Blumenwiese

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Beitragvon mel_eben » 30.07.2006, 21:03

Liebe panta rhei,

durch frettchens link habe ich seit langem mal wieder in diesem thread gelesen. Es tut mir sehr leid, dass ich nichts beitragen kann, da ich in der Kinderarbeit nicht aktiv bin.

Vielleicht ein kleiner Gedankenanstoss, den ich mal aus unserer Sonntagsschule hoerte: Die Lehrerinnen erzaehlten den Kindern geheimnisvoll, dass heute jeder von ihnen etwas ganz Besonderes zu sehen bekaeme.
Dann gingen sie einzeln in einen Nebenraum, wo die zweite Lehrerin wartete. Unter einem Tuch verbarg sich - ein Spiegel! Sie schauten hinein, und das war der Anstoss, mit den Kindern darueber zu reden, dass jeder einzelne von ihnen etwas Besonderes und Wertvolles ist.

Danke fuer deine schoenen Beitraege (natuerlich auch an andere Aktive hier). Sei nicht mutlos, wenn zwischendurch anscheinend wenig Resonanz kommt. Sicher lesen hier mehr Leute stumm mit, als man denkt.

Herzlichen Gruss,
Melanie
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Beitragvon panta_rhei » 01.09.2006, 10:16

Herzliche Grüße in die Runde,
und Dir, Melanie vielen Dank für Deinen lieben Gruß :D

Bald ist ja Erntedank, deshalb heute eine Idee für ein besonderes Lied und wie man es mit den Kindern gestalten könnte.

In dem Buch: "In der Schöpfung klingt ein Lied"
(Werkbuch zum Sonnengesang des Franz von Assisi) mit CD! ISBN 3-7840-3215-X
findet man eine sehr schöne, kindgerechte Komposition zu diesem besonderen Lied:

Herr, sei gelobt für Bruder Sonne,
wie schön und strahlend ist er;
er bringt den Tag mit seinem Lichte,
er ist ein Sinnbild für dich, Herr.

Herr, sei gelobt durch unsre Schwester,
durch unsern Mond, so hell und schön.
Herr, sei gelobt durch all die Sterne,
die strahlend ihre Bahnen ziehn.

Herr, sei gelobt durch unsern Bruder,
den Wind, der über allem weht;
er bringt die Wolken und das Wetter,
er dient dir, Herr, von früh bis spät.

Herr, sei gelobt durch Schwester Wasser,
sie fließt so froh und klar dahin;
sie schenkt das Leben und die Reinheit
und labt uns, wenn wir durstig sind.

Herr, sei gelobt durch Bruder Feuer,
er schenkt im Dunkeln uns das Licht;
er kann voll Kraft die Nacht erleuchten,
er wärmt und schenkt uns Zuversicht.

Herr, sei gelobt durch Mutter Erde,
die uns ernährt und Früchte trägt;
sie ist geschmückt mit vielen Blumen,
mit jeder Pflanze, die sich regt.

Herr, sei gelobt durch all die Menschen,
die miteinander sind versöhnt
und die getragen Leid und Schwäche:
Sie werden einst von dir gekrönt.

Refrain: Gott, wir loben dich! Oh Her, wir preisen dich!
Alle Geschöpfe singen mit uns dein Lob!

