Erziehung - Was sagt die Bibel ?

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Erziehung - Was sagt die Bibel ?

Beitragvon Uhu-Uli » 30.05.2005, 20:57

Wenn dein Kind dich morgen fragt, war das Motto des Kirchentages in Hannover -

Bild

Ich möchte mal andersherum fragen: Wenn Eltern fragen, Gottesknecht wie soll ich mein Kind erziehen ?

Natürlich hoffe ich darauf, Antworten zu bekommen wie:
Liebe geben, das Gute fördern, Vorbild sein, Werte vermitteln, verständnisvolle Gespräche führen, ...

...aber gleich am Anfang erschlägt Kain seinen Bruder Abel, Jakob bringt Esau um den Erstgeburtssegen, und (unvergessenes Bild aus einer Kinderbibel) Abraham ist bereit seinen Sohn zu töten ...

Ferner finde ich Sätze wie:
Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn, / wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht. (Spr 13,24)

Beug ihm den Kopf in Kindestagen; schlag ihn aufs Gesäß, solange er klein ist, sonst wird er störrisch und widerspenstig und du hast Kummer mit ihm. (Sir 30,12)

Bild

Handelt Maria im Bild von Max Ernst also nur gemäss der Pädagogik im AT oder welche Bibelstellen stehen Gewalt entgegegen?

Meine Frage, welche Bibelgeschichten und -stellen könnten Eltern im Erziehungsalltag HEUTE Orientierung geben?

Alles Liebe
Uli
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Beitragvon Ad_Astra » 30.05.2005, 21:13

Ist doch alles ganz einfach:
Man spricht mit den Kindern; und tauscht sich mit ihnen einfach nur aus.

Wo ist das Problem?
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Beitragvon egil » 30.05.2005, 21:17

in diesem kontext: da bin ich doch fast hintüber gefallen, als in einem gespräch kürzlich eine glaubensschwester von "elternabenden" in der kirche sprach, an denen sie so gern teilnähme. hab zuerst gedacht, sie würde sich in der institution irren, bis ich erfuhr, dass es neuerdings sog. "erziehungsabende" gibt, in denen eltern und andere interessierte lernen, wie man na-kinder heranzieht bzw. sich darüber austauschen (diese zweite möglichkeit entspringt weniger meinem wissen als vielmehr meinem wunsch).

weiß jemand etwas über diese abende? was passiert da? wer und worüber redet da? mit welchem hintergrund, mit welcher bildung?

diese fragen konnte ich der schwester nicht mehr stellen - das "so weit kommt es noch, dass ich mir von der kirche erklären lasse, wie ich meine kinder erziehen soll" kam wohl ein quentchen zu wehement ...

also?

egil

ps: uhu-uli: sehr :!: :!: interessante frage. werde mal nachschauen, ob ich dazu was finde ...
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon Sesemi » 30.05.2005, 21:18

Auf google.de gibt es einige Informationen:

http://www.google.de/search?client=fire ... ogle-Suche

GvdT

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Beitragvon egil » 30.05.2005, 21:24

aha! vielen dank für den link, sesemi.

find ich interessant, dass das thema "suchtgefahren" vor "familien- und gebetsleben" dran war ... :lol:

schade nur, dass hier keine ergebnisse veröffentlich werden. aber immerhin scheint das ganze sehr kommunikativ angelegt zu sein.

naja, man lernt halt nie aus ... :D

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Beitragvon Ad_Astra » 30.05.2005, 21:34

Ich denke mal, dass die Suchtgefahr ein typisch neuapostolisches Problem ist und sich auch in diesem Zusammenhang ganz generell darzustellen versucht!
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über den Kirchturm hinaus schauen ...

Beitragvon Uhu-Uli » 30.05.2005, 21:38

Hallo Ad Astra

es gibt kein Problem ... ausser dem Erziehungsalltag, der oft nicht so harmonisch ist wie unsere Erziehungstheorie ...

Meine Frage ist eine Frage, die sich innerhalb eines Themengottesdienstes stellen wird und ich war gespannt, wie ihr den Bogen zwischen Texten, die für uns nach "schwarzer Pädagogik" klingen und den Werten, die wir heute mit Christentum vernetzen schlagt ...

D.h. z.B. - ich weiß nicht ob im Judentum Schläge ein probates Mittel zur Erziehung war (oder die Bibelstellen im Urtext ganz anders klingen) , oder ob es Stellen in der Bibel gibt, die Eltern zum Vermitteln tragender Werte ermutigt ...

