NAK verblödet und macht stumpfsinnig

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon agape » 25.10.2004, 08:35

Verzeihung.

Platon hatte schon das Problem mit der Ontologie.
Wäre es doch lieber das Problem der Ornitologie gewesen :D . Da wüßten dann alle gut Bescheid, die bunten Vögel.
Ich weiß nach wie vor, dass ich NICHTS WEIß.
ICH WEIß NICHTS!

Dennoch gibt es eine überdimensionierte Sehnsucht, die nicht nur von dieser Welt ist - weiß ich.glaub ich. denke ich.
*stöhn*


Genau Parusieverzug wegen zu langer KaffeePause
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
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Beitragvon Anne » 25.10.2004, 08:49

Einen schönen guten Morgen !

Lacht doch mal ! :D

Was sagte eine Freundin: "Gott hat uns das Gesicht gegeben; lachen müssen wir selbst."

Trotzdem ... :wink:

Anne
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon Cemper » 25.10.2004, 08:50

@ Agape

Zum Problem Ontologie und Ornithologie verweise ich nur noch auf eine ornithologisch-theologische Dimension bei Matthäus (6,26): „Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ Das sollte auch Randnotiz bedenken. Dieser leichte Montagsspott - was ist denn los? Ich will nicht mit Spöttern auf einem Sofa sitzen! - Und jetzt bin ich endlich wach und arbeite.


@ Anne - manchmal gibt's nichts zu Lachen. Da nutzt auch das Gesicht nichts.

C.
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Beitragvon Randnotiz » 25.10.2004, 08:57

Für Anne (inspieriert von Cemper) - einen Ringelnatz. :wink:

Wenn ich zwei Vöglein wär,
Und auch vier Flügel hätt,
Flög die eine Hälfte zu dir.
Und die andere, die ging auch zu Bett,
Aber hier zu Haus bei mir.

Wenn ich einen Flügel hätt
Und gar kein Vöglein wär,
Verkaufte ich ihn dir
Und kaufte mir dafür ein Klavier.

Wenn ich kein Flügel wär
(Linker Flügel beim Militär)
Und auch keinen Vogel hätt,
Flög ich zu dir.
Da 's aber nicht kann sein,
Bleib ich im eignen Bett
Allein zu zwein.


Bitte nicht falsch verstehen - ist nur wegen der Ornithologie!!
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Beitragvon Anne » 25.10.2004, 09:48

Versteh´ ich nicht falsch.

Und selbst das nicht, wenn´s einer sagen würde:

*Flügelumdichleg* :)

Hat schonmal eine gesagt, sag´ ich auch manchmal, denn

Berühren ist alles.

Anne :)
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Beitragvon syrinx » 25.10.2004, 12:23

@randnotiz: super! das gedicht:-) schon fast morgengesternt...

@cemper: sie meinen die "spährenharmonie".

das hab ich schon gehört... viele oktaven, quarten und quinten und einige davon davon mit einem riesentremulant ;-))) interessanterweise fehlt die terz im planetengetriebe...ein "zerstörter" planet?
da gibts dann leute, die mit "planetenschalen" etwas geschäft machen, habe da schon große diskussionen geführt ;-)


wußten sie schon, daß im infraschallbereich sie theoretisch z.b. eigentlich das meer rauschen hören könnten? diese subkontra64´frequenzen tragen seehr weit. unser ohr noch etwas empfindlicher uns sie würden das wärmerauschen der materie hören!
aber bei 6 sec. nachhall klingt reger bestimmt ähnlich ;-)))))
improvisieren sie doch.


grundsätzlich kann man alle "verhältnisse" in musik umsetzen, auch den dom zu chartres. das klingt auch immer "irgendwie". aber glauben sie mir-aus bachs musik ein haus gebaut, das sähe bestimmt etwas wie hundertwasser aus ;-)
und meine geigenglissandi sehen im spektrogramm absolut kristallin wie arvo pärt aus, klingen aber wie katzenjammer.

