Pflegekind

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon seewolf » 02.06.2005, 13:48

Liebe 17einhalb,

du schreibst u.a.:

Nur zur Beruhigung - unser Kleiner ist in Dauerpflege (bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit) bei uns und es ist sehr unwahrscheinlich, dass er wieder in seine Herkunftsfamilie zurückkehren kann.

Habt ihr schon einmal über ein Adoption "eures" Kindes nachgedacht?

Ich wünsche euch weiterhin viel Freude mit eurem Sonnenschein :lol:

Liebe Grüße
vom
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Beitragvon 17einhalb » 02.06.2005, 13:51

Lieber Ulrich!

Jetzt verstehe ich auch deine Wut und deinen Angriff gegen mich bzw. gegen Pflegeeltern.
Aber ich bitte dich, (so wie du es bestimmt auch in anderen Situationen tun würdest) nicht alle über einen Kamm zu scheren.
Es ist sicher eine schwierige Zeit gewesen, als ihr euren Sohn zu euch genommen habt, denn ein Beziehungsabbruch ist immer eine ganz problematische Sache.
Ja, ich gebe dir recht, dass man sich manchmal über die Motivation mancher Pflegeeltern Gedanken macht, aber man muss wirklich jeden Fall einzeln betrachten!
Mich machen manche Pflegeverhältnisse auch wütend und ich habe mit Sicherheit auch schon einige kennengelernt und mir da und dort auch schon diesbezüglich den Mund verbrannt.

Liebe Grüße 17einhalb
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Beitragvon Uhu-Uli » 02.06.2005, 16:18

17einhalb hat geschrieben:Liebe GKs!

Ich bin mir dessen bewusst, dass man bei diesen Thema gern von einem ins andere kommt, aber meine Frage lautete eigentlich:

Sollte ein Kind einer nicht- oder andersgläubigen Herkunftsfamilie in eine andersgläubige (hier neuapostolisch) Pflegefamilie gegeben werden?
Das Pflegekind wird ja automatisch in diesem Glauben erzogen!

....
In Liebe 17einhalb


Liebe 17,5 :-)

Um deine Frage zu beantworten und in Bezug auf die NAK zu setzen, müßte man sich erstmal bewußt machen, was in deinen Augen die Lehre der NAK von anderen christlichen Lehren unterscheidet.

Besteht der Unterschied in den christlichen Werten also dem Lebenswandel oder in Hinblick auf die Jenseitsvorstellungen und Erwartungen?

Was hier schon anklang, war der Gedanke "allein als NAKI eine Chance zu haben an der ersten Aufstehung /Hochzeit des Lames teilzuhaben.

Wenn du jedoch den Aspekt Nak versus Islam oder ähnliches meinst, was würdest du wünschen bzw. vom Jugendamt erwarten, wenn du aus einer familiären Krisensituation heraus, Dein Kind in eine Pflegefamilie geben müßtest?

Alles Liebe
Uli

PS: erinnern wir uns nochmal an Pfingsten 2003
http://www.nak.org/news/20030611-43-d.html

"Damit ist nicht die Braut gemeint, sondern die Märtyrer. Sie haben sich nach der Heimholung der Braut während der Zeit der grossen Trübsal auf Erden zu Christus bekannt und wurden deshalb getötet.

Konsequenz:

An der ersten Auferstehung nehmen die Braut und zusätzlich auch die Märtyrer teil. Gemeinsam machen sie die Schar der Priester Gottes und Christi aus, die mit Christus im tausendjährigen Friedensreich regieren. Allen gilt: "Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung."

Die Auferstehung der beiden Gruppen geschieht jedoch nicht gleichzeitig. In der Zeit zwischen der Heimholung der Braut und der Auferstehung der Märtyrer findet im Himmel die Hochzeit des Lammes und parallel dazu auf Erden die große Trübsal statt.

Das Kommen Christi zur Heimholung der Braut ist und bleibt unser Glaubensziel!""
Uhu-Uli
 

Beitragvon 17einhalb » 02.06.2005, 16:49

[quote="seewolf


Habt ihr schon einmal über ein Adoption "eures" Kindes nachgedacht?

Ich wünsche euch weiterhin viel Freude mit eurem Sonnenschein :lol:

Liebe Grüße
vom
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Lieber Seewolf!

Das ist glaube ich die uns am häufigsten gestellte Frage!

Es ist aber in den meisten Fällen so, dass die Herkunftseltern ihre Kinder nicht "freigeben".

Eine solche Bemerkung gegenüber der leibl. Mutter würde das Verhältnis zwischen ihr und uns erheblich beeinträchtigen. Auch wenn man es oft nicht nachvollziehen kann, warum die leibl. Eltern ihr Kind nicht loslassen (wo sie sich überhauupt nicht um irgendwelche Kontakte bemühen, oder offensichtlich das Kind sogar ablehnen), muss man dies wohl akzeptieren und auch versuchen zu verstehen.

In unseren Fall haben wir einen sporatischen Kontakt zur Mutter - sie nahm aber an der Taufe und der darauffolgenden Feier teil. Uns ist es wichtig, dass sie immer ein Teil unseres Pflegekindes bleibt, auch wenn er seine leibl. Mutter im Moment nur als eine Bekannte akzeptiert.

Die Frage einer Adoption wird sich wohl erst stellen, wenn er selbst den Wunsch danach hat - und dafür ist er im Moment noch etwas zu klein.

Wir merken nur, dass es irgendwann einmal für ihn zur Debatte stehen wird, denn er akzeptiert schon jetzt nicht mehr, dass er einen anderen Nachnamen hat, als wir restlichen vier. - Er hängt sowohl an seinen und an unseren Nachnamen den anderen mit dran!

ER HAT UNS UMGETAUFT! :wink:

Ganz liebe Grüße 17einhalb
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Wo ist mein Thema hin?

Beitragvon 17einhalb » 02.06.2005, 17:07

Liebe GKs!

Ist es eigentlich normal, dass plötzlich das Thema gesplittet wird?

Liebe Grüße 17einhalb
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Re: Wo ist mein Thema hin?

Beitragvon 17einhalb » 02.06.2005, 19:18

Ulrich hat geschrieben:
Liebe 17einhalb - noch was Du schreibst, jetzt verstehst du das ich auf dich und Pflegeeltern wütend wäre. NEIN, NEIN 1. ich kenne dich gar nicht, warum sollte ich dann 2. finde ich Pflegeeltern die einem Kind ein Zuhause bieten - super!

Ich habe geschrieben das ich auf den Thread und MICH gerade wütend bin - das ist schon ein kleiner Unterschied!

Abendliche Grüße
Ulrich


Lieber Ulrich!

Nun, du fragtest vor kurzen, was wohl unsere Motivation für die Aufnahme eines Pflegekindes sei. Dabei führtest du Geld, Ehre oder neues Mitglied in NAK an. (so oder so ähnlich)

Ich denke, jede Pflegemutter hätte sich bei deiner Formulierung angegriffen gefühlt. Ich habe ja schon erwähnt, dass mir diese Fragen nicht fremd sind, aber es kommt doch irgendwie auch darauf an, wie man diese verpackt!

In Liebe 17einhalb
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