Kinderchor - Einsingen

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Kinderchor - Einsingen

Beitragvon 17einhalb » 13.06.2005, 15:19

Liebe Gks!

Ich brauche Eure Kreativität!

In unseren Kinderchor muss etwas frischer Wind hinein.
Das wurde mir bei unserem Auftritt mit anderen (nicht NAK) Kinderchören bewusst. Wir haben noch Reserven, was z.B. die rythmische Begleitung unserer Lieder betrifft.
Hauptsächlich ziele ich im Moment noch auf die direkten Übungen (Einsingen) hin.
Kinder sind immer zu begeisten, wenn sie selbst (z.B. mit Klanghölzern, Triangel usw.) tätig werden können.
Da wir dies noch nicht praktiziert haben, wäre ich Euch für Anregungen sehr dankbar.
Vielleicht weiß auch jemand, wo man Rythmusinstrumente günstig erwerben kann?

Für jüngere Kinder dachte ich an kurze Geschichten, in denen man die Übungen einbindet.
Hier ein kleines Beispiel:

Kätzchen und Hansi

Es war einmal ein kleines Kätzchen, das lag faul und träge in der Sonne. Es atmete tief ein und aus (ruhiges ein- ausatmen). Beim Einatmen wurde der kleine Bauch des Kätzchens ganz dick und rund.
Plötzlich erschrak das Kätzchen - es hatte ein unbekanntes Geräusch gehört. – (kurz einatmen – Luft anhalten) – Ah ! Es war Hansi mit einem neuen Spielzeug.
Eine Eisenbahn! (sch-sch). Hansi fuhr sie ganz langsam, dann immer schneller.
Die Waggons holperten, das klang ungefähr so (p-t-k).
Hansi holte eine kleine Feuerwehr aus seiner Tasche und summte (mm –Quarte).
Dann sang er vor sich hin :„ti-ta- tu“
(Dreiklang)
Das kleine Kätzchen ging langsam zu Hansi und um ihn herum(Tonleiter auf – schomm und ab)
da pfiff der Wind plötzlich in Hansis Haar. Hui –Hui – Hui (steigernd)
Eine Biene flog vorbei. (sssSSSSssss) 3x-steigernd
Hansi sah die Biene und sang (Summ.. Bienchen summ herum)

Das gefiel unserem kleinen Kätzchen sehr und es legte sich schnurrend an Hansis Beine und hörte zu.



Wer ist hinsichtlich solcher Geschichten einfallsreich? - Kann ja auch ein neuer Thread dazu eröffnet werden !

In Erwartung Eurer Unterstützung

17einhalb :arrow:
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Beitragvon 17einhalb » 14.06.2005, 14:34

Lasst Ihr mich wirklich ganz allein? :shock:

Irgend welche Ideen und Anregeungen habt Ihr doch parat!

Haaaaaaaaaaalllloooooooo !!!
:lol:

Eure 17einhalb
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Beitragvon Anne » 14.06.2005, 14:40

17einhalb hat geschrieben:Haaaaaaaaaaalllloooooooo !!!
:lol:


Darf ich zurück niesen ? :lol: :lol:

Liebe 17einhalb,

ich antworte dir in den nächsten Tagen, o.k. ? Hast du etwas Geduld ?

Liebe Grüße !

Anne
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Beitragvon Pleitensoftworks » 14.06.2005, 14:54

Haaaalllloooo 17einhalb! :D

Ist in Arbeit, geht aber nicht von heute auf morgen - soll ja schließlich ordentlich werden.

Gruß Pleitensoftworks
Packt doch mein Banknachbar mitten im GD sein Pausenbrot aus! Vor Schreck ist mir die Kippe ins Bier gefallen. (nicht lachen - drüber nachdenken...)
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Beitragvon 17einhalb » 14.06.2005, 14:57

Liebe Anne!

Entschuldige bitte meine Ungedult!!!
Hatte nur Bedenken, dass der Thread im Sand verläuft!

Ich warte gern, wenn ich weiß, dass Du mir antworten wirst ! - Hatte auch besonders mit auf Dich gehofft!

Lass Dich mal drücken - und gute Besserung!

Erleichterte 17einhalb
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Beitragvon 17einhalb » 14.06.2005, 14:59

Liebe(r) Pleitensoftworks!

Man, gleich zwei Reaktionen ! Da bin ich ja baff!:shock:

Freue mich schon sehr auf Eure Ideen !

Danke 17einhalb
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Beitragvon a cappella » 14.06.2005, 15:38

Liebe 17einhalb,

auch von mir wird was kommen, brauche aber auch noch etwas Zeit.

Liebe Grüße
a cappella
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Beitragvon Anne » 14.06.2005, 16:05

Na also ... läuft doch an. :)
Deine Nachfrage war gut, 17einhalb, denn manche Themen übersieht man einfach.

Kurze Frage vorweg: Wie alt sind die Kinder und wie viele sind es ?

Kinder sind immer zu begeisten, wenn sie selbst (z.B. mit Klanghölzern, Triangel usw.) tätig werden können. Vielleicht weiß auch jemand, wo man Rythmusinstrumente günstig erwerben kann?


