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Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

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Beitragvon HAJBOHN2 » 28.07.2004, 13:53

Ich zitiere:<br><br>....Didaktisch fällt auf, dass vor allem die Mitarbeit der Jugendlichen gefragt ist. Die Jugendstunden haben mehr den Charakter eines Workshops. Auf das Gespräch, den Dialog, wird gesteigerten Wert gelegt." <br><br>Mir fällt auf, daß es schon eine halsbrecherische Leistung ist, auf eine solche Formulierung zu kommen. <br><br>Im übrigen ist es geradezu revolutionär, dass im Jahre 2004 bereits Worte wie "workshop" (was andere seit 5 Jahren schon gar nicht mehr hören können)und "Dialog" quasi als Richtlinie bzw. "Anweisung" an die Jugendleiter zum Zwecke der Umsetzung gerichtet werden. Obwohl ich nun schon 51 Jahre alt bin, kann ich mich gut an meine Jugendstunden erinnern und frage mich, ob man denn zwischenzeitlich weitgehend ohne Dialog bzw. Gespräch und Diskussionen auskam?<br><br>Naja, nur eine bescheidenen Randbemerkung zur Projektgruppe mit der laufenden Nummer 4683/6/2004(1998), wobei 1998 das Jahr der Beauftragung angibt und 6 die Laufzeit des Projekts.<br><br>Liebe Grüsse<br><br>Paule
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Beitragvon Holytux » 28.07.2004, 18:40

Liebe Leser! :) <br> <br>Bereits die personelle Zusammensetzung der PG läßt einen tiefen Einblick in die derzeitige, durch reine Fixierung auf amtskörperliche Strukturen geprägte, Arbeitsweise innerhalb der Kirche zu. <br>Vermutlich gibt es keine kompetenten Brüder und SCHWESTERN, die für eine solche Aufgabe geeignet wären. Und, es gibt wahrscheinlich auch keine JUNGEN Leute, die hier mitarbeiten könnten. (Ich meine konkret JUGENDLICHE!) Nein, alles spielt sich wie gehabt, innerhalb der bekannten Strukturen ab, teilweise mit Mitgliedern kurz vor der Rente. Und bereits die ganze Art der Themenwahl und Konzeption läßt an eine Fortsetzung von Sonntagsschule und Konfirmandenunterricht denken. Nein, es geht NICHT darum, mündige, selbstbewußte Christen zu fördern, sondern eine Weiterführung unserer eschatologischen Lebensplanung zu perfektionieren. <br>Ich bin beim Lesen des Beitrags auf der ganzen Linie enttäuscht und entsetzt. Ob sich meine Hoffnung, das wenigstens Ap. Seepers einiges retten kann, erfüllt, bleibt abzuwarten. <br> <br>Wenn es der Kirche nicht gelingt, ihre Eschatologie in einen vernünftigen Kontext zur GOTTGEGEBENEN menschlichen Existenz zu setzen, wenn sie nicht damit aufhört, bereits Kindern und Jugendlichen ein (VÖLLIG WIDERNATÜRLICHES!!!) Jenseits-Sehnen vermitteln zu müssen, wenn sie nicht lernt, die Hoffnung vor allem auf das HEUTE zu setzen (ohne dass dabei die endgültige christlich-österliche Erlösungshoffnung vergessen werden sollte), wird sie als Endzeit-Sekte in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, da hilft auch kein Wachstum in der dritten Welt. <br> <br>Ein "workshop" sollte nicht auf eine Gleichschaltung der Meinungen hinauslaufen, nein, wir brauchen Meinungsvielfalt, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit. <br>Was wir am meisten brauchen, sind Jugenbetreuerinnen und -betreuer, die sich bilden, die lesen, die Gesprächskultur beherrschen, die psychologische Ausbidung erhalten, die denken wie die Jugend denkt, die im Leben stehen, die GERNE leben, die LEBENBEJAHEND sind, die sich Gedanken darüber machen, wie man den ALTEN Glauben heute NEU sagen muss! <br> <br>Was unsere Kirche garantiert NICHT benötigt, sind weitere Seminare zur Vorbereitung auf den Tag der Wiederkunft Christi. <br> <br>Es grüßt Holytux, etwas missgestimmt...:(
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Beitragvon Schnoogele » 28.07.2004, 18:46