Ich halte dieses Lied deshalb für so schön, weil mit ihm "ganzheitlich" gedankt wird. Ich meine damit, der Bogen des Dankens ist einfach alles umfassend, die ganze Schöpfung. Und mit den Bezeichnungen "Bruder", "Schwester", "Mutter" wird eine besondere Nähe und Verbindung ausgedrückt, die wir zu Allem was uns umgibt, haben und empfinden können.
Vergangenes Jahr sangen unsere Kinder dieses Lied mit Klavier und verschiedenen Klanginstrumenten begleitet.
Dieses Jahr wollen wir versuchen, den Altar einzubeziehen.
Dahinter steht der Gedanke nachzufühlen, was der Altar ist und ihn in den "Mittelpunkt" zu rücken.
Deshalb soll der Schmuck auch nur ganz einfach sein.
(Unsere "Erntedanke-Ecke" im GD-Raum werden wir natürlich haben, die die Kinder am Nachmittag zuvor mit viel Spass und Engagement gestalten werden. :D )
Die Kinder werden, dem Text der Strophen entsprechend, "Gaben auf den Altar Gottes" legen.
Das können eine Schale mit Wasser, eine brennende Kerze, eine Schale mit Erde oder einem Stück Rasen sein... Die Gefäße sollten meiner Meinung nach auf jeden Fall ganz einfach sein, am Besten aus Glas und in der Größe dem Altar angepasst. Glas halte ich deshalb für gut, dass sie den Altar nicht dominieren, was Terracotta-Gefäße z.B. vielleicht tun würden. Außerdem wären die nicht durchsichtig...
Und auf jedem Fall sollen ja die Abendmahlsgefäße im Mittelpunkt bleiben, denn das sind sie ja nun einmal- der "Mittelpunkt" auf dem Altar.
Ich denke, es wird für die Kinder ein besonderes Empfinden, diesen Dank "auf den Altar Gottes" zu legen.
Vor diesem Lied sollten einige Worte an die Gemeinde gerichtet werden, damit sie weiß, warum die Kinder das Lied auf diese Weise gestalten.
Dieses "sichtbar machen" des Dankens kann für uns Erwachsene gleichermaßen eine schöne und tiefe Erfahrung sein.

Das sind unsere Ideen, nun sind noch knapp 4 Wochen Zeit um an ihnen "rumzubasteln", zu proben und mit den KIndern zusammen aufgeregt zu sein.... :D

Viele Grüße
panta rhei
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Beitragvon stephanowitsch » 01.09.2006, 10:56

Liebe panta rhei,

wenn ich das so lese, glaube ich, dass ich doch mal nicht in meine Gemeinde, sondern woanders hingehen sollte ;-)

Und da kommt mir doch direkt wieder ein Gedanke: Ernte und Aussaat !
Üblicherweise stehen Erntedank auch immer irgendwelche Ähren herum.
Nach Erntedank diese mit den Kids "dreschen" und Körner verarbeiten:
1. Körner zu Mehl machen und verarbeiten (-> z.B. Fladenbrot backen (die Sache mit dem Saerteig ?! ) - > Brot brechen )
2. Im Herbst etwas Wintergetreide aussähen - da müsste in eurem Kirchengarten oder bei der Nachbarschaft doch ein Fleckchen zu finden sein - pflegen und beobachten, wie sich daraus bis nächsten Sommer neue Ähren bilden.

Praxistipp: "Erntedank-Getreide" wird oft unreif geernet, damit es schön an den Ähren aussieht und ist nicht zwingend sehr keimfähig.
Ich würde zwar "Original-Ähren" dreschen, aber die Körner nicht ubedingt verwenden, bzw. noch einige anders besorgte Saat (Winterweizen, Winterroggen) drunter mischen, damit es keinen Frust gibt. ;-)

Jetzt kann man auch noch Winterraps aussähen. Sehr feines Saatgut, sehr wenig sähen ! Wäre vielleicht auch ganz lehrreich, wenn das unscheinbare Zeug im Mai dann knatschgelb blüht.
Vielleicht hast du dann auch mal was von biblischen Ölbäumen (Oliven)/heimischen Ölfrüchten auf deinem Lehrplan ;-) Wobei natürlich auch die zum Erntedank unvermeidliche Sonnenblume Öl gibt :-)

So hab denn immer genug Öl bei dir, liebe Schwester in dem Herrn ;-)

Liebe Grüsse

Stephanowitsch
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Beitragvon tergram » 01.09.2006, 11:10

Da Kinder erfrischend ungeduldig sind, empfehle ich für Aussaat/Ernte/Segen alles, was sehr schnell keimt und Pflegefehler verzeiht: z.B. Erbsen & Kresse, die notfalls keine Erde benötigen, sondern auf einer nassen Watteschicht keimen. Kresse hat den Vorteil, gut zu riechen und gemeinsam verspeist werden zu können. :wink:
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Beitragvon stephanowitsch » 01.09.2006, 11:28

