Selbstverwirklichung von NaK-Ämtern

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Selbstverwirklichung von NaK-Ämtern

Beitragvon Kainsmal » 02.06.2004, 07:26

Eigentlich gehört dieser Beitrag auf die Themenseite "NAK in der DDR". Aber mir legte sich eine Aussage aus einem Schreiben der Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei betreff "Religionsgemeinschaft Neuapostolische Gemeinde" vom 20. April 1951 "auf den Geist", die ich hier bezüglich der Selbstverwirklichung von NAK - Amtsträgern zitieren möchte:<br><br>>>Den Mitgliedern wird zur Pflicht gemacht, den 10. Teil ihres monatlichen Einkommens zu entrichten, sie sind im Besitz von Mitgliedsbüchern. Derjenige, der dieser Zahlungspflicht nicht nachkommt, wird vom Apostel gemaßregelt, er erhält keine Care - Pakete usw. <br><br>Den Mitgliedern wird von den Aposteln, Priestern usw. geraten, jeden Putz und Schmuck zu meiden. Sie selber dagegen fahren in PKW, sind elegant gekleidet und gut genährt, alles auf Kosten der Mitglieder... .<<<br><br>Weiterhin wird der Kontrast ganz deutlich in einem Gespräch des späteren Apostels P. mit Vertretern des Staates am 03. 10. 1956:<br><br>>>Darauf erklärte Herr P., daß nach Auffassung der Neuapostolischen Gemeinde die Endzeit schon längst angebrochen ist, daß dem Stammapostel jedoch im vergangenen Jahr Jesus persönlich erschienen sei und ihm gesagt habe, daß er zu seinen Lebzeiten wiederkommen wurde.<br><br>( P. machte sonst einen ruhigen und vernünftigen Eindruck ohne Fanatismus ).<<<br><br>>>Es seien von den Mitgliedern auf Grund der Erklärung des Stammapostels Fragen gekommen, ob es noch Zweck hat zu heiraten oder ein Haus zu bauen, sich größere Anschaffungen zu machen usw..<<<br><br>Und zum Ende des Gesprächs führte P. aus:<br><br>>>Herr P. erklärte, daß die Leitung und die Mitglieder der Rel.Gem. positiv zum Staat stehen und betonte, daß sie es als Geste des Staates ansehen würden, wenn die Einfuhrgenehmigung für den PKW erteilt würde und dass das auch gute Auswirkungen haben wird.<<<br><br>Die Geschwister waren verwirrt und nahmen alles sehr ernst und der hohe Amtsträger P. denkt nur daran, wie man den PKW an Land ziehen kann. Aber wenn das neuapostolische Fußvolk so doof war und vieles wörtlich nahm und nimmt, dann hat es eben selber schuld. <br><br>Ironisch: Der liebe Gott hat uns allen den freien Willen gegeben.
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Selbstverwirklichung von NaK-Ämtern

Beitragvon old_Michael » 06.08.2004, 09:18

@Shalom:<br><br>Was soll das ?? Wieso ist das "Selbstverwirklichung einer NAK-Führungskraft" ?<br><br>Und typisch: Brandmal gibt auch wieder seinen Senf dazu !<br><br>Es ist sehr gut verständlich, worum es hier geht, und auch der Bezug stimmt. Allerdings nicht für Blinde. Mit denen wir es hier offensichtlich zu tun haben.
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Beitragvon philippus » 16.10.2004, 14:10

@ Hinter-den-Bergen,

es hat nie jemand gesagt, daß das Leben leicht sei.

Auch und erst recht nicht das Leben in der NAK ist als Zuckerschlecken verschrien.
Dieses Leben ist manchen heilig, manche möchten sich hier austauschen und auch mal streiten, aber hier wird nach Lösungen, Verstehen und Verständnis gesucht.
Wir wollen alle unseren christlichen Glauben bewahren und resprektieren einander, ob innerhalb oder außerhalb der NAK.
Deinen bisherigen, wenigen Beiträgen entnehme ich, daß du offensichtlich gegenüber Gläubigen hier im Forum, ob NAK oder nicht, nicht allzuviel Sympatie hast.
Hinter-den-Bergen, Religion ist eine freiwillige Veranstaltung, entweder du machst mit oder du läßt es bleiben.