Jugendliche wollen nicht geführt werden, die wollen selber was machen, aber nur wenn man sie uneingeschränkt lässt.<br>Bei uns wurden diese vorhandenen Impulse immer verworfen, da die Ideen die aus der Jugend hervorkamen erst anderen vorgelgt werden mussten und von denen meistens negiert wurden. Bis eines Tages keiner mehr Lust hatte sich zu engagieren.
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Beitragvon James » 29.07.2004, 19:07

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Beitragvon Martina » 29.07.2004, 20:22

ich finde in der Jugend bei uns in der NAK ist nicht viel los.<br>Was wird denn schon groß geboten? net viel - jugendsingstunde und jugendabend sind das langweiligste was ich überhaupt kenne. Und hey diese jugendausflüge sind doch echt pille!<br><br>Ich denk die Alten strengen sich ja schon an und finde ich ja gut das es irgendwo noch Leutz gibt die nach der jugend fragen und so. ABERRRRR die Alten sind eben die Alten auch wenn der 28jährige Jugendleiter (höhöhöh) meint er könne noch bei der Jugend mitreden weil er ja noch nicht ganz so alt ist(höhöhöh!!!)<br>Aber was weiß der denn schon. Der kennt doch nur die NAK und meint das wäre ja sowieso das wichtigste im Leben. Dabei spielt sich das leben ganz wo anders ab! <br>Ne ne die ganzen organisatoren in der NAK die meinen sie müßten was für die Jugend von oben herrab auf die beine stellen und wir müssen uns dann drüber freuen. Wenn nicht sind sie ja sooo enttäuscht von der jugend. ne da ha bich dann doch ken bock drauf.<br>Die glotzen doch schon blöd wenn ich meine haare rot färbe und mir die nägel schwarz lackiere. Da gucken sie mich alle schon ganz von der seite an. Die machen ihr Ding und ich mach mein Ding. So einfach ist die Welt.<br>Find ich schon mal oberpeinlich wenn sich die in der jugend so einmischen und meinen ohne sie geht in der jugend nichts.<br>In wahrheit ist es aber so - wir brauchen die gar nicht!!!!<br>Es kenne wirklich viele leute und die sind teilweise echt gut drauf. Es gibt echt viele möglichkeiten was man aus seinem leben machen kann da müßten eher die Jugendleiter froh sein wenn überhaupt mal einer freitags in den jugendabend kommt und sich deren gelaber gibt.<br>Die brauchen höchstens uns, aber wir sie bestimmt nicht.<br><br>tschö <br>Martina
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Beitragvon Knut_Knutsen » 30.07.2004, 11:32

Liebe Diskutanten,<br><br>ich lese das Forum nun schon seit ca. 2Jahren als stiller Beobachter mit. Zu vielen Themen hätte ich gerne was geschrieben, es mir aber doch verkniffen (aus persönlichen Gründen). Zum diesem Thema will ich aber nicht schweigen, weil es mir sehr am Herzen liegt.<br><br>Ich bin seit einiger Zeit Jugendbetreuer, als mir anfänglich diese Aufgabe übertragen wurde, war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt dafür geeignet bin, da es Jugendliche gibt, die älter als ich sind.<br>Mittlerweile bin ich ein Jugendbetreuer, mit "Leib und Seele"! Man erlebt Sachen mit den Jugendlichen, die ich mir nie vorher hätte träumen lassen. Ich könnte mittlerweile schon Bücher schreiben über Erfahrungen, wo wir zusammen gelacht, geweint, gerungen, gehofft, gekämpft, diskutiert, fassungslos, ohnmächtig, tiefste Freude verspürt, und sehr vieles mehr erlebt haben.<br><br>Wir sind eine sehr inhomogene Jugendgruppe von frisch konfirmiert bis zum "mittelalter", vom Schüler über Studenten bis zu arbeitenden Jugendlichen. Da wir eine sehr große Jugendgruppe sind, treffen auch die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander. <br><br>Wenn ihr mal an unseren Jugendstunden, die übrigens schon lange noch dem o.g. Konzept ablaufen (wir sind in dem BAP-Bezirk, wo das schon lange so praktiziert wird), teilnehmt, könntet ihr feststellen, daß die Jh wahrlich kein dritter GD ist. Da wird kontrovers diskutiert, die jugendlichen Meinungen sind absolut gleichberechtigt, egal ob 14 oder 25jährig oder AT. Die "kleinen" sind von Anfang an gewohnt, ihre Meinungen kund zu tun und deutlich zu verteten. Die unterschieldlichsten Medien werden eingesetzt, letztens haben wir sogar dt. HippHop gehört, um uns in ein Thema einzuarbeiten. Außerdem werden die Themen nicht nur von den AT´s vorgetragen, nein, häufig ist es so, daß Jugendliche die Themen vorbereiten, dann auch die Jh mit einem Gebet beginnen, den Inhalt den Jugendlichen vermitteln und auch wieder mit einem Gebet enden.<br><br>Was mir persönlich aber am wichtigsten ist, ist die persönliche Seelsorge eines jeden Jugendlichen. Meine Angst, als realtiv junger Jugendbetreuer nicht akzeptiert zu werden, war absolut unbegründet. Mittlerweile hat sich zu fast allen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, was wir sehr wertschätzen und pflegen.<br><br>Vieles könnte ich noch schreiben, aber ersteinmal bin ich gespannt, was ihr so von meinen Erfahrungen haltet.<br><br>Gruß<br>KNUT
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Beitragvon Uli » 30.07.2004, 11:44

