Entschl.gottesdienste / Kinder

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon a cappella » 08.03.2005, 09:05

Nachtrag:
In Zukunft werde ich versuchen, Ironie deutlicher kenntlich zu machen!
a cappella
 

Beitragvon a cappella » 08.03.2005, 12:50

Lieber shalom,

ich stimme mit Ihnen in Ihrem Schmerz ob der von Ihnen sicher nicht unrechtmäßig abgeleiteten Aussagen überein.

Ich hatte bei einem Ihrer früheren Beiträge wohl missverstanden, dass Sie ReligionslehrerInnen als unsaubere Geister ansehen. Das wollte ich so nicht stehenlassen.

Zum Thema möchte ich aus dem Gedächtnis einen Liedtext von Wecker (oder so) zitieren:

"Immer noch werden Hexen verbrannt auf den Scheitern der Ideologien!"

Trotzdem bin ich eher der Gemäßigte, der zu so harten Formulierungen ungern greift.
Gewissermaßen ein Warmduscher! :wink:

Liebe Grüße
a cappella
a cappella
 

Beitragvon a cappella » 08.03.2005, 17:42

Lieber Shalom,

nur kurz:

Vielen Dank für Ihre bisherigen Beiträge.

Die eine oder andere Antwort meinerseits wird noch folgen. Ich warte aber damit, bis Sie "fertig sind" mit Ihren Entgegnungen, damit wir nicht konfus werden. :wink:

Liebe Grüße
a cappella
a cappella
 

Beitragvon a cappella » 09.03.2005, 20:44

Lieber shalom,

noch einmal Danke für Ihre Beiträge. :)

Im Moment ist es mir leider nicht möglich zu antworten, da ich "weg bin".

Anfang/Mitte nächster Woche kommen meine Reaktionen.
Bis dahin eine gute Zeit. Ich werde Sie vermissen. :wink:

a cappella
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Beitragvon tergram » 09.03.2005, 21:11

Werter shalom,

ich verfolge Ihre Beiträge empört, amüsiert, auch gefolgt von tiefer Nachdenklichkeit - auf jeden Fall bewundernd ob der Wortgewalt.

Dass Ihre Familie sich private Heim(be)suchungen verbeten hat, ist sehr bedauerlich. Ich wäre doch zu gern mal als unsichtbarer Zuhörer dabei und stelle mir das als fast himmlisches Vergnügen vor. :lol:

Die NAK-AT ihrer Gemeinde sind nun wirklich nicht zu beneiden - mit einem scharfen Geist gepaart mit scharfer Zunge setzt man sich nur schwerlich auseinander. Ich vermute allerdings, dass man Sie und ihre "Waffen" mit absoluter Ehrlichkeit, Offenheit und kompromissloser Konsequenz "schlagen" kann... :?:

Ich werde mich auch weiter über ihre Beiträge (je nach Tagesform) amüsieren oder aufregen, sie aber immer wieder für mich als Denkanstoß nutzen.

Wollt ich nur mal gesagt haben...
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Beitragvon a cappella » 15.03.2005, 14:26

Lieber shalom,

hier wie versprochen einige Anmerkungen, die meinen Standpunkt verdeutlichen sollen.
Es ist dies wie sicher bereits bemerkt keine Streitschrift gegen Ihre Schriften, sondern eine andere Deutung unbestreitbarer Sachverhalte.

Zum Thema „Kritik“ möchte ich sagen, dass sie natürlich nicht schlecht ist.
Ich komme weiter, wenn ich kritisiert werde.
Ich lerne aus Kritik.
Ich messe mich an Kritik, kann den Ist-Zustand erkennen, kann ihn mit einem (gewünschten) Soll-Zustand vergleichen und mich entsprechend verhalten.
Wir lernen Vieles, in unserer Gesellschaft fast alles durch Kritik.
Wer Kritik verhindern möchte, leistet der Sache letztlich einen Bärendienst.

Aber wer darf welche Kritik wie wann wem gegenüber anbringen?
Wer? Eigentlich jede/r.
Welche? Eigentlich jede.
Wie? Es ist ausgesprochen hilfreich, wenn man Formen wahrt.
Wann? Man spricht manchmal vom „Zauber des Augenblicks“.
Wem gegenüber? Ich will mal so sagen – es ist gut, wenn man sich das genau überlegt.

Was “unsaubere Geister“ anbelangt:
Manchmal entgleist das biblische Deutsch bzw. entwickelt ein Eigenleben. Dann wird manches so ausgedrückt, dass es nach Pech, Schwefel und Pestilenz klingt. Ich messe dem relativ wenig Bedeutung zu.

