HURRA- Es tut sich was

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

HURRA- Es tut sich was

Beitragvon 17einhalb » 06.07.2005, 09:20

Gestern Abend fand eine Besprechung für Lehrkräfte in der Kinderarbeit statt.

Ich bin eigendlich mit gemischten Geefühlen dort hingefahren und habe irgendwie "die alte Leier" erwartet.
Aber nein, es war eine Besprechung, wie ich sie mir schon lange gewünscht habe.

Unser Kinderbeauftragter hatte sich wirklich gut vorbereitet und strebt ein kindorientiertes und situationsbedingtes Arbeiten an.


Einige Punkte möchte ich euch gern aufzeigen.:

- Kinderarbeit = Seelsorge --> Interesse am Leben der Kinder

- Mittelpunkt der Arbeit müssen immer die Kinder sein!!!

- neue Ideen sind immer gefragt (klare Zielorientierung sollte vorhanden sei --> Was will ich erreichen? (ist bei Kinderarbeit selbstverständlich)

- zum Lehrplan
- Mut zum Kürzen haben! (Was ist wichtig -
welche Lektionen sind für meine Kids
wichtig?
- auf aktuelle Themen eingehen (z.B. neuer
STAP, neuer Papst

- Unterricht einmal anders (Besuch eines
Klosters oder histor. Kirche,
Buchlesung, Film "Luther" ansehen)-->
Bezug zum Lehrplan sollte aber immer
vorhanden sein

- Befassen der Lehrkräfte mit neuen
Lehraussagen

- für Religion - Biographien und
Entstehungsgeschichte kürzen, wenn es
für Kinder zu umfangreich ist

- Elternabende
- wurde angeregt, diese einmal
durchzuführen, mit Zielen wie:

-> Seelsorge (keine Beratung - bei
Benötigung proessionelle Hilfe - auf
diese auch verweisen!)
-> Eltern sollen (und müssen) wissen, was
und wie in den Unterrichten gelehrt
wird)
-> Gemeinschaft fördern - Eltern sollen
sich verstanden fühlen
-> gemeinsam nach Lösungen suchen (z.B. bei
"schwierigen" Kindern,
Motivationsschwächen, extremen
Leistungs- und Aufnahmeunterschieden
zwischen den Kindern

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass der Blick auf das Kind sehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Die Lehrkräfte wurden als "Pioniere für neue Wege" bezeichnet.
Es wird erwartet, dass die Lehrenden sich intensiv und umfassend vorbereiten sollen und keine scheu vor neuen Wegen haben sollen!


Was mich noch begeisterte war, dass während der Beratung wirklich Gespräche und Diskussionen zustande kamen!!!


Leider muss ich jetzt zu einem Termin. Wenn euch das Thema aber interessiert, berichte ich euch gern noch mehr davon.

Frage : Wie offen sind eure Kinderbeauftragten - werden sie von den "höheren" Ämtern dabei unterstützt???

Eure freudige 17einhalb
Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann;
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
und die Weisheit , das eine vom anderen zu unterscheiden (R. Niebuhr)
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Beitragvon der_ortsgeistliche » 06.07.2005, 09:43

Liebe 17,5 ,

ich freue mich für dich, das sie euch nicht vergessen haben. Na dann angepackt und viel Erfolg! :wink: :D

LG, der_O.
Wer am Montag zerknittert zur Arbeit kommt, hat die ganze Woche lang Zeit, sich zu entfalten.
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Beitragvon 17einhalb » 06.07.2005, 19:10

der_ortsgeistliche hat geschrieben:Liebe 17,5 ,

ich freue mich für dich, das sie euch nicht vergessen haben. Na dann angepackt und viel Erfolg! :wink: :D

LG, der_O.



Äääh - ich habe das Gefühl, du denkst, wir lebten bis jetzt hinter dem Mond!
:shock:
Dem ist mich Sicherheit nicht so! Das Ertaunliche an diesem Abend war nur, dass diese Gedanken nicht von uns, sondern vom Kinderbeauftragten direkt kam.:idea:

Siehe z.B. : sprechen darüber, dass es einen neuen Papst gibt - das Interesse an anderen Glaubensrichtungen

Ich habe mir erlaubt die Frage zu stellen, ob man Kinder aus anderen Glaubensrichtungen einladen kann - und natürlich den Besuch erwidern :shock: - und somit festzustellen: alle Christen glauben an Gott und Jesus und die Nächstenliebe sollte im Vordergrund stehen - aber es gibt die und die Unterschiede im jeweiligen Glauben!:wink:

Nach einem kurzen Schlucken unseres Ältesten gab er sich dessen doch für seine Verhältnisse recht offen und versuchte gemeinsam mit uns einen Anfangsweg zu finden.:!:

Unser Kinderbeauftragter gab nur zu bedenken, dass man nach Terminen suchen musste, damit niemand den GD versäumen müsste.



