Bei Pfelgekindern Versiegelung sinnvoll?

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon Zwischenruf » 02.06.2005, 15:41

@Cemper:

Manchmal verstehe ich Sie auch nicht.
Macht die NAK dann einen exklusiven Verfügungsanspruch über den Hl. Geist geltend?

Jetzt bschäftigen Sie sich schon so lange und intensiv mit der NAK und stellen solche Fragen?

LG, Z.
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon Randnotiz » 02.06.2005, 15:49

@ Zwischenruf:
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Beitragvon orig.gabi » 02.06.2005, 15:51

@ Zwischenruf,

Cemper kennt die Antwort.Du kennst sie.Ich auch.
Aber scheinbar kommt sie etlichen neuapostolischen Christen, die sie auch bestens kennen, öffentlich einfach nicht über die Lippen.
Warum eigentlich nicht? Ist etwas "Anrüchiges" an einem klaren, offenen Glaubensbekenntnis?


Lieber Randnotiz,

dann differenziere doch einmal u.A. für mich obrige Frage im Lichte der Divergenz.
Von mir aus beim Chinesen... :mrgreen:
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der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Beitragvon Randnotiz » 02.06.2005, 15:54

Die Antwort wird dir spanisch vorkommen. :wink:
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Beitragvon Zwischenruf » 02.06.2005, 16:01

Mach' hinne! Wir sind gewappnet!

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Beitragvon mkoch » 02.06.2005, 16:20

Lieber Cemper,
du fragst folgendes:

Cemper hat geschrieben:Darf ich Sie einladen mir zu erklären, was der Unterschied zwischen Empfang des Sakramentes "Heilige Versiegelung" und dem "Empfang des Heiligen Geistes" ist?


Das erste ist eine instituationalisierte Handlung einer Kirche, das andere die individuelle Einsicht.

Also: Du wirst versiegelt - da geht der handelnde (also der Apostel) davon aus, dass er dir den Heiligen Geist spendet.

Dann wechseln wir die Perspektive auf den Gläubigen. Der geht davon aus, dass er den Geist z.B. durch einen Apostel gespendet bekommt, oder nimmt eine andere Möglichkeit wahr.

michael grüßt
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Beitragvon Uhu-Uli » 02.06.2005, 16:26

mkoch hat geschrieben:Also: Du wirst versiegelt - da geht der handelnde (also der Apostel) davon aus, dass er dir den Heiligen Geist spendet.

Dann wechseln wir die Perspektive auf den Gläubigen. Der geht davon aus, dass er den Geist z.B. durch einen Apostel gespendet bekommt, oder nimmt eine andere Möglichkeit wahr.

michael grüßt


hm .. michl ...

habe ich nicht in einem Ü-GD von Stammapostel Pfingsten 2004 gehört Gott sei der Handelnde; also der, der den Geist gibt ?

Uli
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Beitragvon Gaby » 03.06.2005, 08:30

Lieber Michael,

Du schreibst >>Kirchenzugehörigkeit ist nichts schlimmes und man kann sie später relatv unkompliziert aufgeben oder ruhen lassen.<<

gerade in Bezug auf die NAK, denke ich, ist das nicht ganz so einfach.
Zumindest wenn man mit der offiziellen Glaubenslehre
übereinstimmt.

Das es für manche nicht so einfach ist und war ihre Kirchenzugehörigkeit aufzugeben, gibt es hier im Forum wohl des öfteren zu lesen.

Nicht jeder geht mit Glaubensfragen so relaxed um, wie Du es anscheinend kannst.

Um nun auf 17einhalbs Ursprungsfrage zurückzukommen, ob neuapostolische Eltern ein Pflegekind bekommen sollen?

Also ich denke wenn sich die Pflegeeltern bewußt sind, welche Verantwortung sie damit auf sich nehmen,
warum nicht?
Aber gerade in Fragen der Religion denke ich, sollte man bei einem angenommenen Kind bedenken, das es eben nicht das eigene Kind ist und Sonderlehren außen vor lassen.
Einem Kind Gott nahe zu bringen, nichts dagegen einzuwenden.
Aber können neuapostolische Eltern damit umgehen, wenn das zu ihrer Familie gehörende Kind als Teenager z. Bsp. sich gegen die NAK entscheidet?
Denn es ist nun mal immer noch so, dass es dann "verloren" ist, zumindest nach neuapostolischer Lehre.
Und sagt mir nicht, das wäre heute nicht mehr so.
Bei denen, die ihren Glauben wirklich ernst nehmen ist es so.
17einhalb, wie würdest Du damit umgehen, wenn Dein Pflegesohn sich als Teenie weigern würde in den Gottesdienst zu gehen?
In einem anderen Forum konnte ich lesen, dass auch heute noch Druck auf die Jugendlichen ausgeübt wird
(natürlich nicht bei allen - ich pauschaliere nicht - aber es kommt auch heute noch vor)

Liebe Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon mkoch » 03.06.2005, 08:43

Hallo Uli,

Uhu-Uli hat geschrieben:hm .. michl ...
habe ich nicht in einem Ü-GD von Stammapostel Pfingsten 2004 gehört Gott sei der Handelnde; also der, der den Geist gibt ?


ich meine den Handelnden im Sakraments-Ritual, also den Akteur. - Aber um das präzisier zu formulieren:

Bei der Versiegelung geht der Akteur des Sakramentsrituals davon aus, dass Gott - quasi durch ihn handelnd - dem Clienten den Heiligen Geist verleiht.

