Vergangenheit + Aufklärung

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Aufklärung ?

Nein, die Kinder wären dadurch zu sehr verunsichert
5
19%
Ja, den Kindern muss die Möglichkeit gegeben werden sich über die Vergangenheit im Klaren zu sein.
22
81%
 
Abstimmungen insgesamt : 27

Beitragvon Dietemann » 14.05.2006, 16:48

Wenn eine Kirche glaubwürdig sein will, so ist Ehrlichkeit unabdingbare Voraussetzung!
Dietemann
 

Beitragvon 42 » 14.05.2006, 20:31

Was ist dabei eine kritische Betrachtungweise unserer Vergangenheit in den Unterricht einzubauen?: "Hört zu Kinder, dieses und jenes Verhalten unserer Kirche in der Vergangenheit war falsch. Damals hat man Dieses und Jenes behauptet/getan. Wir sehen heute, dass Dieses und Jenes ein Fehler war."


Das hoert sich aus Deiner Sicht richtig an. Entfernt aehnlich, aber nicht ganz so klar toente es auch schon aus Zuerich (StAp Fehr). Ganz klar ist hingegen eines: die NAK hat sich noch nicht dazu durchgerungen, die Botschaft Bischoffs als menschlich statt als goettlich und, wie man im Nachhinein sieht, als falsch zu bezeichnen. Um das letztere Faktum kommt die zwar NAK nicht herum, aber sie drueckt sich bislang um eine Stellungnahme zur Natur der 'Botschaft'.

Ich weiss nicht, ob Du selbst in der NAK unterrichtest oder ob Du die Frage allgemein stellst. Solltest Du im Unterricht erklaeren wollen, dass die Botschaft ein Fehler war, musst Du eigentlich auch darauf hinweisen, dass "die Kirche" sich dazu nicht in dieser Weise erklaert hat und dass dies Deine persoenliche Meinung ist.

Du stehst zwar mit Deiner Meinung keineswegs allein, aber Du wuerdest eine Einladung zu einem ernsten Gespraech erhalten, kann ich mir vorstellen :roll:
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
BLEIB TREU DER EIGENEN NATUR UND TREU DEN MENSCHEN DIE DU LIEBST.
(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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Beitragvon Bert » 14.05.2006, 21:45

M.E. muss die Geschichte der Kirche, d.h. ihre Entstehung und Entwicklung (Lehre, Verbreitung, Spaltung etc, so wie alles ablief, sachlich und nüchtern niedergeschrieben werden. Da hinein gehört auch die 'Botschaft'. Ein solches Werk - ohne jede in der NAK so beliebte Schönfärberei - müsste Gegenstand des Reli-Unterrichts dieser Kirche werden und sollte ebenso jedem NAK-Mitglied wie auch der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Aber das scheint wohl ein Wunsch zu sein, dessen Verwirklichung die NAK scheut wie der Teufel das Weihwasser.

Leider.

Bert
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Beitragvon Dietemann » 15.05.2006, 05:50

Gott ist Wahrheit!

Wenn die NAK vorgibt "Die" Kirche Gottes zu sein, dann muss die NAK auch in der Wahrheit sein!
Muss die Kinder in der Wahrheit, auch mit unschönen Themen für die NAK selbst, erziehen! Ich halte jedenfalls nichts davon, mein Kind blind hinter hohlen Phrasen herlaufen zu lassen, wie es früher war. Ein Jugendlicher muss vor der Konfirmation wissen wo er steht und ob diese NAK es wert ist ihr weiter zu folgen. Wenn dann die Konfirmation ansteht, soll sich der Jugendliche aus freien Stücken für oder gegen entscheiden können. Nur so kann die NAK glaubwürdig sein, wenn nichts mehr vertuscht wird von früheren unsauberen Methoden. Die ich kannte, mich aber bewusst für die NAK entschieden hatte. Das muss für jeden machbar sein!

Sonst ist die NAK Makulatur wie alle anderen auch!

Die NAK sollte auch das GB nochmal überarbeiten und alle Lieder herausnehmen, wo „Dietemännlein“ hoch besungen werden! Es ist einfach nur peinlich Menschen so an zu göttern, da wird das Gebot missachtet! Das muss Jugendlichen auch klar gemacht werden! Ich kenne kein Lied wo so der Papst angesungen wird.

