Jugendarbeit 2. Teil

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Jugendarbeit 2. Teil

Beitragvon Knut_Knutsen » 03.08.2004, 17:12

Nachdem sich der andere Thread inhaltlich nun garnicht mehr dem ürsprünglichen Thema widmet, komme ich nun zur Jugendarbeit zurück.<br><br>(Kleine Zusammenfassung aus dem vorherigen)<br>Wir haben festgestellt, daß einiges sich schon verbessert hat in den letzten Jahren. Wobei doch regionale Unterschiede zu verzeichnen sind. Auch gibt es Jugendliche, die sich von der momentanen Art und Weise der Jugendbetreuung angesprochen fühlen, andere lehnen sie ab.<br><br>Nun meine Fragen,<br>Was kann man (noch) besser machen?<br>Wo sind deutliche Fehler und Schwächen?<br>Was ist gut und darauf soll aufgebaut werden?<br><br>Erfahrung/ Anregungen/ Gedankenaustausch<br><br>Liebe Grüße<br>KNUT
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Beitragvon Knut_Knutsen » 04.08.2004, 05:08

Hat denn schon jemand das offizielle PG-Jugend-Konzept?<br>Ende September sind die Jugendbetreuer unseres Bereiches zu einem Treffen mit dem AP in die Verwaltung eingeladen, wo es uns dann vorgestellt wird. <br><br>Wäre ja schön, wenn man sich darauf schon etwas vorbereiten könnte...<br><br>Gruß<br>KNUT
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Beitragvon Uli » 04.08.2004, 05:23

@Knut:<br><br>Ich finde das sehr bezeichnend, dass es hier Leute gibt, die offenbar in der Lage sind, einfach zur Tagesordnung überzugehen, ...wie christlich!<br><br>...na, dann hoffen wir mal, dass sich hier nicht wieder plötzlich eine ungezogene Rotznase einmischt, uns mit rot gefärbten Haaren und schwarz lackierten Fingernägeln provoziert, nicht ungefragt "hey" in die Runde ruft und uns ungehörig den Spiegel vorhält, denn das wäre ja nicht auzuhalten und überhaupt nicht zu dulden ...in einem solch ehrenwerten Forum...<br><br>Uli
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Beitragvon Uli » 04.08.2004, 05:54

@armin:<br><br>Lieber Armin,<br><br>Toleranz sollte mit Intelligenz - vor allem auch emotionaler Intelligenz gepaart sein. Ich für meinen Teil, versuche eine Situation nicht nur nach dem ersten und äusseren Anschein zu beurteilen - und nicht jeder Mensch kann auf gleiche Lebenserfahrung zurückgreifen. Veilleicht liegt es daran, dass hier wirklich die wenigsten nennenswerte Berührungspunkte mit Jugendlichen haben - ausserhalb der NAK.<br><br>Doch bleiben wir in der NAK: Ich habe die Entwicklung von Kindern mitverfolgt, Kindern von Amtsträgern, sonntäglich in der Gemeinde erlebt, z.B. eine nettes Mädchen, immer lächelnd und freundlich. Heute hängt sie häufig auf der Straße herum, raucht und kifft, betrinkt sich des öfteren, hat noch keine Ausbildung abgeschlossen - weil sie mit der Tatsache nicht zurecht kommt, dass die vermeintlich heile Welt ihrer Eltern nur eine Scheinwelt ist, geprägt vom neuapostolischen Glauben, vom Eingebundensein in die Kirchengemeinde; eine Jugendliche die sehr bedauernswert ist ...und ihre Eltern sind überfordert und mit sich selbst und ihren eigenen Problemen zu sehr beschäftigt, um der Jugendlichen den rechten Halt und eine glaubwürdige Perspektive geben zu können; ...und überfordert sind auch die Amtsbrüder in der Gemeinde.<br><br>Wenn ich nur an dieses Mädchen denke - und an ihren Bruder, der nicht nur einmal den Abend bei seiner Freundin zuhause verbrachte (bei meiner Tochter), anstatt in die Jugendabende zugehen, sich nicht traute, zuhause offen zu sagen, dass er nicht in die Kirche gehen will (um seine Eltern nicht zu verletzen) - und dann sehe, wie hier auf Jugendliche reagiert wird, die nicht dem neuapostolischen Ideal entsprechen, ja dann wird mir wirklich schon wieder übel. Die erste Tugend, der sich die Christen rühmen, die zunächst bedingungslose Annahme des Nächsten, wird offenbar gerade in elitären Christengemeinden am wenigsten praktiziert - der elitäre Status steht einer solchen Nächstenliebe wohl diametral entgegen, was die Entwicklung der gestrigen Diskussion ganz klar gezeigt hat - oder etwa nicht?<br><br>Martina hatte etwas zu sagen, was ihr wichtig war. Ihre Sprache war den meisten Erwachsenen hier fremd (was die Entfernung[!] und Entfremdung[!] zu der Jugend kennzeichnet), abschreckend und verwerflich - alleine diese Tatsache hat schon ausgereicht, sie nicht zuerst einmal anzunehmen, ihr zuzuhören ...und dann vernünftig und einfühlsam auf sie einzugehen, hier in diesem Forum christlicher Glaubenskultur; Martina hat uns hier den Spiegel vorgehalten! Sie hat die Toleranz der meisten hier überfordert, vor allem auch jener Erwachsenen, die sich der Arbeit mit Jugendlichen verschrieben haben...<br><br>Grüße<br>Uli
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Beitragvon old_armin » 04.08.2004, 06:12