Liebe Tergram,
tergram hat geschrieben:Da Kinder erfrischend ungeduldig sind, empfehle ich für Aussaat/Ernte/Segen alles, was sehr schnell keimt und Pflegefehler verzeiht: z.B. Erbsen & Kresse, die notfalls keine Erde benötigen, sondern auf einer nassen Watteschicht keimen. Kresse hat den Vorteil, gut zu riechen und gemeinsam verspeist werden zu können. :wink:


An der erfrischenden Ungedultd ist schon was dran.
Aber genau darum würde ich nicht - nur - Erbsen, Kresse und Co. nehmen, die nur mit Wasser schnell ankeimen und wenn die Reserve des Samens aufgebraucht sind, "fertig" sind und nicht weiter wachsen
Die Sache mit den Erbsen hat pantha rhei nach meiner Erinnerung schon mit Bohnen durch ;-)


Eine der höchsten Tugenden in Gartenbau und Landwirtschaft ist die Geduld.
In unserem immer schneller werdenden Lebensumfeld muss man Geduld inzwischen mühsam lernen.
Ich finde es gut, mal mit zu bekommen, das ein Weizen- oder Roggenkorn eben 10 Monate bis zur Ernte braucht und zwischendrin Pflege braucht.
Dessen ist man sich nicht unbedingt bewusst, wenn man eine Tüte Mehl oder ein Brot kauft.

Liebe Grüsse

stephanowitsch
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Beitragvon tergram » 01.09.2006, 12:04

Stimmt. Aber man kann ja beides tun... :wink: :lol:
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Beitragvon panta_rhei » 22.10.2006, 18:20

Einen herzlichen Gruß in die Runde :D

Bald ist nun wieder Entschlafenendienst, ein Tag oder besser ein Thema, das nicht so einfach mit den Kindern zu erleben ist.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es schwer ist, ein kindgerechtes Konzept zu erarbeiten und dass ich trotzdem immer wieder sehr unsicher war, wie es den Kindern damit gehen wird.
Und ich habe auch erlebt, dass auch die KInder nicht immer "termingerecht", eben 3x im Jahr über dieses Thema sprechen wollen oder können. O -Ton: "Waaas, schon wieder, hatten wir doch schon mal..." :wink:
Deshalb habe ich versucht, zum letzten Entschlafenen-GD einmal das Thema Ewigkeit nur am Rande zu berühren, trotzdem führte die gesamte Stunde ein Stück darauf hin.

Ich sage es gleich im Voraus, es ist eine Gestaltung, die angelehnt ist an ein Konzept aus einem Arbeitsheft vom RPA-Verlag 1991/4
Diesen Verlag kann ich immer wieder empfehlen. Er gibt umfangreiche Impulse, Konzepte, Arbeitshilfen bei der Umsetzung und Gestaltung von Gemeinschaft mit Kindern im Rahmen der Kirche.
___________________________________________________________

Sagt zuerst: „Der Friede sei diesem Haus“

Vorbereitung:
ein gelbes Tuch
farbige Tücher zur Auswahl nach Zahl der Kinder
Legematerial zum Gestalten der Häuser
Kieselsteine
kleine bunte Glasnuggets
Teelichter in je einer kleinen Schale
_______________________________________________

● das gelbe Tuch wird ausgebreitet und zu einem Haus geformt
ein Haus ist aus vielen Steinen gebaut....
→ Steine werden von den Kindern als Fundament und Mauern um das gelbe Tuch (Haus) gelegt
Gedanken der Kinder: wozu braucht man ein Haus, wann kann es uns schützen, wie fühlt man sich in einem Haus...., wozu braucht ein Haus ein Dach...

● verschiedenfarbige Tücher werden bereitgelegt, jedes Kind wählt sich ein Tuch
→ die Tücher werden vor dem eigenen Platz zu einem kleinen Haus geformt ( wenn möglich kreisförmig legen, dass die Spitze der Häuser in Richtung des großen Hauses zeigen.
die Kinder schließen ihre Augen und träumen von ihrem Haus
... was sehe ich in meinem Haus, wer wohnt dort, wie fühle ich mich darin....