Eine Reformation der NAK ist dringender den je und verkorkste Strukturen gehören ausgemerzt, damit Jugendliche frei aufwachsen können ohne in KirchenBefehlern Götter sehen zu müssen!
Dietemann
 

Beitragvon König und Herold » 15.05.2006, 07:01

Hallo Sebastian,

da Du in Hamburg wohnst, besuche doch einmal einen Gesprächsabend ( Gesprächsstunde ) in der Gemeinde Hamburg - Eppendorf. Erkundige Dich bei Deinem Vorsteher, wann und ob diese Gesprächsstunden noch stattfinden.

Als ich zu Besuch in Hamburg war, habe ich die Gelegenheit genutzt, im lockeren Rahmen mit den Geschwistern ins Gespräch zu kommen, auch über die Vergangenheit der NAK.

Mit der Tochter von Stammapostel Leber konnte ich ein wirklich angenehmes Gespräch führen.

Also, Sebastian, sei etwas fexibel und suche das Gespräch vor Ort.

Das rät Dir

KuH
Ich bin hier immer auf ein sicheres und wohlgeordnetes Forum bei meinen Besuchen gekommen.
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Beitragvon König und Herold » 15.05.2006, 07:03

Fehlerberichtigung:

Es muß "flexibel" heißen.

Lasst uns flexibel unseres Glaubens leben. :lol:
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Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 09:19

König und Herold hat geschrieben:Hallo Sebastian,

da Du in Hamburg wohnst, besuche doch einmal einen Gesprächsabend ( Gesprächsstunde ) in der Gemeinde Hamburg - Eppendorf. Erkundige Dich bei Deinem Vorsteher, wann und ob diese Gesprächsstunden noch stattfinden.

Als ich zu Besuch in Hamburg war, habe ich die Gelegenheit genutzt, im lockeren Rahmen mit den Geschwistern ins Gespräch zu kommen, auch über die Vergangenheit der NAK.

Mit der Tochter von Stammapostel Leber konnte ich ein wirklich angenehmes Gespräch führen.

Also, Sebastian, sei etwas fexibel und suche das Gespräch vor Ort.

Das rät Dir

KuH


Werter KuH,

mit der Tochter von Stap Leber war ich in einer Gruppe zu "Dienen + Führen" . Du hast recht sie ist eine ganz offene und nette Persönlichkeit. Aber sie ist nicht die KL von der man sich mehr kritische Stellungnahmen zum Thema "Vergangenheit" wünscht.

S.
Sebastian
 

Beitragvon Kontrabass » 15.05.2006, 09:31

Lieber Sebastian,

über die Notwendigkeit der Aufarbeitung der NAK braucht es, glaube ich, keine Diskussion. Das dies geschehen soll (muss) steht doch ausser Frage.

Ich hatte lediglich Bedenken angemeldet, Kinder im Alter von 10-14 Jahren mit solchen "gewichtigen Themen" im Reli- und Konfi-Unterricht zu beschäftigen. Ich glaube, dass das bei Kindern wenig bis gar kein Interesse hervorbringen wird.

Ich würde viel lieber mit den Betroffenen, also denjenigen, die sich z.B. mit der Bischoff-Botschaft auseinandersetzen mussten, weil sie direkt davon betroffen waren, solche Themen vertiefen.

Sinnvoll wäre es meines Erachtens auch, unabhängige Fachleute (z.B. Kirchenhistoriker, etc.) mit solchen Themen zu beauftragen und das Ergebnis dann allen neuapostolischen Christen zugänglich zu machen.

Wie bereits beschrieben, die Notwendigkeit sehe ich auch !

Liebe Grüsse
Kontrabass
Toleranz ist eine Form der Nächstenliebe. Sie gibt dem anderen den Lebensraum, den es braucht, um ganz Mensch zu sein (Verfasser nicht bekannt)
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Beitragvon König und Herold » 15.05.2006, 15:33

Hallo Sebastian,

der Vorschlag von "Kontrabass", unabhängige Historiker zu beauftragen, ist konstruktiv. Warum sträubt sich die NAK dagegen und produziert lieber Stückwerk ?

Es gibt keine neuapostolische Bibliothek, wo man als Interessierter zugreifen kann. Das NAK-Archiv bleibt geschlossen.