@Lieber Uli,<br>an diesem deinem posting, dem ich weitgehend zustimmen kann, verstehe ich nur eines nicht:<br><br>
@armin:<br><br>Lieber Armin,
<br><br>Denn: Hab ich irgendwo/-wann etwas gepostet, was dieser deiner Sichtweise in wesentlichen Punkten widerspricht?<br><br>Liebe Grüße von armin :)
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Beitragvon Knut_Knutsen » 04.08.2004, 06:17

@ Uli,<br><br>leider finde ich es bezeichnend, wie Sie hier reagieren. Gleich wieder mit Anfeindungen und dem moralisch erhobenen Zeigefinger wollen Sie mir das Christsein absprechen, ist das die Lehre von Jesus?<br>Dabei habe ich dieses neue Forum eröffnet, weil es mir wirklich um die Jugendarbeit geht, was in dem letzten Forum leider nicht mehr der Fall war/ dort eher persönliche Auseinandersetzungen zwischen zwei bestimmten Personen.<br><br>Lieber Uli, kurz zu Martina: Ich habe ihr einige Fragen gestellt, auf die sie nicht reagiert hat. Erklären Sie es mir, wie soll ich daraus meine Arbeit als Jugendbetreuer verbessern, wenn sie mir nicht antwortet?<br><br>Hat das etwas mit Übergehen zur Tagesordnung zu tun?<br><br>Tut mir leid, ich verstehe sie nicht!<br><br>Gruß<br>KNUT
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Beitragvon Anne » 04.08.2004, 06:19

Oh Uli ! <br><br>Darf ich mal ehrlich sein: Deine Argumentation hier ist ( für mich ) nicht auszuhalten. <br>Wie du weißt, sind wir uns darin eins, dass es auf eine menschliche / menschenfreundliche Begegnung unter Menschen ankommt und dass vor aller "Geistigkeit" die Liebe stehen muss. <br><br>Aber deinem eigenen Anspruch, Situationen ( und Menschen ? ) nicht nach dem ersten äusseren Anschein zu beurteilen, wirst du selbst hier nicht gerecht, denn du ziehst deine altbekannten Schubladen meinem Anschein nach in Sekundenbruchteilen. <br><br>Du scheinst selbst nicht erfassen zu wollen / zu können, dass es heutzutage Jugendbetreuer gibt, die mitten in das Leben der Jugendlichen gehen und auch vor heftigen Situationen nicht zurück schrecken - nein, lieber schreibst du wieder etwas von elitär und überhaupt ... :rolleyes:. <br><br>Damit gehst auch du wieder zur Tagesordnung über - zu deiner Tagesordnung. <br><br>Ich weiß übrigens, dass Auseinandersetzungen mit dir zu dieser Thematik viel Zeit benötigen und deshalb halte ich mich da für gewöhnlich tunlichst raus. <br>Ich suche mir einen anderen Rahmen für Diskussionen und unterhalte ich mich darin auch sehr gerne mit dir. <br><br>Aber meinen Unmut musste und wollte ich jetzt einfach mal äußern und da ich weiß, dass dich das nicht sonderlich kratzt, bekommst du ihn mal zum zweiten Frühstück seviert. <br><br>Vielleicht versuchst du mal, neuapostolischen Christen mit der gleichen Offenheit zu begegnen, die du hier immer forderst. <br><br>Herzliche Grüße ! <br><br>Anne
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon Uli » 04.08.2004, 06:27