● die Kinder gestalten mit Legematerial das Innere ihres Hauses ,vielleicht den Kindern Fragen dazu stellen... (ev. den Kindern ein Zeitrahmen geben, sie finden sonst kein Ende mit der Gestalterei - diese Erfahrung musste ich selber machen... :D - oder für jedes Kind im Voraus eine bestimmte Anzahl Legematerial bereitstellen

● ein Moment der Stille mit den Kindern - wieder richtig hinsetzen lassen, kurz die Augen schließen, anschließend still auf das gestaltete Dorf schauen...

● Wir hören von Jesus (nach Lk 10, 1-6)
den Kindern erzählen, wie Jesus durch das Land zieht, durch Dörfer und Städte...
... wenn Jesus zu den Menschen kommt, rufe sie oft: „Jesus komm in unser Haus...“, und die Menschen freuen sich, Jesus bei sich haben zu können...(Fragen an die Kinder, was sie denken, warum sich die Menschen gefreut haben mögen...)
→ das Jesuslicht wird feierlich von einem Kind in die Mitte des großen Stoffhauses gestellt
Fragen an die Kinder: wie wird es gewesen sein für die Menschen, als Jesus bei ihnen war, (werden sie sich noch gestritten haben usw.)
... es ist Friede unter den Menschen, wenn sie sich um Jesus versammeln, Jesus ist gekommen, um uns den Frieden mit Gott zu schenken, den Frieden in unseren Herzen...

● ... die Kinder „versammeln“ sich im Haus um Jesus
→ dazu wählt jedes KInd einen farbigen Glasstein aus und legt sihn um das Jesuslicht in dem großen Haus ( ... wir Menschen sind so verschieden wie die verschiedenen Farben der Glassteine... und dürfen auch so verschieden sein, Gott liebt jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit)

● den Kindern erzählen, wie Jesus immer umringt war von vielen Jüngern
→ einmal spricht er zu ihnen:
„Ich will euch aussenden dass ihr von Gottes Liebe erzählt. Ihr sollt mir voraus gehen wohin auch ich kommen werde.
Geht immer zu zweit.
Nehmt nichts mit, keinen Stock gegen die wilden Tiere, keinen Geldbeutel, keine Tasche mit Vorrat.
Wenn ihr in ein Haus kommt, dann sagt zuerst: Friede diesem Haus“
... so sende Jesus seine Freunde aus....
- den Kindern Zeit lassen für eigene Gedanken und Fragen zu diesem Geschehen
- mit den Kindern diese besonderen Worte Jesu „Friede diesem Haus“ einmal nachsprechen

● Gedanken an die Kinder:
- diesen Frieden wollen wir auch einander wünschen, wir dürfen den Frieden Jesu bringen
- Gedanken der Kinder, was das praktisch für sie bedeuten könnte......

● zu zweit sollen sich nun die KInder auf den Weg machen, zu jemanden gehen und den Frieden bringen... :
Kinder stellen sich um den Tisch, zwei Kinder bekommen ein Teelicht in einer kleinen Schale, entzünden es an dem Jesus-Licht
sie laufen gemeinsam um den Tisch oder durch den Raum, bleiben vor einem anderen Kind stehen und sprechen: „Friede diesem Haus!“
→ dieses Kind stellt das erhaltene Licht in sein kleines Stoffhaus vor sich auf dem Tisch und geht nun selber mit einem anderen Kind und bringt das Licht des Friedens

Für dieses „Licht-bringen“ sollte man genug Zeit einplanen, damit es mit viel Ruhe und Feierlichkeit geschehen kann (... und damit Zeit bleibt, wenn manche Kinder zweimal laufen wollen... :wink: )