Das Leitbild "Dienen und Führen" ist bemerkenswert vernünftig. Bruder Rainer Ballnus hat hier maßgeblich mitgewirkt. Nun frage ich Dich, warum hat er denn frustriert die Arbeitsgruppe in Hamburg verlassen ?

Nimmt die KL in Hamburg die Sache nicht so ernst ?

Mein Fazit:


Die Kinder müssen
sich in erster Linie angenommen und geliebt fühlen. Die Sonntagsschullehrer sollten sich im Klaren sein, dass Kinder unter 10 1/2 - 11 Jahren alles buchstäblich interpretieren und sie sollten sich mit typisch neuapostolischen Phrasen zurückhalten oder den weitverbreiteten Apostelfetischismus nicht weiter huldigen.
Ein Kind fragte mich, ob es wieder in den Bauch der Mutter zurückmuß, weil der NAK- Amtsträger immer davon sprach, mann müsse wiedergeboren werden. :o

Schön finde ich die Ausführungen in einer Biographie des Pastors Fritz v. Bodelschwingh, dem langjährigen Leiter der weltbekannten "Liebesanstalten" in Bethel bei Bielefeld:

"Der alte Vater unterrichtete nicht gern in einem Raum, der an Schularbeit erinnerte, sondern lieber in der Zionskirche oder in der Friedhofskapelle oder am liebsten draußen im Buchenwald. Das Singen der Vögel und das Rauschen der Bäume war ihm eine willkommene Begleitmusik und die frische Luft hielt er für ein gutes Abwehrmittel gegen die Krampfanfälle. Von dem Inhalt der Stunden weiß ich nicht mehr viel. Vielleicht entsprachen sie im Aufbau und in der Art des Fragens nicht ganz den Regeln der Unterrichtskunst.
Vater hat sich selbst nie für einen guten Lehrer gehalten. Aber er sprach mit uns die Sprache des Herzens, und hinter jedem seiner Worte stand die Erfahrung eines im Dienste Gottes reich gewordenen Lebens.

So empfanden wir das, was er uns gab, nicht als eine fremde unverständliche Lehre, sondern es war alles eine ernste, frohe Wirklichkeit."

Aber ich meine, die PG der NAK wird sich schon ihre Gedanken über dien weitere Entwicklung machen müssen. Ich bleibe interessierter Beobachter.

Gruß

KuH
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Beitragvon Bert » 15.05.2006, 17:22

König und Herold hat geschrieben:Hallo Sebastian,

der Vorschlag von "Kontrabass", unabhängige Historiker zu beauftragen, ist konstruktiv. Warum sträubt sich die NAK dagegen und produziert lieber Stückwerk ?

Es gibt keine neuapostolische Bibliothek, wo man als Interessierter zugreifen kann. Das NAK-Archiv bleibt geschlossen.


KuH


Hallo KuH,

es gibt ja das Büchlein von Obst. Wahrscheinlich genügt der Kirche diese Ausgabe.

Wer sie liest, erfährt ja einiges!

Ich könnte mir denken, dass ein prüfender Gast der NAK nach dem Lesen jenes Obst-Buches aufhört zu prüfen!

LG
Bert
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Beitragvon fireangel » 15.05.2006, 17:36

Zitat:

Ich könnte mir denken, dass ein prüfender Gast der NAK nach dem Lesen jenes Obst-Buches aufhört zu prüfen!

Das, könnte ich mir auch vorstellen.
fireangel
 

Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 18:06

Die Frage, (- da gebe ich allen, die Bedenken haben Recht) ob man Dinge unserer Vergangenheit, die unschön waren im Unterricht behandeln sollte, gestalltet sich schwierig. Die Lehrkraft müsste natürlcih auch im jeden Fall (sprich Kind) beurteilen, ob eine Aufklärung über die sogenannten Schattenseiten Sinn macht. Ich finde nur man sollte es generell nicht ausschließen.

Die, die nicht finden, dass es großen Sinn machen würde den Kindern die Vergangenheit im Unterricht zu erläutern haben gute Vorschläge gemacht (Gemeindeabende, Jugendstunden ...). Dafür ein Dankeschön meinerseits. :) Ich würde aber gleichzeitig gerne mal wissen, wer an einem solchen Treffen bereits teilnahm und wie die Meinungen bzw Reaktionen waren (z.B. zur Botschaft Bischoffs, dem Verhalten Niehaus während des Ersten Weltkrieges etc, etc).