Schönen Abend
Uli
Zuletzt geändert von Uhu-Uli am 30.05.2005, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon egil » 30.05.2005, 21:39

suchtgefahr? bezogen worauf? nachfolge-schnüffler? kleine-herde-junkies? :twisted:

kann mich noch daran erinnern, dass vor ... naja ... 10 (?) jahren im rahmen eines gemeindeabends auf die unverträglichkeit von gotteskindschaft und drogenkonsum (auch "weicher" drogen) hingewiesen wurde. das gab aber ein hallo!

aber wir weichen vom thema ab - entschuldigung, uli.

warst du in hannover? ich habe überall begeistert über das kinderangebot reden und schreiben hören und sehen ...

es grüßt und wünscht eine angenehme nacht

egil
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Beitragvon Ad_Astra » 30.05.2005, 21:48

Ein bißchen Frieden:

Wie eine Blume am Winterbeginn
Und so wie ein Feuer im eisigen Wind
Wie eine Puppe die keiner mehr mag
Fühl’ ich mich an manchem Tag

Dann seh’ ich die Wolken, die über uns sind
Und höre die Schreie der Vögel im Wind
Ich sing’ aus Angst vor dem Dunkeln mein Lied
Und hoffe daß nichts geschieht

Ein bißchen Frieden, ein bißchen Sonne
Für diese Erde auf der wir wohnen
Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freude
Ein bißchen Wärme, das wünsch’ ich mir

Ein bißchen Frieden, ein bißchen Träumen
Und daß die Menschen nicht so oft weinen
Ein bißchen Frieden, ein bißchen Liebe
Daß ich die Hoffnung nie mehr verlier’

Ich weiß, meine Lieder, die ändern nicht viel
Ich bin nur ein Mädchen, das sagt was es fühlt
Allein bin ich hilflos, ein Vogel im Wind
Der spürt daß der Sturm beginnt

Ein bißchen Frieden, ein bißchen Sonne
Für diese Erde auf der wir wohnen
Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freude
Ein bißchen Wärme, das wünsch’ ich mir

Ein bißchen Frieden, ein bißchen Träumen
Und daß die Menschen nicht so oft weinen
Ein bißchen Frieden, ein bißchen Liebe
Daß ich die Hoffnung nie mehr verlier’

Sing mit mir ein kleines Lied
(Ein bißchen Frieden, ein bißchen Sonne)
(Für diese Erde auf der wir wohnen)
Daß die Welt in Frieden lebt
(Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freude)
(Ein bißchen Wärme, das wünsch’ ich mir)

Singt mit mir ein kleines Lied
(Ein bißchen Frieden, ein bißchen Träumen)
(Und daß die Menschen nicht so oft weinen)
Daß die Welt in Frieden lebt
(Ein bißchen Frieden, ein bißchen Liebe)
(Daß ich die Hoffnung nie mehr verlier’)
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Beitragvon Ad_Astra » 30.05.2005, 22:15

egil hat geschrieben:suchtgefahr? bezogen worauf? nachfolge-schnüffler? kleine-herde-junkies? :twisted:

kann mich noch daran erinnern, dass vor ... naja ... 10 (?) jahren im rahmen eines gemeindeabends auf die unverträglichkeit von gotteskindschaft und drogenkonsum (auch "weicher" drogen) hingewiesen wurde. das gab aber ein hallo!

aber wir weichen vom thema ab - entschuldigung, uli.

warst du in hannover? ich habe überall begeistert über das kinderangebot reden und schreiben hören und sehen ...

es grüßt und wünscht eine angenehme nacht

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Ich denke mal, dass die NAK eine Organisation ist, die von einem wahrhaftigem Denken immer noch weit entfernt ist.

Ob Kinder eventuell auch einmal einen ganz "süßen Klapps" vertragen würden, vermag ich nicht zu beantworten, Ulrike!
Zuletzt geändert von Ad_Astra am 31.05.2005, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon a cappella » 30.05.2005, 23:59

Liebe Uli,

Du stellst da wirklich eine interessante Frage.

Ungeachtet der Frage, was die Bibel im einzelnen ist oder sein kann, ist sie doch in jedem Fall "Weltliteratur".
Und als solche deckt sie ein breites Spektrum menschlichen Lebens ab.

Da gibt es viel "Unschönes", viel geradezu "Hässliches", aber eben auch viel Schönes.

Wie im richtigen Leben.

Und im richtigen Leben wird man kleine Kinder nach Möglichkeit zunächst nicht mit dem Hässlichen oder Unschönen konfrontieren, sondern mit dem, was ein Urvertrauen schafft.

Und dieses kann man durch eine geeignete Auswahl von "Geschichten" aus der Bibel durchaus auch schaffen bzw. fördern.

Aber ich denke, das war Dir sowieso alles klar. ;-)

Liebe Grüße
a cappella
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Beitragvon Ad_Astra » 31.05.2005, 00:27

Es ist Rüdiger Nehberg, der die Gewaltbeitschaft eines Wahrhaftigkeitsglaubens zur alleinorientierten Glaubensdoktrin erhoben hatte?
Es ist auch dieser Herr Nehberg, der sich ganz erheblich für Menschen einsetzt, die eben nicht aus einem systemischen Fanatismuss in diese Welt geboren wurden?
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Beitragvon Gaby » 31.05.2005, 09:24

Kinder in der Bibel

>>Eine neue Gemeinsamkeit zwischen den Generationen kann nur aus einem neuen gegenseitigen Vertrauen heraus wachsen. Nicht die Pose der Stärke, sondern das Eingeständnis eigener Schwäche führt zueinander.<<

http://66.102.9.104/search?q=cache:oPmE ... =firefox-a

Christliche Erziehung muß nicht gleichzeitig schwarze Pädagogik sein.
Ich habe versucht meinen Kindern christliche Werte nahezubringen und das absolut ohne Gewalt.


Liebe Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon egil » 31.05.2005, 09:40

liebe gaby, sehr interessanter link! vielen dank! :)
egil
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