Besser formulier? ;)
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Beitragvon Cemper » 03.06.2005, 08:53

mkoch hat geschrieben:Besser formulier? ;)


Nein. Der "quasi handelnde Gott" ist noch irgendwie - ich weiß auch nicht. Gott handelt nicht quasi. Obwohl - ein Teil der Schöpfung ist recht verquast ... Und Akteur, Ritual, Client - das klingt nach Versiegelungs-Soziologie. Außerdem fehlt das "t" in "formuliert" - so quasi.

:mrgreen: C
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Beitragvon Zwischenruf » 03.06.2005, 08:56

@Cemper:

Das ist wahrscheinlich der rheinische Relativismus: Zwei mal zwei, das ist - quasi - vier.

(Für Nachhilfe empfehle ich Konrad Beikircher :wink: )

LG, Z.
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Beitragvon mkoch » 03.06.2005, 09:01

Gaby hat geschrieben:Du schreibst >>Kirchenzugehörigkeit ist nichts schlimmes und man kann sie später relatv unkompliziert aufgeben oder ruhen lassen.<<

gerade in Bezug auf die NAK, denke ich, ist das nicht ganz so einfach. Zumindest wenn man mit der offiziellen Glaubenslehre übereinstimmt.

Das es für manche nicht so einfach ist und war ihre Kirchenzugehörigkeit aufzugeben, gibt es hier im Forum wohl des öfteren zu lesen.


Ich stimme dir insofern zu, dass ich es für prinzipiell schwer halte, sich von einer Gemeinschaft zu lösen, die eine hohe Gruppenkohäsion aufweist. Das ist bei der NAK oft der Fall in kleinen Gemeinden - in großen wird gerade oft dieser Gruppenzusammenhalt vermisst. Platt gesagt, ist es also schwieriger aus einer Landgemeinde auszutreten, als aus einer Stadtgemeinde. Die Schwierigkeit erhöht sich zudem, wenn familiäre Bindungen bestehen.

Das ist aber auch bei Sportvereinen so; wenn die halbe Familie im SC Kleckersbach ist, die Männer kicken, die Frauen waschen die Hemden, dann kommst du da auch nicht so einfach raus, wenn du keinen Bock mehr auf Fussball hast; ist ja auch normal, weil gerade kleine Gruppen extrem (psychisch) destabilisiert werden, wenn jemand "aussteigt". - Deshalb reagieren nicht nur NAK-Gemeinden darauf so aggressiv und wenden hier auch fiese "geistliche" Argumente ein.

Nun halte ich dieses soziologische Phänomen nicht für so abschreckend, dass ich es als Argument gegen eine Beteiligung an Gruppen (in diesem Fall einer Kirche) verwenden würde. - Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch von solchen Bindungen profitiert, ist IMHO deutlich höher.

Liebe Grüße
michael
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Beitragvon Zwischenruf » 03.06.2005, 09:08

@michl:

Das ist aber auch bei Sportvereinen so; wenn die halbe Familie im SC Kleckersbach ist, die Männer kicken, die Frauen waschen die Hemden, dann kommst du da auch nicht so einfach raus, wenn du keinen Bock mehr auf Fussball hast; ist ja auch normal, weil gerade kleine Gruppen extrem (psychisch) destabilisiert werden, wenn jemand "aussteigt".


Da hast du soziologisch völlig recht, nur: Demjenigen, der sich über den Gruppenzwang hinwegsetzt und aus dem SC Kleinkleckersbach austritt, wird nicht versucht einzureden, dass er damit seine Ewige Herrlichkeit verspielt. Das ist bei aller Vergleichbarkeit doch ein Unterschied!

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Beitragvon mkoch » 03.06.2005, 09:12

Cemper hat geschrieben:Nein. Der "quasi handelnde Gott" ist noch irgendwie - ich weiß auch nicht. Gott handelt nicht quasi.


Ich habe "quasi durch ihn handelnde Gott" deshalb so formuliert, weil ich im Moment nicht weiss, wass diesbezüglich offizielle neuapostolische Lehre ist (vielleicht weiss das Uli wieder genauer):

- Gott könnte DURCH den Apostel handeln
- Gott könnte NEBEN dem Apostel (also zeitgleich, praktisch auf Einladung) handeln

Aber diese Feinheit, weiss die NAK wahrscheinlich selbst nicht festzulegen.

Cemper hat geschrieben:Und Akteur, Ritual, Client - das klingt nach Versiegelungs-Soziologie.


Nicht schlecht, lieber Cemper, du hast es erfasst. :mrgreen:
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