Vergangenheit + Aufklärung

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Aufklärung ?

Nein, die Kinder wären dadurch zu sehr verunsichert
5
19%
Ja, den Kindern muss die Möglichkeit gegeben werden sich über die Vergangenheit im Klaren zu sein.
22
81%
 
Abstimmungen insgesamt : 27

Beitragvon Bert » 15.05.2006, 18:38

Hallo Sebastian,

mit Recht bemängelst Du das Abweichen vom Thema!

M.E. muss alles, was Kindern vermittelt wird, altersgerecht geschehen. Sie müssen das begreifen können, was vorgetragen wird. Unter diesem Gesichtpunkt halte ich Weitergabe von geschichtlichen Details der Kirche frühestens ab 14 Jahren für angebracht. Also kommen hierfür die Jugendstunden in Betracht, ebenso Gemeindeabende. Oder aber man versorgt die Jugendlichen mit vernünftiger Literatur. Ihre Lehrer müssen indes willens sein, die Dinge objektiv im Vortrag oder in der Diskussion zu behandeln. Vor allem muss jede Schönfärberei unterbleiben, weil dies die Menschen lehren würde, dass solch ein Mittel kirchenkonform wäre. Da leidet die Wahrhaftigkeit, wenn die rosarote Brille verwendet wird. Das darf nicht sein. Irgendwann kommen die Kirchenmitglieder ja doch dahinter, dass da nicht 'ehrlich' vorgegangen wurde.

Gruss
Bert
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Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 19:29

Hallo Bert :D ,

hattest du denn schon Gelegenheit an Gesprächskreisen teil zu nehmen, die solch heikle Themen behandelten?

Ich kann mich an einige Jugendstunden erinnern, da gings hoch her (z.B. damals über die "Unsinnigkeit" der Schlüsselgewalt des Stammapostels, die dann einige Jahre später aufgehoben wurde). Nun ich war gerade neu in der Jugend und wusste von all dem nichts :oops: und war teilweise erschrocken, was für theologische Probleme diese Kirche, meine Kirche hat...

Daher kam mir die Frage, ob man den Kindern ggü nicht ehrlicher/offener sein sollte. Verunsichert es sie nicht noch mehr, wenn sie von unserer Vergangenheit bzw den momentanen Problemen nicht aus Jugendstunden, sondern aus den Medien erfahren? Ich habe vieles auch erst aus Büchern erfahren. Na besonders toll fühlte ich mich dabei nicht.

Grüße
S.
Zuletzt geändert von Sebastian am 15.05.2006, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
Sebastian
 

Beitragvon Dietemann » 15.05.2006, 19:39

Ein verknöchertes NAK Elternhaus ist Gift für die NAK.
Kinder die in einem NAK Elternhaus ganz einfach "normal" aufwachsen mit Kontakt und Informationen zu "ALLEM" was um sie herum geschieht und kritisch mit der Vergangenheit - die haben weitaus weniger Probleme. Da sie ganz einfach niemals aus einem Dunstkreis aufwachen - weil es einfach kein Dunstkreis für sie gab! Diese Kinder sind Zukunft für die NAK. Diese Kinder sind gefestigt trotz vieler Unzulänglichkeiten der "Dietemännlein" und der Institution NAK!

Es ist ein weiter Weg für eingeborene NAKler – aber der Weg muss schnellstens begangen werden! Jesus das Haupt! Alles andere ist nichts!

Die "Dietemännlein" müssen ganz einfach - einfach mit der Situation umgehen und aufhören sich über Jesu zu stellen! Sie müssen aufhören "Segenslinien" weiter zur Selbstversorgung fortzuführen. Dann kann jeder wieder nachfolgen!
Zuletzt geändert von Dietemann am 15.05.2006, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.
Dietemann
 

Beitragvon fireangel » 15.05.2006, 19:42

Zitat:

Jesus das Haupt! Alles andere ist nichts!