KuH hat geschrieben:Bruder Rainer Ballnus hat hier maßgeblich mitgewirkt. Nun frage ich Dich, warum hat er denn frustriert die Arbeitsgruppe in Hamburg verlassen ?


Das weiss ich nicht - hat es etwas mit der Gestaltung von Dienen und Führen, oder mit Vergangenheitsbewältigung zu tun? :roll:
Sebastian
 

Beitragvon König und Herold » 15.05.2006, 18:15

Ihr Lieben,

die NAK soll froh sein, wenn es überhaupt noch prüfende Gäste gibt. Es kommt doch fast keiner mehr hinzu, "auf das die Zahl voll werde". :(

Frage sich ein jeder, wie viele Seelen hat er denn im Jahr zugeführt zum Werke Gottes ? Wie gibst Du Zeugnis unter den Mitmenschen ? :oops:

Eine Schwester meiner Gemeinde, die schon in die Ewigkeit gegangen ist, hatte sage und schreibe über zehn Seelen im Jahr hinzugeführt. Man nannte sie auch deswegen das "Mutterschaf".
Das war liebevoll und nicht abwertend gemeint. Sie hatte einen besonderen Status in der Gemeinde und saß im Kirchenlokal im Mittelgang frontal dem Altar zugewandt in einem ganz besonderen Ohrensessel 8) und die Amtsträger standen wie eine Prätorianergarde ( Anm.: Angehörige der kaiserlichen Leibwache im alten Rom ) um sie herum. Das waren noch goldene Zeiten.

Und heute ? Befindet sich die neuapostolische Gemeinde nicht wie damals die Gemeinde in Korinth in einem jämmerlichen, ungeistlichen Zustand ? Müsste der Apostel Paulus nicht die Hände über den Kopf zusammenschlagen, sähe er diese Zustände ? Müsste er die NAK als Sekte verwerfen ? Gleicht die NAK in vielen Teilen in ihrer zur Schau gestellten beredten Frömmigkeit und in der Lieblosigkeit ihrer Anhänger eher einem dröhnenden Gong oder einer lärmenden Pauke :?:

Möge ein jeder selbst prüfen und entscheiden.

Grüße mit etwas Augenzwinkern

KuH
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Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 18:20

König und Herold hat geschrieben:Ihr Lieben,

die NAK soll froh sein, wenn es überhaupt noch prüfende Gäste gibt. Es kommt doch fast keiner mehr hinzu, "auf das die Zahl voll werde". :(

Frage sich ein jeder, wie viele Seelen hat er denn im Jahr zugeführt zum Werke Gottes ? Wie gibst Du Zeugnis unter den Mitmenschen ? :oops:

Eine Schwester meiner Gemeinde, die schon in die Ewigkeit gegangen ist, hatte sage und schreibe über zehn Seelen im Jahr hinzugeführt. Man nannte sie auch deswegen das "Mutterschaf".
Das war liebevoll und nicht abwertend gemeint. Sie hatte einen besonderen Status in der Gemeinde und saß im Kirchenlokal im Mittelgang frontal dem Altar zugewandt in einem ganz besonderen Ohrensessel 8) und die Amtsträger standen wie eine Prätorianergarde ( Anm.: Angehörige der kaiserlichen Leibwache im alten Rom ) um sie herum. Das waren noch goldene Zeiten.

Und heute ? Befindet sich die neuapostolische Gemeinde nicht wie damals die Gemeinde in Korinth in einem jämmerlichen, ungeistlichen Zustand ? Müsste der Apostel Paulus nicht die Hände über den Kopf zusammenschlagen, sähe er diese Zustände ? Müsste er die NAK als Sekte verwerfen ? Gleicht die NAK in vielen Teilen in ihrer zur Schau gestellten beredten Frömmigkeit und in der Lieblosigkeit ihrer Anhänger eher einem dröhnenden Gong oder einer lärmenden Pauke :?:

Möge ein jeder selbst prüfen und entscheiden.

Grüße mit etwas Augenzwinkern

KuH


Was hatte das jetzt mit dem Thema zu tun? Ich weiss es wirklich nicht :roll:
Sebastian
 

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