe, ist, warum die Frauen, die seit Jahren die Kinder in der Vorsonntagsschule betreuen, nicht "offiziell", sprich am Altar, gesegnet werden.

Gibt es in der NAK per se einen Unterschied zwischen Betreuung/Arbeit an/mit Kindern und Jugendlichen?

(Ansonsten schliesse ich mich den Fragen über Fragen von Cleopatra an.)

Gruss
T.
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Beitragvon tergram » 15.01.2007, 08:20

Und ich wiederhole unermüdlich meine Warnung: Achtung Schwestern, das ist ein Taschenspielertrick! :shock:

Diese Halb-Segnungen mit begrenztem Umfang und unklaren Kompetenzen, irgendwie erteilt "im Hinterzimmer", sind vollkommen inakzeptabel. Man/frau kennt das aus dem beruflichen Bereich: "Machen sie den Job schon mal, über die Konditionen reden wir dann später. Aber bitte: Immer ihren Chef fragen." ...

Nein danke, so nicht. :motz:

Frauen sind weder Ersatzposten und Lückenbüßer für die nicht mehr in ausreichender Anzahl vorhandenen/bereiten Männer, noch sind sie mit einem Halb-bis-dreiviertel-Segen ohne wirklichen Amtsauftrag abzuspeisen.

Schwestern, seid wachsam. Und wehret den Anfängen. :wink: Lächelt milde und sagt klar und deutlich "Nein."

Ihr zögert ansonsten die längst überfällige FO in der NAK weiter hinaus - weil es ja jemanden gibt, der den Job (gut) macht. Damit besteht für die KL keine Notwendigkeit mehr, die FO einzuführen.
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Beitragvon Tatyana † » 15.01.2007, 08:25

tar_gawan hat geschrieben:Hallo Tatyana,

im letzten Absatz ist lediglich von der Verantwortung für die Seelsorge die Rede. Die bleibt weiterhin bei den Amtsträgern.

Nun ja, solcherlei Haarspaltereien sind derzeit einfach nötig. Sonst könnte man die Schwestern ja gleich in ein Amt einsetzen...

Liebe Grüße
Thomas


Also haben die Amtsträger die Verantwortung dafür, was diese Schwestern in der Jugendarbeit nun verzapfen? Sehe ich das richtig? Machen besagte Schwestern etwas gut, ist das also das Verdienst der ATs...machen sie womöglich etwas falsch(aus wessen Sicht auch immer), ist der AT Schuld. Der es aber bestimmt sofort an die jeweilige Schwester weitergibt...
Ach ja, hatten wir nicht, irgendwie, so ganz theoretisch und so, schon seit doch nunmehr geraumer Zeit in dieser Kirche auch mal das Stichwort "Eigenverantwortung" gehört? Die Schwestern, die bei der Jugendarbeit helfen, sind also doch auch eigenverantwortlich. Oder so. Warum dann nicht in der Seelsorge? Brauchen sie dann wirklich jemanden, der sie an die Hand nimmt, liebevoll tätschelnd? Ist das dann noch Seelsorge? Oder sollen sie die jugendlichen Schwestern nur bei der Rezeptauswahl der Salate fürs nächste Gemeindefest beraten...???
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Beitragvon dietmar aus dem süden » 15.01.2007, 09:09

tergram hat geschrieben:Und ich wiederhole unermüdlich meine Warnung: Achtung Schwestern, das ist ein Taschenspielertrick! :shock:

Diese Halb-Segnungen mit begrenztem Umfang und unklaren Kompetenzen, irgendwie erteilt "im Hinterzimmer", sind vollkommen inakzeptabel. Man/frau kennt das aus dem beruflichen Bereich: "Machen sie den Job schon mal, über die Konditionen reden wir dann später. Aber bitte: Immer ihren Chef fragen." ...

Nein danke, so nicht. :motz:

Frauen sind weder Ersatzposten und Lückenbüßer für die nicht mehr in ausreichender Anzahl vorhandenen/bereiten Männer, noch sind sie mit einem Halb-bis-dreiviertel-Segen ohne wirklichen Amtsauftrag abzuspeisen.

Schwestern, seid wachsam. Und wehret den Anfängen. :wink: Lächelt milde und sagt klar und deutlich "Nein."

Ihr zögert ansonsten die längst überfällige FO in der NAK weiter hinaus - weil es ja jemanden gibt, der den Job (gut) macht. Damit besteht für die KL keine Notwendigkeit mehr, die FO einzuführen.

:!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: :!: kann ich nur dick unterstreichen :!: :!:
lg dietmar
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Beitragvon godzilla » 15.01.2007, 09:48

Ich auch. :!: :!: :!: :wink:
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Beitragvon Cleopatra » 15.01.2007, 10:53

selbstverständlich tergram - bei dieser Art von Bonbon sollte man äußerst vorsichtig sein. Ist wohl eher eine Mogelpackung. Von daher:

Ich stimme dir vollumfänglich zu.
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
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Beitragvon tergram » 15.01.2007, 11:14

Ich erhielt eine PN, in der mein o.g. Beitrag wie folgt kommentiert wurde:

Seid doch für diese Entwicklung dankbar. Es ist doch nur ein erster Schritt. Und meckert nicht sofort wieder an allem herum.

Meine Antwort stelle ich öffentlich ein: Lieber Bruder, die Schwestern brauchen die Frauenordination nicht. Die Kirche braucht sie. Immer drängender. Wir können das Thema entspannt aussitzen. Die Zeit arbeitet für die Schwestern. Stetig.

Noch etwas: Wir müssen nix - nicht einmal der Kirche dankbar sein. Oder gar den Brüdern, die uns großzügig eine Hilfsposition zuweisen. Schon gar nicht für verwurschtelte "Dreiviertelbeauftragungssegnungen".

Chor bitte eine Strophe:

Ich will alles, ich will alles. Und zwar sofort!
Ehe der letzte Traum in mir zu Staub verdorrt.
Ich will leben, will mich geben,
so wie ich bin.
Und was mich kaputt macht, nehm ich nicht mehr hin.

(Gitte Haenning)
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Beitragvon godzilla » 15.01.2007, 11:28

:lol: :lol: :lol:
Wenn das in der Kirche gesungen wird,geh ich doch direkt mal wieder hin! :P
Im übrigen geb ich Dir recht.
LGG
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