● Überleitung zum Entschlafenendienst:
- nach seiner Kreuzigung ging Jesus zuerst zu den Verstorbenen in der Ewigkeit,
wir wissen nicht, was er zu ihnen gesagt hat → Gedanken der Kinder
... vielleicht auch „Friede sei mit euch....“ ?
- heute denken wir auf eine besondere Weise an die Ewigkeit, an Menschen, die gestorben sind.
→ Gedanken der Kinder: warum denken wir an Menschen in der Ewigkeit? (z.B. an eine Oma...)
was ist – denken an die Verstorbenen?....., es ist wie ein Besuchen, nur in Gedanken...
- mit unseren Gedanken und unserem Herzen können wir in die Ewigkeit sagen: „Friede sein mit euch“ und das tun wir heute auf besondere Weise.
___________________________________________________________

Das ist ein Vorschlag, eine Idee, wie man eine SO-Schule mit den Kindern gestalten könnte; wie schon gesagt, angelehnt an ein Konzept aus "Religionspädagogische Praxis".

Ich wünsche allen Sonntagsschul- LehrerInnen eine besondere Zeit mit den KIndern
und erhoffe mir viele ihrer Erfahrungen und Konzepte hier auf unserer Blumenwiese.

Herzliche Grüße
panta rhei
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Beitragvon panta_rhei » 27.11.2006, 15:32

Herzliche Grüße in die Runde. :D

Heute möchte ich einen Vorschlag machen, wie man mit Kindern die Sprache, in der Jesus sprach, kennenlernen kann.
Jesus sprach seine Muttersprache, Aramäisch, die Sprache des Volkes.
Er war aber auch der liturgischen Sprache, des Hebräischen, mächtig.

Ich wollte mit den Kindern eine Sprache kennen- und hören lernen, in der Jesus sprach. Sie sollten durch den Klang der Sprache ein Gefühl der „hörbaren“ Nähe Jesu erfahren.

Zur Vorbereitung braucht es nicht viel:

- CD mit hebräischen Liedern
- Atlas, Bildband
- Übungsblätter für Schreibübungen
- Tafel
___________________________

Wir haben nachgeschaut im Atlas wo das Land liegt, in dem Jesus lebte und wir konnten uns mit Fotos ein ein Bild davon machen, wie die Menschen damals gekleidet waren.
Die Kinder haben hebräische Worte kennen gelernt.

Bild
Schalom
Die Kinder haben mit viel Eifer versucht, diesen Schriftzug nachzuschreiben... :D
Ein Junge hat immer wieder Schalom... Schalom... gesprochen, wie um zu probieren, wie es sich anhört und mit welcher Betonung es schön klingt.
Ich habe den Kindern Übungsblätter vorbereitet, auf denen sie die Schriftzüge ausprobieren können.
Wir haben gemeinsam einen Psalm auf hebräisch gesprochen und versucht , die Schriftzeichen zu schreiben:
"Von allen Seiten umgibst Du mich!"(Psalm 139, 5), auf hebräisch:"Achor wa´kedem zartani!"
Es gibt eine sehr hilfreiche Seite im Netz, da lässt sich viel kopieren... :D
http://www.juedischer-schmuck.de/Ringe.htm

Am Schluss haben wir gemeinsam das "Vater unser" auf aramäisch versucht zu lesen.
Und wir haben ein Stück nachfühlen können, wie es klang, als Jesus dieses "Vater unser" zu den Menschen sprach.
Ich denke, durch das nachfühlen mit den Sinnen finden die Kinder einen ganz neuen, für sie "greifbaren" Zugang zu Jesus.
(Den Link für das Bild kann ich hier nicht einkopieren, er ist ellenlang. Gebt in goggle "vaterunser in aramäisch" in Bildsuche ein, anschließend ist es der Link: www.turabdin.org )

Versucht es einmal, es fühlt sich auf ganz besondere Art an.
Es kann eine ganz besondere Erfahrung sein, dem Klang der Sprache Jesu nachzufühlen, das "Vaterunser" im "Original" zu hören.

