Kinder in der Gemeinde

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon Tatyana † » 06.12.2006, 17:23

a cappella hat geschrieben:Das Zusammenleben mit einem Menschen, und dann noch über Jahre, bringt viele Probleme mit sich.
Das scheint vielen Menschen nicht klar zu sein. Sie heiraten trotzdem und lassen sich dann wieder scheiden. Oder sind einfach unglücklich.

Die Erziehung von Kindern ist wirklich schwer.
Das scheint vielen Menschen nicht klar zu sein. Sie bekommen trotzdem Kinder, und die Kinder sind nicht zu beneiden.

Was machen wir jetzt?
Zwei wohl absolut richtige Aussagen.

Nicht mehr heiraten?
Keine Kinder mehr bekommen?


Um sich einen Hund zuzulegen, muß man eine Eignungsprüfung ablegen. Gäbe es derartiges für Menschen, die vorhaben, Kiner in die Welt zu setzen, würde manches Leid erspart bleiben...

Nein, der Unterschied ist einfach der, daß man mit der Wahl seines Berufes in der Regel nur für sich selbst entscheidet. Aber wenn man den Lehrerberuf ergreift, hat das außerdem noch Auswirkungen auf ganz viele Menschen, die zu unterrichtenden Kinder nämlich. Nicht nur die eigenen, die man möglicherweise in die Welt setzt oder den Partner, den man gewählt hat. Einen Beruf kann man auch(theoretisch zumindest) relativ leicht wechseln, wenn man sieht, daß man dafür nicht geeignet ist.
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Beitragvon a cappella » 06.12.2006, 17:34

Nein, der Unterschied ist einfach der, daß man mit der Wahl seines Berufes in der Regel nur für sich selbst entscheidet.


Das möchte der übliche Lehrerkritiker gerne. :wink:

Es gibt außer solchen Berufen wie Schriftsteller ö.ä. wohl überhaupt keinen Beruf, bei dem man nicht andere Menschen in Schwierigkeiten bringt, wenn man's schlecht macht.
Ich rege mich zum Beispiel ganz oft über Dienstleister auf. Mein Blutdruck steigt, am Ende bekomme ich einen Herzinfarkt. Die Dienstleister sind dann an meinem Herzinfarkt schuld!!!

Einen Beruf kann man auch(theoretisch zumindest) relativ leicht wechseln, wenn man sieht, daß man dafür nicht geeignet ist.


Das ist aber sehr theoretisch.
Wie viele Menschen in Deinem Umfeld verändern sich beruflich freiwillig?
Außerdem weichst Du meiner Frage aus.
Was machen wir, wenn wir die "vielen schlechten Lehrer" nicht mehr als Lehrer haben?
Klassen mit 300 Schülern?
a cappella
 

Beitragvon Tatyana † » 06.12.2006, 17:45

Nein, an deinem Herzinfarkt sind deine Eltern Schuld, die dich nicht zu Ruhe und Mäßigung erzogen haben :wink:

Was machen wir ohne diese Lehrer...umstrukturieren in Lehrer, die den Eltern und ihren Lehranstalten verpflichtet sind, wenn sie ihre Jobs behalten wollen, wie in der freien Wirtschaft auch. Soll in so manch anderem Land ganz gut zur Motivation beitragen...
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Beitragvon a cappella » 07.12.2006, 13:43

Tatyana, wenn Du mir ernstzunehmende Infos liefern kannst, wo der Status von Lehrern verändert wurde und dadurch eine höhere und professionellere Zuwendung den SchülerInnen gegenüber erreicht wurde, können wir darüber gerne diskutieren.

(Vielleicht denkst Du ja an die USA? :roll:)

Und ganz schlecht wäre es, wenn die Eltern Druckmittel in der Hand hätten gegen unliebsame LehrerInnen. Dann könnten wir auf eine vergleichende Beurteilung der Leistungen vollends verzichten.



Ich möchte noch einmal betonen, dass es mir nicht darum geht, bundesdeutsche LehrerInnen zu idealisieren.
Ich möchte allerdings auch Eltern und Kinder nicht idealisieren!

Liebe Grüße
a cappella
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Beitragvon Tatyana † » 07.12.2006, 14:08

Ich würde Eltern und Kinder auch niemals idealisieren, dafür kenne ich zu viele von denen :wink: . Und nein, ich dachte eigentlich weniger an die USA, sondern vielmehr an Großbritannien...
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Beitragvon stephanowitsch » 07.12.2006, 18:33

Hallo Waldmaus,

Waldmaus hat geschrieben:Bei uns ist es halt so, dass sich zwei Schwestern abwechseln, wovon eine bei den Kindern nicht so beliebt ist. Manche möchten gar nicht mehr hingehen.
Ich halte diese junge Schwester ganz einfach nicht für geeignet. Aber beim Vorsteher ist sie beliebt. Der Vater ist Priester und die ältere Schwester ist seit einem Jahr Chorleiterin.