@Klaus:<br><br>Lieber Klaus,<br><br>auch an dich gerne noch ein paar Worte:<br><br>Du hast meine Kritik offenbar doch noch nicht im Grundsatz verstanden. Niemand kann mir heute mehr einreden, dass ich mir ein Feindbild gezimmert habe, meine Kritik hat einen ernsthaften und realen Hintergrund und eine adäquate Zielrichtung. Dass ich mich hier in der Diskussion auf bestimmte Ebenen einlasse, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass mein persönlicher Standpunkt weit weg davon ist, und keine Missverständnisse begründen.<br><br>Nicht umsonst weise ich hier immer wieder auf den absoluten Charakter des exklusiv-elitären Verständnisses des neuapostolischen Glaubens hin - und auf die Folgen der repressiven Erziehung in der NAK. Bei aller Diskussion um neue Konzepte zur Jugendarbeit in der NAK, verliere ich den kritischen Blick auf den Anspruch und die Motivation hinter der Jugenarbeit nicht aus meinem Blickfeld. Und genau in diesem Punkte kann ich Martinas Einwurf durchaus nachvollziehen und unterstützen, ganz gleich erstmal, in welcher Sprache der Einwurf vorgetragen ist.<br><br>Das der NAK zugrundeliegende Weltbild wird schon lange von den meisten Jugendlichen belächelt, die, bis auf wenige Ausnahmen vielleicht, im Grunde nur deshalb noch Jugendveranstaltungen besuchen, weil sie den Konflikt mit dem neuapostolischen Umfeld - in erster Linie mit der Familie - scheuen, und noch nicht ganz sicher sind, ob der ganze endzeitliche Ablauf der ihnen gelernt wurde, der heilsnotwendige Anspruch ihrer Kirche, nicht vielleicht doch irgendwo berechtigt ist, letzteres ist ein Indiz für einen unterschwelligen Angstglauben der durch die religiöse Erziehung installiert wurde.<br><br>Je weniger über den Glauben geredet wird und nachgedacht werden muss, und damit das neuapostolische - von der Jugend belächelte Weltbild der NAK - in den Hintergrund rückt, desto eher lassen sich die Jugendlichen auf vorgegebene Veranstaltungen ein, eben aus den o.g. Gründen.<br><br>Dann gibt es aber auch Jugendliche, die auf Grund der Umstände den Konflikt mit ihrem Elternhaus nicht (mehr) scheuen, die begriffen haben, dass sie ihr Leben nicht zur Probe leben können, dass jeder Tag, jede Stunde ihres Lebens unwiederbringlich vorübergeht, und deshalb lieber den Konflikt in Kauf nehmen, aber ihre Freizeit dafür selbst bestimmen, nicht aus Rücksichtnahme in Jugendabende der NAK laufen, wenn sie in Wirklichkeit ganz andere Interessen haben.<br><br>Das kirchliche Angebot ist für die meisten Jugendlichen uninteressant geworden - und dort, wo versucht wird dem Rechnung zu tragen, wo Alternativen angeboten werden, leidet die Qualität an der fehlenden Qualifikation der Jugendbetreuer, ganz abgesehen von dem konservativen äusseren Rahmen, von der künstlich erzeugten bzw. herbeigeredeten "Harmonie im christlichen Einsein"...<br><br>Grüße<br>Uli
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Beitragvon Klaus » 04.08.2004, 06:30