Wenn ja, dann bitte nach der goldenen Regel aus Mt.7,12:
"Behandelt die Menschen so, wie ihr selbt von ihnen behandelt werden wollt - das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern."
Bist du auch ein Christ, vielleicht sogar neuapostolisch, dann beteilige dich an unseren Diskursen - aber bitte konstruktiv, nicht derart destruktiv wie bisher.

Oder ist dein Beiname "Der-mit-der-Axt-im-Walde"?

Liebe Grüße
Frank
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Beitragvon Martina » 17.10.2004, 16:55

ich hab' mir bei der überschrift dieses themas gedacht dass es tatsächlich so ist dass manche amtsträger der NAK ihre private selbstverwirklichung suchen. ich kenn da einige die ihr amt geradezu zur schau stellen, sonst nix im leben erreicht haben und dann irgendwie das prestige haben wollen.
Martina
 
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Beitragvon peter » 18.10.2004, 12:07

Hallo "Hinter den Bergen",

mangels anderer Angáben werde ich Dich wohl vorerst nur so ansprechen können, das soll aber keine Böswilligkeit sein.

Nun zu Deinem Beitrag:

Die Eingangsüberschrift habe ich versucht in den vorstehenden Beiträgen inhaltlich zu finden, jedoch ohne Erfolg (sorry Shalom, damit meinte ich auch Deine berechtigten Fragen zu der eigenartigen Geschichte, die Sie geschildert haben). Aus dem genannten Grunde habe ich mich auch zurück gehalten um hier mit Antworten zu glänzen, die hinsichtlich der Themenwanderung (Ableitung von Seelenwanderung :wink: ) komplett am Thema vorbei wären.

Doch nun zu dem besagten Beitrag:
Ich erkenne dort eine innere Verletzung, die Schuldzuweisend der NAK zugeordnet werden soll. Ob zurecht oder nicht kann und mag ich mangels näherer Angaben nicht beurteilen. Das Einzige, was ich dort herauslese ist eine Vorverurteilung der Kirche aus subjektiver Sicht, eine Auslegung von Erfahrungen die als Fakt geschrieben sind und sich somit jeder Diskussionsgrundlage entziehen.

Doch versuche ich einmal Deinen Beitrag Diskussionsfähig zu machen, so stelle ich mir die Frage, was dort als NAK-Typisch gekennzeichnet wird? Ich erkenne ....
ausschließlich Deine ehemalige Zugehörigkeit zu der Kirche, nicht mehr und nicht weniger.

Hinsichtlich der Beurteilung "gut und böse" zeigt mir Dein Beitrag auf jedenfall nicht auf, wie es anders gehandhabt werden sollte, denn dieser ist ja mindestens ebenso schwarz/weiß gezeichnet, wie Du es der NAK vorwirfst. Wo erkenne ich etwas versöhnliches - zumindestens gegenüber meinen Geschwistern? Nein, eine derartige Verurteilung und Diskreminierung Andersdenkender wie Du sie an den Tag gelegt hast habe ich in der NAK noch nie erfahren.

Irgendwie habe ich gerade Spass daran Deine folgende Aussage ein wenig umzutexten:
>>Endzeitliche Gruppen, zu der ja auch die NAK gehört, sind strukturell auf offene oder verdeckte Feindbilder angewiesen, denn erst diese schaffen eine Solidarität der Mitglieder untereinander, sie sollen die Mitglieder befähigen,

das „aus NAK-Sicht Unnormale“ auf „DIE DA DRAUSSEN“ zu übertragen! <

Dann lautet sie:


>Gegner des christlichen Glaubens, sind strukturell auf offene oder verdeckte Feindbilder angewiesen, denn erst diese schaffen eine Solidarität der Mitglieder untereinander, sie sollen die Mitglieder befähigen,

das „aus Atheistischer Sicht "Unnormale“ auf „DIE DA DRAUSSEN“ zu übertragen! <


Eigenartig ... :roll:
peter
 


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