ich muß jetzt mal randnotiz nacheifern-der kaffe, bzw. ein wunderbarer espresso wartet darauf (frisch vom röster) zelebriert zu werden....
viel spaß beim üben! (auch kleine stücke machen mist)
lg syrinx
Jede Seele ist ihrem Wesen und Vermögen nach göttlich ...
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Beitragvon Randnotiz » 25.10.2004, 12:32

syrinx hat geschrieben:viel spaß beim üben! (auch kleine stücke machen mist)
lg syrinx



... wohingegen kleine Miststücke... (aber das will ich jetzt lieber nicht vertiefen...)... :wink:
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Beitragvon Tchibumba_ » 26.10.2004, 18:17

da der leere raum keinen schall trägt, gibts - fürcht ich - keine weltallmusik. aber angesichts der tatsache, daß musik zu machen auf der erde scheinbar so gut wie universell verbreitet ist und in einer der grundlegenden formen als rhytmus gespielt wird (was ich als student der ethnologie, kultur- und sozialanthropologie bemerkenswert und interessant finde), könnte man doch vielleicht meinen, daß - wenn es denn etwas göttliches gäbe - sich aus diesen permanenten rhytmen, in denen wir leben, doch möglicherweise ein spirituelle dimension herauskitzeln liesse, hm? ich finde auch bücher sehr musikalisch (thomas bernhard z.b.) - und ich höre gerne meinen eigenen pulsschlag vor dem einschlafen,

grüsse aus dem nebelreisser-wien,

tchibumba_
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Beitragvon Cemper » 26.10.2004, 18:42

@ TCHIBUMBA

Ja, Tchibumba - Bernhards "Untergeher". Da vergeht einem die Lust an der Musik. Zu den anderen Fragen gibt's schöne Studien von Ansermet (ich hab den Namen jetzt evtl. nicht richtig im Kopf). Es geht jedenfalls um Musik und Bewusstsein. Auf Ihre Atheismusgeschichten komme ich noch. Ich habe den Voprtrag inzwischen gelesen. Ich habe ein Problem mit den Prämissen und der Frage, wie man damit umgehen soll, dass die Menschen eben nicht so sind (und denken), wie es im Vortrag postuliert wird. Mehr später.

C.
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Beitragvon Uli » 27.10.2004, 07:34

@Cemper und Tchibumba:

Sie haben vermutlich recht, Cemper, dass die meisten Menschen (heute) nicht so sind. Wenn die christliche Pädagogik in ihrer fragwürdigen Tradition weiterhin prägend wirkt... Deshalb ist es sehr begrüßenswert, dass solche Vorträge gehalten werden, mehr und mehr...

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Harmonikale Grundlagen

Beitragvon Dietmar » 27.10.2004, 08:56

@ syrinx,
@ Cemper,


entschuldigt, dass ich nur die Zeit zum Querlesen im Forum habe - eine Menge interessanter Themen gibt es zu diskutieren...

Mittlerweile ist der Diskussionsfaden vollkommen off-topic, und ich werde jetzt auch mein Scherflein dazu beitragen...

Der Glaube an eine sogenannte Weltenharmonie ist aus der Antike überliefert: Aus den verschiedensten Planetenkonstellationen und Proportionen lassen sich auch mathematische Proportionen wieder finden, die wir bei der Berechnung musikalischer Intervalle vorliegen haben. Es existiere damit eine Sphärenharmonie, die wir je nach antiker Theorie a) nicht mehr wahrnehmen, weil wir sie tagtäglich, Sekunde für Sekunde, hören - b) weil wir sie nicht hören können, da ihr Frequenzbereich außerhalb des auditiv wahrnehmbaren Bereiches liegt. Vor allem Kepler hat sich mit dieser Theorie auseinander gesetzt, in neuerer Zeit Hans Kayser (http://www.isnet-ev.de/privat/wbenz/kayser2.htm), der auch dem "Hans-Kayser-Institut für harmonikale Grundlagenforschung" in Wien seinen Namen gab.