Eine schon immer etwas anders arbeitende 17einhalb :roll:
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Beitragvon joas » 06.07.2005, 19:49

Hallo 17einhalb,

herzlichen Glückwunsch zu solchen Vorangängern und Entscheidungsträgern!!!

Leider geht es auch anders:

Motivierte Geschwister der Gemeinde werden von dem Kinderbeauftragten gebremst. Der Lehrplan ist im zeitlichen Ablauf verbindlich, selbst wenn es zeitlich nicht klappt wird daran festgehalten. Als daraufhin gesagt wurde, dass der Stap andere Richtlinien herausgegeben habe wurde geantwortet, das WIR es trotzdem so machen.

Gute Ideen, z.B. KG trotz Entschlafenengottesdienst, mit der Begründung, dass die Kinder halt nicht alles verstehen würden, was da abläuft, werden im Nachhinein kritisiert und finden nun nicht mehr statt.

Diskussion???? :shock: Steht das in der Bibel???

:shock:
Mittelpunkt der Arbeit müssen immer die Kinder sein!!!
:shock:


Frage : Wie offen sind eure Kinderbeauftragten - werden sie von den "höheren" Ämtern dabei unterstützt???


Ich würde sagen, komplett zu und voll auf der Segenslinie in B-BB!!! :?

Eine Frage, wenn ein Bezirksamt kommt, findet Kindergottesdienst bei euch statt oder nicht?

Gruß joas
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Beitragvon 17einhalb » 06.07.2005, 20:25

joas hat geschrieben:
Eine Frage, wenn ein Bezirksamt kommt, findet Kindergottesdienst bei euch statt oder nicht?

Gruß joas


Also, das sprechen wir dann mit unserem Vorsteher ab - aber so weit ich mich entsinne, haben wir dann meist hinterher Sonntagsschule gemacht - kam darauf an, wie lange der GD ging und ob die Kinder dann noch aufnahmefähig waren.

Liebe Grüße 17einhalb
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Beitragvon 17einhalb » 06.07.2005, 20:30

Lieber Joas!

Meine Schwester ist vor einem Jahr nach Berlin gezogen. Ich hab da schon einige Dinge mitbekommen, mit denen ich echt Probleme hätte. Leider bin ich kein Mensch, der seinen Mund ständig halten kann und würde mir dort wahrscheinlich oft denselben verbrennen.

Mitfühlende 17einhalb
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Beitragvon der_ortsgeistliche » 06.07.2005, 20:38

Bei uns gehen die Kinder beim GD mit einem Bezirksamt selbstverständlich raus. Hinterher? :roll:

LG, der_O.
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Beitragvon der_ortsgeistliche » 06.07.2005, 20:39

Und was Berlin angeht, irgendwo muß sich ja die NAK ein Museum einrichten. :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon 17einhalb » 06.07.2005, 20:47

Lieber OG!

Von der Sache her, finde ich die Regelung, dass bei GD mit Bezirksämtern die Kinder mit im Lokal sind, nicht schlecht.
Wie sollen sie sonst die Ämter kennenlernen? Unsere Kinder freuen sich bei manchen sehr, dass sie mit am GD teilnehmen können. Auch hier muss man denke ich abschätzen, wie es am besten ist. Wenn ein B-Amt öfter da ist, dann denke ich kann man ruhig auch parallel Sonntagsschule halten.

Ja, mit dem "Hinterher" ist das so eine Sache.
Dann muss der Unterricht kurz gehalten und vor allen Dingen interessant gestaltet werden. (Sollte er eigentlich immer)
Das Einbeziehen möglichst vieler Sinne der Kinder ist da ein wichtiger Punkt.

Liebe Grüße 17einhalb

PS: Ich warte auf PN :lol:
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Halbvoll?

Beitragvon Paule51 » 07.07.2005, 06:58

Und wenn dann die Kinder da blieben, wenn der "liebe Älteste" kommt, wären auch die Kirchen voller, optisch jedenfalls...

Paule
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Sexualerziehung

Beitragvon Hütchen » 13.07.2005, 12:46

Hallo, junge Eltern

beim Durchlesen der heutigen Beiträge im Frauenforum möcht ich erst einmal mein Hütchen ziehen, aus Respekt vor den klar formulierten Standpunkten des stärkeren Geschlecht, auch wenn es offensichtlich ein Mißverständnis zwischen zwei sehr gescheiten Schreiberinnen gab.
Als "alter Knochen" mit erwachsenen Kindern, die mir nicht vorzeitig ein Enkelkind beschert haben, interessiert mich doch die Frage, ob und wie in den "Elternseminaren" das Thema Sexualerziehung besprochen wurde. Beruflich bin ich allerdings mit den Folgen früher sexueller Kontakte konfrontiert.
Ein auf Antworten gespanntes
Hütchen.
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