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Beitragvon Klaus » 04.08.2004, 06:31

Sorry Uli,<br><br>deinen letzten Einwurf hatte ich noch nicht gelesen ...<br><br>Grüßle,
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Beitragvon Knut_Knutsen » 04.08.2004, 06:37

<br>Das der NAK zugrundeliegende Weltbild wird schon lange von den meisten Jugendlichen belächelt, die, bis auf wenige Ausnahmen vielleicht, im Grunde nur deshalb noch Jugendveranstaltungen besuchen, weil sie den Konflikt mit dem neuapostolischen Umfeld - in erster Linie mit der Familie - scheuen, und noch nicht ganz sicher sind, ob der ganze endzeitliche Ablauf der ihnen gelernt wurde, der heilsnotwendige Anspruch ihrer Kirche, nicht vielleicht doch irgendwo berechtigt ist, letzteres ist ein Indiz für einen unterschwelligen Angstglauben der durch die religiöse Erziehung installiert wurde.<br><br><br>Das kirchliche Angebot ist für die meisten Jugendlichen uninteressant geworden - und dort, wo versucht wird dem Rechnung zu tragen, wo Alternativen angeboten werden, leidet die Qualität an der fehlenden Qualifikation der Jugendbetreuer, ganz abgesehen von dem konservativen äusseren Rahmen, von der künstlich erzeugten bzw. herbeigeredeten "Harmonie im christlichen Einsein"...<br>- von uli -<br>
<br><br>Du stellst das als Faktum hin!!! Versteh bitte, daß es auch anders sein kann.<br><br>Bedenke, nicht alle aktiven NAK´ler sind doof und naiv, auch wenn du das unterschwellig immer wieder so hinstellst.<br><br>Gruß<br>KNUT
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Beitragvon Klaus » 04.08.2004, 06:42

Lieber Uli,<br><br>ich stimme deinen Ausführungen in allen Punkten uneingeschränkt zu. Ich habe Martina selbst geschrieben, dass auch ich ihre Kritik für berechtigt halte, allerdings die Form, in der sie versucht ihre Kritik an den Mann/Frau zu bringen, für verfehlt halte, weil ihr ein hässlicher Unterron unterliegt. Deshalb auch meine extrem überzeichnete Reaktion, die ich bewusst so kalkuliert hatte. Dass sie nichts begriffen hat, auch nicht nach meinen sofort darauf folgenden Beiträgen, zeigen ihre nachfolgenden Beleidigungen und weiteren Verbaltirranden. Ich frage dich allen Ernstes, willst du so ein Benehmen wirklich in Schutz nehmen?<br><br>Grüßle,
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Beitragvon Uli » 04.08.2004, 06:46

Liebe Anne,<br><br>doch das kratzt mich, sonst würde ich hier nicht mehr schreiben...<br><br>Meine radikale Kritik an den Grundlagen des neuapostolischen Glaubens, an dem infantilen Weltbild, an dem pädagogischen Anspruch, wird zwar nicht immer völlig vom Tisch gefegt, aber meist dann doch mit dem zweiten Handschlag wieder verworfen, weil man den Fokus lieber auf das Gebäude über dem maroden Fundament richtet, man hat sich darinnen so bequem eingerichtet, die Tradition eben, das Zugehörigkeitsgefühl - man geht hier zur Tagesordnung über und meint, jetzt ist über eine grundlegende Erneuerung des Fundamentes nicht mehr nachzudenken. Ich kann mich zwar in Diskussionen bedingt auf diese Tagesordnung einlassen, werde aber niemals akzeptieren, dass die Schieflage des Fundamentes vergessen gemacht werden will - dort sind die wesentlichen Ursachen für die zahlreichen Risse in den Mauern des Gebäudes und damit für die Zugluft in den Räumen...<br><br>Natürlich bedarf es der Jugendarbeit in der NAK, schliesslich hat man ja Kinder in dieser Gemeinschaft herangezogen, erzogen und in einem Glauben gelehrt, der diese Kinder nicht als Jugendliche und auch nicht als Erwachsene aus der NAK entlassen will und kann, wenn sich die Lehre nicht selbst ad absurdum führen will. Doch genau dieser Anspruch, der hinter der Jugendarbeit steht, gilt es zu be-denken - alles andere ist, wie so vieles in der NAK, reine Fasadenputzerei(!) ...und die netten und bemühten Jugendbetreuer geben sich für diese Putze her und spielen damit den eigentlich Verantwortlichen in den oberen Etagen der Kirchenleitung, die sich beharrlich vor der Erneuerung des Fundamentes drückt, willkommen in die Hände...<br><br>Der allgemeine Aufschrei hier ist mithin für mich nachvollziehbar, schliesslich zerschlage ich hier vermeintlich mühsam im Aufbau befindliches Kunstwerk. Doch nicht ich bin es, der das Gelingen bedroht - nochmal: ihr baut auf einem maroden Fundament und wollt das nicht wahrhaben, weil die Konsequenzen zu radikal sind...<br><br>Grüße<br>Uli
Uli
 

