Jugendarbeit 2. Teil

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Jugendarbeit 2. Teil

Beitragvon Knut_Knutsen » 11.08.2004, 09:46

Lieber Liebesgruß,<br><br>das Thema ist deshalb soooooo lange geworden, weil genau das, was du geschrieben hast, verschiedenst gesehen wird. Mancheiner glaubt deinen Zeilen, andere sehen darin Gängelei, Bindung an eine veraltete Kirche, Verdummung u.s.w.<br><br>Leider läßt sich über das Thema nicht wirklich diskutieren, weil es immer wieder durch persönliche Erlebnisse -deren Wert und Wahrheit ich in keinster Weise anzweifeln möchte- zerredet wird. Aus diesen Erlebnissen wird dann pauschalisiert und alles, aber auch wirklich alles, ins negative gezogen.<br><br>Ich hatte den zweiten Teil gestartet, in der Hoffung, es würde anders werden, wurde aber leider von den Mitdiskutanten enttäuscht.<br><br>Dabei liegt mir als Jugendbetreuer einiges daran, wie ich die Jugendarbeit verbessern kann.<br><br>Lieben Gruß<br>KNUT<br><br><br>P.S.: Vielleicht wird es ja doch noch was...
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Beitragvon Liebesgruß » 11.08.2004, 09:55

Hallo Knut,<br>was ist daran Gängelei, wenn man die Jugend ein Thema selbst erarbeiten lässt? Ihre Meinung in jedem Fall stehen lässt und nicht versucht, Gruppenarbeiten in irgendeine Richtung zu bewegen? Wenn Jugend miteinander diskutiert über ihre verschiedensten Ansichten zu einem Thema und im Prinzip nur als eine Art Moderator auftritt? Jedem, der das nicht glaubt, dem kann ich nur sagen: Komm, und siehe.<br><br>Liebesgruß
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Beitragvon Knut_Knutsen » 11.08.2004, 11:27

Erklär das nicht mir.... ;)!
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Beitragvon Kaplan » 11.08.2004, 11:46

@ Liebesgruß:<br><br>Wenn man deine Beiträge so liest, könnte man meinen, du kommst aus Niedersachsen...<br><br>vermutet<br>KAPLAN ;) ;)
Menschenfreund, nach deinem Bilde ...
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Beitragvon Liebesgruß » 12.08.2004, 09:50

Moin Kaplan,<br>nein, aus dem Leberland.<br><br>Liebesgruß :)
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Beitragvon agape » 08.09.2004, 13:07

Ich hätte mal eine Frage:

Wer kann erklären, warum immer mehr Kinder und Jugendliche von biblischen Grundlagen kaum noch eine Ahnung haben?

Dass das so nicht ganz und auch nicht durchgängig stimmt, ist mir klar.

- Größere Kinder wissen nicht, wie der Stammapostel heißt,

Religionskinder lernen im Religionsunterricht zum zigsten Male, die Ämterhierarchie der NAK (seit der Vorsonntagsschule, spätestens seit der Sonntagsschule)

- Jugendliche kennen aus der Bibel fast nur Jesus, mehr nicht

Das sind wenige Beispiele, die auf das erzieherische Versagen der Eltern und der Lehrkräfte hindeuten.
Woran liegt das denn genau?

Zum Glück hatte ich noch einen engagierten kirchlichen Religionslehrer, der sich nicht um das Thema "Vergleichende Weltreligionen" drückte.

Diese kleinen Beispiele zeigen, wie wichtig die rel. Bildung in der Kirche ist. Eigentlich müsste es so etwas wie "Glaube und Erkenntnis" immer wieder im Angebot geben. Die GDe können und sollen das Defizit sicher gar nicht aufgreifen.

Was meint ihr?
Ist das zu negativ betrachtet?
Gibt es per se kein theol. Interesse in den Gemeinden?
Wie sieht der elterliche Erziehungsauftrag aus.
Muss man nur darauf setzen?

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Beitragvon Liebesgruß » 08.09.2004, 13:38

Hallo agape,
vielleicht ändert sich ja demnächst etwas, wenn die Gesprächsabende zu verschiedenen Themen in den Gemeinden anlaufen. Hier kann über einzelen Themen diskutiert werden. Ich bin sehr gespannt darauf. Die Frage ist nur: fallen da Geschwister ab dem "Mittelalter" nicht vom Glauben ab, wenn auf einmal über den Glauben diskutiert wird? Das kenen die doch gar nicht. Ich sehe schon die vor Empörung roten Gesichter. Aber für andere, aufgeschlossene, ist das eine Chance, sich und ihre Meinung in das Gemeindeleben einzubringen. Und für die NAK eine Chance, zu erleben, wie die Basis denkt.

Liebesgruß
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Beitragvon Gaby » 08.09.2004, 13:43

Liebe agape,

also ich denke die Bibel kennen meine Kids auch kaum, einfach weil es sie nicht interessiert, sie sich nicht angesprochen fühlen und ich sie auch nie gezwungen hätte in ihr zu lesen.

Sie kennen einige biblische Geschichten, die kindgerecht in Kinderbüchern verarbeitet wurden
und die sie gerne lasen.