Hallo Knut, <br><br>toll, dass ihr sogar HipHop gehört habt. Dass ihr ein solches "aussergewönliches Ereignis" so sehr betonen müsst, sagt schon ziemlich viel über die "verknöcherten Strukturen" in der neuapostolischen Jugenarbeit aus...<br> :( <br><br>Grüße<br>Uli<br><br>http://www.badische-zeitung.de/fotoalbum/201
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Beitragvon PaulusM » 30.07.2004, 11:52

Na, Martina, denn mach mal halblang, höhöhöh !!!!!!!<br><br>Weißt Du überhaupt, worum es im Glauben geht ? Höhöhö !??<br><br>P.S.<br><br>Ich habe auch schwarze Fußnägel...die krümmen sich auch noch, aber keiner sieht die... :D
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Beitragvon Uli » 30.07.2004, 11:55

...aber es riecht verdächtig!
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Beitragvon PaulusM » 30.07.2004, 12:05

Das ist richtig ! ;) Sie faulen schon ab... :D
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Beitragvon Knut_Knutsen » 30.07.2004, 12:53

Liebe Uli,<br><br>nein, es ist ganz sicher kein außergewöhnliches Ereignis, es war nur ein Beispiel von vielen, daß die Jugendarbeit heutzutage nicht nach dem alten Schema F abläuft.<br><br>Verkönchernde Strukturen, bei uns ganz sicher nicht. <br>Gebt dem - für uns nicht ganz- neuen Konzept doch erst einmal eine Chance und macht es nicht schon schlecht, bevor es überhaupt gestartet ist.<br><br>Gruß<br>KNUT
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Beitragvon Uli » 30.07.2004, 12:59

Lieber Knut,<br><br>wer heute betonen muss, dass in eine Jugendgruppe "sogar" HipHop gehört wird, bezeugt damit, dass "Selbstverständlichkeiten" gar nicht so selbstverständlich sind (in dieser Gruppe), und gibt damit einen deutlichen Hinweis auf restriktive Strukturen. Normalerweise muss man nicht extra erwähnen, dass in einer Jugendgruppe HipHop gehört wird, ...darüber sollte nachgedacht werden...<br><br>Grüße<br>Uli
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Beitragvon Schnoogele » 30.07.2004, 13:27

gebe Uli recht,<br>man müsste eher betonen wenn eine Jugendstunde ohne HipHop und Techno ablaufen würde nicht umgekehrt.<br><br>In einem katholischen Jugendzentrum in meiner Nähe wurde kürzlich ein Salsa-Kurs angeboten. Wie sieht es mit sowas in der NAK-Jugendzentren aus?<br>Oder Disco/Trance-Abende? gibts im katholischen Bereich fast jedes Wochenende. Es gibt ja genügend alte Gemeinden die in Jugendbegegnungsstätten umfunktioniert wurden, findet da am Wochenende auch sowas statt?<br>Oder gemeinsam ins Kino gehn , z.b. den Jesusfilm damals von Mel Gibson und danach darüber diskutieren. Findet sowas in den NAK-Jugendstunden statt?
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Beitragvon Knut_Knutsen » 30.07.2004, 13:27

Liebe Uli,<br><br>ich habe das Gefühl, daß du mich nicht verstehen willst. Es war nur e i n Beispiel. Ich glaube nicht, daß man das an dem Wort "sogar" festmachen kann.<br><br>Grüße zurück,<br>KNUT
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