Dazu vorweg: In Niedersachsen ( beispielsweise ) gibt es in allen Bezirken die "Projektgruppen Musik", die zentrale Anlaufstelle für solche Belange sind. Außerdem gibt es einen jährlichen Etat für Musikinstrumente und Adressen, wo sie zu günstigen Konditionen bestellt werden können.
In Musikfachgeschäften bekommst du fast generell einen Rabatt, wenn es um gemeinnützige Einrichtungen bzw. Projekte geht. Auch Dritte - Welt - Läden oder solche Versandhäuser bieten hier manchmal günstige Preise.

Hast du die Möglichkeit, gleich im größeren Rahmen, also z.B. für mehrere Gemeinden aktiv zu werden ? Je mehr, desto günstiger ... :wink:

Inhaltliches dann später,

danke für deine lieben Grüße - gerne zurück ! :)

Anne
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Beitragvon 17einhalb » 14.06.2005, 16:45

Liebe Anne!
Die Kinder aus unserer Gemeinde (7 an der Zahl) sind zwischen 4 und 13 Jahren.
In größeren Abständen (bei Auftritten)kommen noch 5 weitere Kinder aus der Nachbargemeinde dazu.

Danke bis hierher 17 einhalb
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Beitragvon Anne » 15.06.2005, 10:27

Liebe 17einhalb,

da hast du ja genau so eine "Murmeltruppe" wie ich :wink:, will sagen: Es ist gar nicht so einfach, die verschiedenen Altersklassen unter einen Hut zu bringen bzw. sie gleichermaßen zu begeistern. Nun weiß ich nicht, welches Temperament deine Kinder haben, was für mich immer ein wichtiger Faktor ist: Zu jedem Kind passt ja z.B. meist auch ein bestimmtes Instrument und wenn ihr mit den Orff´schen Materialien noch gar nicht gearbeitet habt, wirst du schnell feststellen, wem was gefällt.

Ich beginne grundsätzlich so, dass ich die Instrumente in einem Korb in die Mitte stelle, wir beginnen dann gemeinsam und jeder darf sich das nehmen, was ihm gefällt ( das Einhalten von gewissen Regeln mit den Instrumenten ist wichtig, manche Kinder müssen das wirklich lernen ). Es darf dann getauscht oder verhandelt werden :wink:, was meistens ganz schnell ein Eigendynamik entwickelt.
Der gemeinsame Schluss und das Wegschließen der Instrumente gehört dann übrigens auch dazu und ist bei uns besonders wichtig, weil wir ein behindertes und verhaltensauffälliges Mädchen mit in der Runde haben, das schnell mal auf die tollsten Ideen kommt. :shock: :wink: - Rituale eben.

Genau so wie die Instrumente oft zum Temperament der Kinder passen, lassen sie sich für einzelne Geschichten einsetzen ( ähnlich wie du sie zitiert hast ). Hier gibt es Literatur zum Thema, oft sind es Tiergeschichten, die Betonungen setzen: Die Klanghölzer für das Pferdegetrappel, die Trommel für den Elefant, die Triangel für den Schmetterling etc.
In der Literatur werden die entsprechenden "Orff - Zeichen" vorgegeben und die Kinder lernen, anhand der Geschichten die Instrumente an der richtigen Stelle einzusetzen. Das gelingt am Anfang vielleicht nicht so schnell, sie werden aber immer besser und begeistern sich m.E. nach schnell. Vor allem lernen sie so, mit ihren ganzen Sinnen dabei zu sein.

Das Problem an diesen Geschichten ist, dass größere Kinder davon schnell gelangweilt sind, für sie gibt es aber Klangstäbe, die sie zur Begleitung einsetzen können und hier kann es dann schon um die Arbeit nach Noten gehen. Außerdem können Große auch gut zu Helfern heran gezogen werden, was sie dann auch stolz macht.

Die Instrumente haben noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten: Man lernt zu unterscheiden, welche für laut und leise, für lange oder kurze Töne einzusetzen sind und wir arbeiten zum Beispiel daran, mit den Instrumenten auch Stimmungen, Gefühle oder Situationen auszudrücken und zu betonen.

Literatur findest du dazu, vielleicht gewinnt ihr aber auch eine Eigendynamik / eigene Ideen und drückt das aus, was gerade aktuell ist oder was zum Thema passt. Wir hatten neulich das Thema "Wasser" und haben den Verlauf von Wassertropfen mit den Instrumenten nachgespielt. Ich setze dabei auf die Kreativität der Kinder ( die sie immer mehr entwickelt haben ). Irgendwann war der Wassertropfen dann eine Murmel, die über eine Murmelbahn lief und diese endete auf einem Glockenspiel: Am Ende der Bahn kullerte jede Murmel über dieses und das klang so lustig, dass wir jedes Mal lachen mussten. :)

Du siehst: Für mich ist eine Arbeit wichtig, die die Sinne betont und die dem Temperament der Kinder so gut wie möglich gerecht wird. Das gelingt aber auch nicht immer und außerdem ist die uns zur Verfügung stehende Zeit recht kurz.