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Beitragvon sonnja » 04.08.2004, 06:47

Lieber Uli, liebe Anne. lieber Knut Knutsen und alle anderen!<br><br>Ich denke, es ist falsch, Ulis vielleicht etwas unbequeme Gedanken zur Seite schieben zu wollen.<br><br>Denn dann wird das passieren, was von den engagierten Jugendbetreuern die Du, Anne beschreibst und von denen ich mal glauben will, dass es sie gibt, sicher nicht gewünscht wird:<br><br>Es wird keine positiven Veränderungen geben, sondern ein Ausruhen auf dem, was vermeintlich erreicht ist.<br><br>Ich, als Nicht-mehr Jugendliche sehe das momentane Angebot immer noch als Angebot an die, die von selber kommen (dürfen). Die, die keine Spezial-Probleme mitbringen. Die, die die Gruppe nicht stören. Die, die in den Altersrahmen fallen und dem Familienstand "ledig" und "nicht mit Partner zusammenlebend" entsprechen.<br><br>Aber wo bleibt der Rest?<br><br>Was ist mit Martina, die (wenn ich das richtig verstanden habe) über politische und soziale Fragen diskutieren würde und kompetente, ausgebildete Ansprechpartner sucht?<br><br>Was ist mit den Jugendlichen, die gerne kommen würden, aber aufgrund der geographischen Lage ihres Wohnortes keine Möglichkeit haben, die Angebote der "NAK-Jugend" zu besuchen?<br><br>Was ist mit den Gemeinschaftsuchenden unter 14 und über 30?<br><br>Wo bleiben die Schüchternen? Die, die nicht erzogen sind, Eigeninitiative zu ergreifen? (Auch hier kann ich DIr, Uli nur zustimmen, dass das ein hausgemachtes NAK-Problem ist.)<br><br>Wo bleiben die, die nicht in die Kirche kommen?<br><br>Wo bleibt die Berührung mit dem Leben, dem wirklichen Leben?<br><br>Wo bleibt die Auseinandersetzung mit den Andersdenkenden?<br><br>Ich könnte hier noch stundenlang aufzählen, aber auch meiner Zeit sind Grenzen gesetzt.<br><br>Ich finde dieses Thema aber ungeheuer wichtig. Nicht nur für meine Kinder, sondern auch für mich. <br>Ich kann nicht mit den wunderbaren Erinnerungen dienen, die Merlot beschrieb. <br>Ich erinnere mich nur ungern an meine Zeit in der NAK-Jugend. Und vermisse die Gemeinschaft noch immer.<br>Und wenn ich mich mit Jugendlichen unterhalte, höre ich immer noch die gleichen DInge, die mir das aktive Leben in der NAK-Jugend vermiest haben.<br>Und, hier geht es um die gleichen Bezirke von denen Kaplan oder Knut Knutsen schreiben.<br><br>Wie kann das sein?<br><br>Liebe Grüße,<br>Sonja
So wie Dein Gott ist, so bist auch Du!
(Prof.Dr. Joachim Track, 30. evangelischer Kirchentag in Hannover)
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