Leider nicht so ganz richtig :wink:

Richtig ist:

Jesus das Haupt - Wir die Glieder :!:
fireangel
 

Beitragvon Dietemann » 15.05.2006, 19:45

Jesus das Haupt - Wir die Glieder

Auch ein "Dietemännlein" sollte sich als einfachstes Glied verstehen und nicht weiter hochnäsig durch die "Welt" stapfen!

Auch ein "Dietemännlein" hat Füße zum gehen - aber viele ältere Geschwister benötigen den Parkplatz in der Nähe der Versammlungsstätte mehr denn ein "Dietemännlein" mit Anhang der noch gut zu Fuß ist!
Zuletzt geändert von Dietemann am 15.05.2006, 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
Dietemann
 

Beitragvon fireangel » 15.05.2006, 19:46

Welches "Glied" ist denn, deiner Meinung nach, das wichtigste und welches das einfachste, an einem Körper :?:
Zuletzt geändert von fireangel am 15.05.2006, 19:48, insgesamt 2-mal geändert.
fireangel
 

Beitragvon orig.gabi » 15.05.2006, 19:46

@ Dietemännchen,

wir habe erst Mitte Mai, aber ich möchte deine Neuwortschöpfung "Dietemännlein" bereits jetzt zum Forenunwort des Jahres vorschlagen. :mrgreen:

Himmel, was genau ist ein "Dietemännlein" ? :shock:

lgg
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 19:55

Bitte nicht schon wieder.

Lt Dietemann leitet sich Befehler von Präsidenten ab, weil ein Präsident befehligend sein kann. Dietemann meint hierzu, dass sich durch das Wort Kirchenpräsident die Kl das Wort Dietemännlein selbst gab.

Dietemann: Richtig erklärt?
Sebastian
 

Beitragvon Dietemann » 15.05.2006, 19:55

Präsident
PräsidentSmSubstantiv Maskulinum std.Standardwortschatz (16. Jh.)Entlehnung. Entlehnt aus frz. président, dieses substantiviert aus l. praesidEns (-entis) "voranstehend, befehligend", dem PPräs. von l. praesidEre "den Vorsitz haben, leiten, befehligen", zu l. sedEre "sitzen" und l. prae-. Verb: präsidieren; Kollektivum: Präsidium.
Ebenso nndl. president, ne. president, nfrz. président, nschw. president, nnorw. president; Residenz. französisch l

Ich habe es schon mehrfach angeführt: Das Wort Präsident hat für mich keinen Bezug zu einem Nachfolger Jesu - insbesonders nicht für einen Nachfolger, der als Gesandter tätig sein will!
In dem Wort Präsident ist nun einmal ganz einfach das Wort befehligend enthalten! Das sollte ein Gesandter beachten, wenn er ein Gesandter (Apostel) sein will!

-----------

Da hätte ich mir die Erklärung zum zigsten male sparen können. Sebastian du warst schneller.
Dietemann
 

Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 20:02

@ Dietemann: :wink: :wink:

und nun zurück zum Thema, bitte... 8)
Sebastian
 

Beitragvon Dietemann » 15.05.2006, 20:12

Wir haben hier in Wiesbaden den brutalstmöglichen Aufklärer in der Politik! Da könnte Frankfurt von lernen. Aber nur das Positive! Das kann dann über das ganze NAKvolk ausgegossen werden - die Aufklärung über Fehler und Irrlehren (Bischoff Unsinn) der NAK in der Vergangenheit - damit der Jugend eine Change für die Zukunft bis zum kommen des Herrn gebend!
Dietemann
 

Beitragvon Bert » 15.05.2006, 20:22

Hallo Sebastian,

auf deine Frage, ob ich schon einmal an Gesprächskreisen teil genommen habe, die ... die Antwort: nein.

Früher, als ich Jugendlicher war, gab's solche Gesprächskreise überhaupt nicht. Später war ich in der Kirche nicht mit Jugendlichen befasst. So weit ich weiss, gibt's diese Veranstaltungen noch nicht so lange.

In jedem Fall halte ich es für besser, wenn die Kirche es ist, die die entsprechenden Themen an die Jugendlichen heranträgt, als dass die Jugendlichen über andere 'Kanäle' erstmals Informationen hierüber empfangen.