lg
wm


Ups, wenn ihr Eltern die Schwester tlw. nicht für geeignet haltet und besonders die Kinder die Nichteigung merken, dann solltet ihr was tun. Der Kinder zuliebe !
Beliebtheit beim Vorsteher, Tochter eines Priesters und Schwester der Chorleiterin sagt doch absolut gar nichts über Eignung oder Nichteignung aus !
Also am besten im Elternkreis ein gemeinsames Gespräch mit Schwester und Vorsteher ansetzten und den Kindern zuliebe etwas ändern.
Notfalls die Kinder "abstimmen" lassen, denn wenn kein Kind mehr kommt, dann....

Wie sagte Waldmaus so schon in diesem Tread:
auch
Sollte Schule machen. Aber dazu braucht es wieder Eigenverantwortlichkeit. Die trauen sich viele ATs nicht, leider


Nicht nur AT´s, auch Eltern müssen sich auch eigenverantwortlich trauen ;-)

Grüsse

stephanowitsch
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Beitragvon Alice Will » 07.12.2006, 21:35

Zitat von Tatyana:

Um sich einen Hund zuzulegen, muß man eine Eignungsprüfung ablegen. Gäbe es derartiges für Menschen, die vorhaben, Kiner in die Welt zu setzen, würde manches Leid erspart bleiben...

Echt, ist das bei euch in Bremen so. Also in BW kauft man den Hund und bekommt ihn dann normalerweise "übergeben" (so haben wir unseren Labrador "Alice" bekommen). Und Eignungstest wozu; ob sich der Hund als Hund eignet. Ob sich der Zuleger als Hundehalter eignet... .
Ich glaube von Marx stammt der Satz: Arme Hunde, man behandelt euch wie Menschen.

Gute Nacht,
Alice
Alice Will
 

Beitragvon Tatyana † » 07.12.2006, 21:43

Wir haben unseren Hund auch schon seit vor den ganzen Diskussionen um Kampfhunde und den daraus resultierenden Maßnahmen. Und es stimmt schon, so mancher sollte sich weder Hunde noch Kinder zulegen dürfen. Manche Eltern sind bestenfalls geeignet, sich Puppen in die Regale zu stellen oder Stoffhunde zu adoptieren. Weder Kinder noch Tiere können sich angemessen wehren...
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Beitragvon Alice Will » 07.12.2006, 21:47

Hi tatyana,

Weder Kinder noch Tiere können sich angemessen wehren...

Oh, du solltest einmal die "Super-Nanny" schauen: Kinder können sich wehren.
Hast du einen Kampfhund?
Alice Will
 

Beitragvon Tatyana † » 07.12.2006, 21:52

Bei der Sendung gruselts mich immer und ich bin von Herzen dankbar, daß ich nicht solche Monsterkinder herangezüchtet habe :wink: .
Nein, wir haben eine friedliche Promenadenmischung(Hovawart mit irgendwas), der nichts lieber tut, als mit unseren Katzen zu kuscheln...
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Beitragvon Alice Will » 07.12.2006, 22:07

Da bin ich aber beruhigt ;-) Also wegen der Kinder und der Hunde
Alice Will
 

Beitragvon Tatyana † » 08.12.2006, 07:57

Du meinst, die Katzen haben womöglich einen Hundekomplex :lol: ?
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Re: Kinder in der Gemeinde

Beitragvon Arnie » 09.03.2009, 08:49

Wilhelm Leber beklagt in diesem Zusammenhang auch, dass kaum noch Kinder an den Wochengottesdiensten teil nähmen obwohl durchaus die Möglichkeit bestünde, „dass zumindest ältere Schulkinder“ mitkommen. Es habe sich aber in Europa eingebürgert, dass die Eltern ihre Kinder „aus viellerlei Günden zu Hause“ lassen.


Diese "Kritik" ist eigentlich nicht nachvollziehbar.

Weil , wenn man sieht das Kinder in weiterführenden Schulen (mit Schulweg) ohne große Probleme auf eine 40 Std. Woche kommen , dazu kommen pro Woche ca. 6-8 Std. Hausaufgaben und Vorbereitungen.

Meine Meinung ist das Kinder Freiräume brauchen , sind diese nicht gegeben könnte ein Mi-Gottesdienst sehr schnell zu einer Zwangsveranstaltung werden wo den Kindern jegliche Freude an Glaube und Kirche genommen wird.
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Re: Kinder in der Gemeinde

Beitragvon Tatyana † » 09.03.2009, 08:59

Eben. Auch Kinder sind heute immer größerem (Leistungs-)Druck ausgesetzt. Kirche als zusätzliche Belastung obendrauf zu packen, geht ja wohl am Sinn der Veranstaltung vorbei.
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