(als Kind und Jugendliche war mein Interesse an der Bibel ehrlich gesagt auch eher gering)

Ich denke, dass ich ihnen die Unterschiede der verschiedenen Religionen erklären konnte (der Ethikunterricht in der Schule tat ein übriges -
dieser Unterricht war bei meinen Kindern wirklich interessant gestaltet - das nur, weil ich in einem anderen Forum nur negatives darüber gelesen habe).

Beim Konfirmandenunterricht wurde viel wert auf das Miteinander gelegt, weniger auf das Bibellesen.
Dann war das Thema wichtig warum es den evangelischen Glauben überhaupt gibt - also Luther.

Hier bei uns wird auch wert auf Ökumene gelegt, es werden ab und an Gottesdienste zusammen mit der katholischen Kirche gefeiert.

Ich habe versucht, meine Kinder wirklich frei ihren Weg finden zu lassen, so wie ich meinen Weg auch ganz frei wählen konnte.

Für mich ist wie gesagt nicht wichtig, dass man sich einer Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlt, sondern das Wissen (das Gefühl) zu haben Gott ist bei mir.

Und ich glaube dies konnte ich meinen Kindern vermitteln.

Liebe Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon Anne » 08.09.2004, 13:57

Liebe agape,

Inhalte des Religionsunterrichts kann shalom besser wieder geben, als ich.

Bei uns hat sich die Gefahr der Einseitigkeit heute spontan dadurch erledigt, dass unser Sohnemann von sich aus vom Werte / Normen - Unterricht ( in den man ihn auf Grund seiner Kirchenzugehörigkeit gesetzt hatte ) in den Ev. Religionsunterricht gewechselt ist.

Die Grundschullehrerin hat es vermocht, den Kindern so viel echte Begeisterung z.B. für Martin Luther zu vermitteln, dass er auf dieses Wissen nicht mehr verzichten möchte.

So fängt Ökumene an ... :wink:

Natürlich ist das auch eine Frage der persönlichen Begeisterung, des persönlichen Interesses. Und der Eltern ... :roll: 8)

Liebe Grüße von

Anne :oops:
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon agape » 08.09.2004, 14:11

:lol:
Da hab ich ja wohl ins Schwarze getroffen!

Du schämst Dich aber nicht wirklich - oder ? *griemel*


Ökumene ja.
Grundkenntnisse für Kinder und Jugendliche aus der Bibel auch "Ja" ;)

agape

PS:
Viel Spaß für´s Söhnchen. :)
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Beitragvon sepia » 08.09.2004, 14:24

Das kenne ich aus dem Umfeld noch "bunter":

Ein Kind besucht den katholischen, eins den evangelischen Religionsunterricht in der Schule und den NAK-Religionsunterricht besuchen beide natürlich auch noch.

Was die Kinder da alles lernen...
Und die Eltern erst einmal...
Wie sich Glaubensgespräche dann verändern...

"Bunt" scheint doch anregender zu sein, als "Schwarz-Weiß".

:D Sepia.
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Beitragvon autor » 09.09.2004, 07:32

Ich habe keine Ahnung,

wie man den von agape beschriebenen Konflikt auflösen kann. Natürlich liegt die Verantwortung für die Erziehung bei den Eltern. Gewiss ist so nicht immer eine für die Zwecke des idealen Zusammenlebens aller Menschen beste Erziehung gewährleistet. Allerdings geht auch das "Einpflegen" von Wissen (insb. Neuapostolisch-Sonntagsschulischer Rechtfertigungsgeschichten), wie auch das Vermitteln biblischen Grundwissens ohne die Eltern mit ins Boot zu holen und mit verantwortlich zu machen am Erziehungsziel vorbei. Wie soll erzogen werden, wenn der elterliche Erziehungsanspruch in Frage gestellt wird? Wer maßt sich an es besser zu wissen? Werden dann Eltern in ihrem Erziehungsanspruch von einem Gemeinwesen bevormundet welches ohne sie auch nicht existierte?

Doch noch eine Ahnung:
Wenn agape Erziehungsdefizite ausmacht, dann darum weil es die Eltern und mit ihnen die Gemeinschaft nicht anders will. Das wird man akzeptieren müssen. Aus- bzw. Aufbrechen kann man meiner Meinung nach nur, wenn man die begeistert, die die Erziehungsverantwortung tragen.


Grüße,

a.
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Beitragvon agape » 09.09.2004, 07:46

Danke Autor.
Wie lebt es sich im Elfenbeinturm ;) ?
Im Grunde doch sicher ausgezeichnet. ;)

"...Aufbrechen kann man meiner Meinung nach nur, wenn man die begeistert, die die Erziehungsverantwortung tragen. "

Das ist es mit Sicherheit.

Liebe Grüße,
agape
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Beitragvon autor » 09.09.2004, 07:51

Schlechte Aussichten von hier oben!

Wenn es das wäre, hieße es ja für diejenigen die erkennen das es besser möglich wäre: Angebote machen, werben, integrieren ... ne Menge Arbeit ...
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