Solch ein Herausfinden übergeordneter mathematischer Gesetzmäßigkeiten wird im Rahmen einer metaphysischen Sichtweise der Welt als Beleg für die Göttlichkeit in jeder Materie.

Natürlich hat jede Theorie ihre Haken, so auch diese. Vielleicht dazu später mehr, wenn Interesse am Thema besteht und mein Zeitbudget es zulässt.
Dietmar
 

Beitragvon coolness » 27.10.2004, 09:32

um auf das eingangsthema einzugehen:

@martina

liebe martina, deine kritik ist sehr wortgewaltig, für mich aber leider nicht ganz nachvollziehbar. Wodurch verblödet man und wodurch soll man stumpfsinnig werden.

kannst du mir dazu einige gedanken sagen? mh?

was die angebliche oder tatsächliche unfähigkeit einiger AT´s angeht muss ich sagen: ich wundere mich manchmal auch, wer sich musikbeauftragter, chordirigent, orchesterdirigent und so weiter nennt.

aber... ich denke mir, bei allen fehlern, die menschen machen, muss man auch das positive sehen, weil jeder etwas positives erbringen kann. Außerdem schadet konstruktive kritik ja nicht. schon mal versucht
:?:
mit christlichem Gruß

in liebe und wertschätzung
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Beitragvon Cemper » 27.10.2004, 10:13

Uli hat geschrieben:@Cemper und Tchibumba:

Sie haben vermutlich recht, Cemper, dass die meisten Menschen (heute) nicht so sind. Wenn die christliche Pädagogik in ihrer fragwürdigen Tradition weiterhin prägend wirkt... Deshalb ist es sehr begrüßenswert, dass solche Vorträge gehalten werden, mehr und mehr...

Uli


Lieber ULI,

wie ist denn die christliche Pädagogik? So, wie Sie es andeuten? In der gestrigen Post waren zufällig kleinere Sonderkataloge der WBG (eine Institution für wissenschaftliche Literatur - finden Sie im Internet). In einem Katalog wird mit großem Nachlass ein zweibändiges "Lexikon der Religionspädgogik" angeboten. Ich kenne dieses Werk - und finde dort nichts "Schwarzes".

Und zum Vortrag über denn Sinn atheistischer Denkweisen: Solche Vorträge können gut sein. Dieser Vortrag hat auch seine Vorzüge. Wie auch immer - man kann theistische Positionen nicht ohne Auseinandersetzung mit atheistischen Positionen vertreten. Ebenso umgekehrt. Also ist beides notwendig und sinnvoll. Aber die letzten und tiefsten Überzeugungen ...? Vor einigen Wochen habe ich vom Nachmittagskaffee um 16.30 Uhr bis nachts halb zwei mit zwei atheistischen Historikern gesprochen. Worüber? Über Gott. Der eine hat seine Positionen in mehreren Büchern "ausgebreitet". Am anderen Tag sagte er mir auf einem Spaziergang, dass er kürzlich im Ausland in einer großen kath. Kirche die Messe besucht habe. Beim "Et incarnatus est ..." seien ihm die Tränen gekommen. Das ist alles nicht so einfach ...

Glauben Sie mir bitte nicht. Sonst wird's zu kompliziert.

C.
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Beitragvon Uli » 27.10.2004, 11:06

@C:

Ihr schönes Lexion ist sicher nicht die einzig kompetente Literatur - und auch nicht ihre Lesart, um eine kritische Sicht auf die Tradition christlicher Erziehungsmethodik und Ideologie zu unternehmen. Wer selbst Christ ist und ein theistisches Weltbild vertritt, wird einen entsprechenden Abstand dazu nicht ohne gewisse Anstrengungen gewinnen können - auch da haben sie Recht, es ist alles nicht so einfach.

Auch ich habe mich viel mit sakraler Musik beschäftigt und bleibe nicht emotionslos, wenn ich bestimmte Stücke höre.

Sind "christlich motivierte" Tränen die "wertvollsten"?...

Uli
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