Hier sollte, wie ich schon geschrieben habe, die Kirche aktiv werden und mit viel Einfühlungsvermögen auch kritische Punkte im Jugendkreis behandeln.

Leider gibt es unter den Kirchenmitgliedern, insbesondere auch unter Amtsträgern, Gegenwind, will sagen, man mag von dieser Seite keine die Kirche negativ darstellende Erklärungen etc.pp. Ich habe das gespürt, als letzthin in einer Info-Veranstaltung 'Uster-Ergebnisse' vorgestellt wurden.

Ich stellte sehr kritische Fragen. Was war die Reaktion: Nur widerwillig wurde seitens der Vortragenden darauf eingegangen. Fast alle anwesenden Geschwister beteiligten sich nicht daran. Persönlich spürte ich nach der abrupt vom BezÄ beendeten Stunde und der von ihm als Quatschen bezeichneten Diskussion, wie die Anwesenden mich geschnitten haben, von Ausnahmen abgesehen.

Ich musste den Eindruck haben: Dinge, die irgendwie am Glauben kratzen, will die weitaus grosse Mehrheit der regelmässigen GD-Besucher (nicht Kirchenmitglieder!) einfach nicht hören.

Ich schicke noch eine PN.-

Freundl. Gruss
Bert
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Beitragvon Sebastian » 15.05.2006, 20:24

Dietemann,

um bei der Botschaft zu bleiben. Man könnte sie in einem Satz zusammmenfassen. Pure menschliche Anmaßung. Als solche wird sie aber nicht gesehen. Viel mehr wurde bisher argumentiert, wie Andreas Winkler es schon beschrieb: Es war eine Prüfungsphase.

Man benennt die Fehler nicht als solche. Das finde ich ist das Hauptproblem. Das sollte die KL überdenken, um auch ehrlich mit uns Geschwistern umzugehen. Nun die Frage, will man ein anderes Bewusstsein in solchen Vergangenheitsauffassungen? Wie schafft man es? Und wer hat Erfahrungen mit solchen Methoden?
Sebastian
 

Beitragvon König und Herold » 15.05.2006, 20:35

Also, bei allen lobenswerten Bemühungen schwingt ein Grundproblem im Hintergrund mit.

Es ist die Angst der NAK um den Verlust der Harmonie. Unterschätzt bitte nicht den Konformitätsdruck in der NAK.

Richtiges Verhalten in der NAK ist doch, was die Zustimmung anderer findet, die >>guter Junge/nettes Mädchen<<-Stufe. Ich denke mir, viele der Erwachsenen in der NAK bleiben Gott gegenüber ein Leben lang auf dieser Stufe.

Oder schlimmer ist die Orientierung an Bestrafung und Gehorsam. Gut ist, was Strafe vermeidet. So entsteht dann der neuapostolische "Herdentrieb".

Wer möchte denn gerne mit seiner anderen Denkweise, Meinung oder Einstellung gerne isoliert und ausgegrenzt werden ? Sage mir keiner, so was gäbe es nicht in der NAK. Gerade in einer Nachfolgegemeinschaft wie der NAK ist subtile Ausgrenzung an der Tagesordnung. ( s. das Problem der Amtsniederlegung )

Jedenfalls meine Eltern haben wie bei Sebastian nie über die "unschönen Angelegenheiten" innerhalb der NAK-Geschichte gesprochen. Ich habe auch später bei Bewußtsein dieser Tatsachen nie gewagt, meine Eltern oder Amtsträger zu frage aus Angst, sie würden mich erschlagen. :twisted: Das ist kein Witz.

Aber heute ist Gott sei Dank alles offener geworden durch den Druck der Öffentlichkeit und nicht zuletzt dem Internet.

Dr. Hemminger hat das Problem im Ansatz angesprochen.

http://www.glaubenskultur.de/artikel-151.html

Gruß

KuH
Ich bin hier immer auf ein sicheres und wohlgeordnetes Forum bei meinen Besuchen gekommen.
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