Ich lese hier immer wieder vom Wort Gottes.
Das klingt so, als ob es sich dabei um eine klar zu definierende, klar umrissene Masse handelt, ein konkretes Gut, messbar, erkennbar, wiedererkennbar.

Ich höre im GD aufmerksam zu.
Und ich höre kritisch zu.
Ich kann dabei natürlich meine Erfahrungen, meine Erlebnisse, meine Erkenntnisse nicht ausblenden.
Und doch habe ich immer wieder das Gefühl, dass Gott mich mit seinem Finger berührt. Mal mehr, mal weniger. Aber eben immer wieder.
Und das bewegt mich, das gibt mir neue Energie, das hilft mir.
Ob ich das als Gottes Wort bezeichnen kann, weiß ich gar nicht. Aber vielleicht ist „Gottes Wort“ einfach die Umschreibung für eine Summe von Dingen, von denen einige in der beschriebenen Weise berühren, so dass ich Gottes Nähe spüre.
Und die Frage, woran es liegt, wenn ich´s nicht spüre, ist schwierig zu beantworten. Es ist zumindest nicht auszuschließen, dass es auch, oder vielleicht in erster Linie, an mir liegt.

Vor diesem Hintergrund werden Sie auch schon ahnen, was ich von der reinen Glaubenslehre halte. Eine Utopie wie der Kommunismus oder die Demokratie. Das enthebt natürlich nicht der Verantwortung, dieselbe (die Glaubenslehre) möglichst rein zu halten. Aber über die hierzu geeigneten Mittel könnte man lange diskutieren.

Wir haben als Menschen unsere Grenzen. Oft sehr enge Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen müssen wir versuchen, ALLES zu geben. Doch selbst wenn uns das immer gelingen würde, wären wir immer noch unvollkommen und würden unseren Nächsten nie zufriedenstellen.

Was die Entfernung zum Evangelium anbelangt, kann ich Ihnen zustimmen. Auch hier muss man aber festhalten, dass das Hauptproblem eher die mangelnde Bereitschaft der Kirche ist, die systemimmanente Divergenz beim Namen zu nennen.

Die Gebete unseres Protestanten sind übrigens – da muss ich Ihnen leider widersprechen – keine Realität in dem Sinn, dass Gott genau das gesagt hat, was der Protestant schreibt. Wenn das für Sie so was wie Realität ist, ist die Predigt eines ATs letztlich dann auch Gottes Wort, selbst wenn sie (die Predigt) mir weniger gefällt.

Was das Richten anbelangt, möchte ich meine ganz persönliche und natürlich unmaßgebliche Meinung noch einmal äußern.
Wenn ich einem Menschen im Vieraugengespräch sage, was mich an ihm stört, ist das gut. Dass ich hierbei bestimmte Regeln einhalten sollte, ist schon mehrfach zum Ausdruck gekommen.
Wenn ich ganz allgemein sage, dass die Menschen schlecht seien, ist das ein mehr oder weniger zutreffender, aber wenig hilfreicher Gemeinplatz. Außerdem könnte der Eindruck entstehen, dass ich mich selbst durchaus anders betrachte, denn warum sollte ich sonst eine Selbstverständlichkeit betonen?

Nehmen wir an, jemand sagt am Altar:
„Liebe Geschwister, ich mache doch auch Fehler!“
Vielleicht sagt er das, weil er gemerkt hat, dass Anwesende unsinnigerweise einer anderen Ansicht sind.
Vielleicht sagt er das aber auch, weil er es für erwähnenswert hält. In diesem Fall hat er etwas Wesentliches nicht verstanden.
Empfunden wird dann eventuell: „Aha, der hält sich für so perfekt, dass er sogar betonen muss, dass er Fehler hat.“
Sie sehen, das Leben und insbesondere die menschliche Interaktion ist voller Tretminen.

Was zur Lehre gehört, was die NaKi verbindlich als exklusiv Gottes Wort geglaubt haben will, das sollte sie schon klar definieren können, sofern sie es seriös meint.


Da gebe ich Ihnen Recht. Und ich wünsche mir, dass die Kirche sich diesbezüglich weiterentwickelt. Aber damit ist auch meine Bereitschaft verbunden, der Kirche Entwicklungsmöglichkeiten zuzugestehen.


Ich gebe zu, mit Kindern und Entschlafenengottesdiensten hat das nicht mehr viel zu tun. Aber - "nun ist es geschehn, ...". Ich bitte alle Leser um Nachsicht.

Und Sie - shalom - bitte ich um Nachsicht, dass ich die Dinge immer ganz anders interpretiere, obwohl ich sie wahrscheinlich ähnlich wahrnehme und vielleicht sogar oft ähnlich empfinde.
Jeder hat so seine Art, mit "den Dingen" umzugehen.

Liebe Grüße - besonders Ihnen
a cappella
a cappella
 

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