Das folgende Buch habe ich neulich geschenkt bekommen:

"Alles wird Musik"

von B. Quaas, www.christophorus-verlag.de

Aus dem Inhalt:

- Hört ihr, wie die Ohren wachsen ?
- Unser Körper klingt
- Musik geht in die Beine
- Musik aus der Hosentasche ...

... es müssen eben nicht immer schon fertige Instrumente sein ! :wink:

- Malen mit Musik
- Spiele mit Körperinstrumenten
- Raumgestaltung mit Musik etc.

Einen anderen Verlag suche ich dir gleich noch ´raus und hoffe, dass mein Geschreibsel für den Anfang hilft.

Viel Erfolg ! :)

Anne
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Beitragvon Anne » 15.06.2005, 10:34

Voilà: http://www.kirche-mit-kindern.de/shop/show.php?rb=7

Mehr Ideen und Kontakte hat panta rhei. :wink:

Liebe Grüße !

Anne
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Beitragvon frinj » 15.06.2005, 12:22

Können/sollen wir die Musikschulen eigentlich ersetzen?
Sollten Laien Kinderchöre leiten?
Überwiegen Nutzen oder Schaden?

Wenn es spielerisch bleibt, habe ich kein Problem mit Laien...
Der Begriff Kinderchor ist dann allerdings etwas hoch gegriffen.
Sing- und Spiel- oder Musikkreis wäre wohl passender, und er würde
auch einen gewissen Erfolgsdruck nehmen.

Ein Auftritt im Rahmen eines Konzertes sollte musikalischen Mindestanforderungen genügen, sonst ist es nur ein Vorführen der Kinder. Ein Stück beim Gemeindefest singen/spielen ist natürlich etwas anderes.
Und das Musizieren in der Kinderkirche möchte ich nicht mehr missen!

Wer aber als ChorleiterIn mit dem Anspruch "Kinderchor" auf Gemeind- oder Bezirksebene zum Konzertleben beitragen möchte, sollte erst mal nach der eigenen Qualifikation fragen. Und andere Kinderchöre in Konzerten erleben! :wink:
Froh zu sein bedarf es wenig ...
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Beitragvon 17einhalb » 15.06.2005, 13:09

frinj hat geschrieben:Können/sollen wir die Musikschulen eigentlich ersetzen?
Sollten Laien Kinderchöre leiten?
Überwiegen Nutzen oder Schaden?

Wenn es spielerisch bleibt, habe ich kein Problem mit Laien...
Der Begriff Kinderchor ist dann allerdings etwas hoch gegriffen.
Sing- und Spiel- oder Musikkreis wäre wohl passender, und er würde
auch einen gewissen Erfolgsdruck nehmen.

Ein Auftritt im Rahmen eines Konzertes sollte musikalischen Mindestanforderungen genügen, sonst ist es nur ein Vorführen der Kinder. Ein Stück beim Gemeindefest singen/spielen ist natürlich etwas anderes.
Und das Musizieren in der Kinderkirche möchte ich nicht mehr missen!

Wer aber als ChorleiterIn mit dem Anspruch "Kinderchor" auf Gemeind- oder Bezirksebene zum Konzertleben beitragen möchte, sollte erst mal nach der eigenen Qualifikation fragen. Und andere Kinderchöre in Konzerten erleben! :wink:



frinj - irgendwie hast Du die Frage nicht richtig verstanden. Aber Deine Hinweise waren ja sehr hilfreich :roll:

Es wundert mich halt dann doch, warum wir von den verschiedensten Veranstaltern unserer Stadt immer wieder mit unserem kleinen Kinderchor (Musikkreis?)eingeladen werden.
Die Qualität scheint doch zu stimmen.Und ich muss sagen, dass sich unsere Kinder Intonationsmäßig gewaltig von vielen anderen Kinderchören abheben. (das soll jetzt bitte nicht überheblich klingen, aber Du zwingst mich zu solch konkreten Aussagen)

Und zu Deiner Beruhigung der Qualifikation wegen - ich habe einen Abschluss als staatl. anerk. Erzieherin und somit päd. Erfahrung. Aber ich bezweifle, dass das nun wirklich für diese Arbeit zwingend notwendig ist! (kenne auch andere sehr gute Kinderchorleiterinnen ohne irgendeine Qualifikation)

Welchen Schaden sollen die Kids eigentlich nehmen????????

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Beitragvon 17einhalb » 15.06.2005, 13:16

Liebe Anne !

Danke für Deine ausführlichen und hilfreichen Anregungen. Auch das Material, dass über den Link bezogen werden kann, wird mir sicher helfen.

Kannst Du mir vielleicht noch ein paar gute Buchvorschläge machen?

Ich finde es toll, wie Du an die Arbeit herangehst und dass auch das Einbeziehen des kleinen behinderten Mädchens so gut klappt.

Weiterhin wünsche ich Dir gute Besserung und viel Freude bei der Kinderarbeit :)

Deine 17einhalb
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