Herzliche Grüße
panta rhei

Anne, lass mich hier nicht so hängen...Bild
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Beitragvon tergram » 27.11.2006, 20:14

Darf ich bei dir bitte noch mal ein Kind sein? :wink:

Schön, einfach nur schön. Danke!
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Beitragvon Anne » 30.12.2006, 14:54

panta_rhei hat geschrieben:Anne, lass mich hier nicht so hängen...Bild

Tu´ ich ja gar nicht! :wink:


Liebste panta rhei,

ich weiß gar nicht, ob ich Dir hier noch mehr schreiben kann (-werde schreiben können), als einen

Rückblick:

"Meine" Kinder sind schon groß und gehen im kommenden Jahr alle in den Religionsunterricht. Meine/unsere begleitende Arbeit am Sonntagmorgen endet damit eigentlich ... und uneigentlich sicher nicht ganz, weil uns die gemeinsame Arbeit mit allen Kindern der Gemeinde so wertvoll geworden ist, dass wir uns sicher auch weiterhin bestimmte Themen erarbeiten- oder Anlässe mit ihnen zusammen vorbereiten werden.

Für das neue Jahr geplant sind jetzt noch

- die gemeinsame Vorbereitung des nächsten Entschlafenensonntags zusammen mit Kindern, Lehrkräften und interessierten Amtsträgern

- und die Kinder möchten selbst verschiedene Themen gestalten und dann für alle Gemeindebesucher zugänglich ausstellen. Das ist und bleibt dann ganz "ihre Sache", die ich nur noch begleite.

Was die weitere Zukunft bringt, wird sich also zeigen und da sich mit den Kindern auch die Anforderungen ändern, bleibt es spannend, ob und wie es weitergeht.

Rückblickend blieben rein thematisch vielleicht noch unsere Schattenbilder zu ergänzen: Wir haben Anfang diesen Jahres damit begonnen, Bilder (Schatten) von den Kindern auf einzelne Wände zu zeichnen. Sie sind dabei in jeweils unterschiedlichen Positionen (nachdenkend, betend usw.) zu sehen. Dabei war uns der Ausdruck verschiedener Haltungen wichtig, aber auch, dass die Kinder sich selbst - ganz persönlich - angesprochen fühlen. Die Umsetzung war allerdings nicht so einfach, weil die Bilder schnell verwackeln und den Kindern dann nicht gefallen. So etwas braucht also Zeit und Geduld. :wink:

Und hier noch ein etwas anderer und besonderer Rückblick:

Vor ca. zwei Wochen hatten wir den Gottesdienstablauf "weihnachtlich" etwas verändert, so dass unser großes Mädchen mit Down-Syndrom sichtlich irritiert war. Und so riss sie kurz vor Gottesdienstbeginn die Tür auf, marschierte lautstark erzählend und gestikulierend in die erste Bank, versuchte in gleicher Weise, ihre Handtasche zu bändigen (das ist ihre Lieblingsbeschäftigung) ... und irgendwann setzte sich ihre Mutter ganz still in ihre Nähe. Das gefiel N. aber überhaupt nicht, so dass sie mit lautem Schimpfen die Kirche wieder verließ. Ungefähr zwei Minuten später passierte noch mal genau das Gleiche und als ich mich dann umdrehte und einmal in die Gesichter der Gemeinde blickte, sah ich fast alle grinsen. Schön! Wir sind ein Stück zusammengewachsen... :)

So - das wars für dieses Jahr.

Liebe Grüße und dann vielleicht *auf ein Neues*

Anne
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon panta_rhei » 20.04.2007, 15:38

Einen herzlichen Gruß in die Runde,

und auch wenn es in Moment schwer ist in unserer Kirche einen Platz zu finden der trägt, der tröstet und an dem man Ruhe findet und viele Themen und Geschehnisse auf der Seele liegen (oder vielleicht gerade deswegen...) möchte ich mal wieder einen Vorschag für die Kinderarbeit machen:

Das Thema ist: Die zehn Gebote

Zur Vorbereitung braucht es nicht viel:
- aus dem Baumarkt Bruchplatten, mit denen Wege gepflastert werden (Es gibt sie in kleinen handlichen Stücken, sie sind nicht schwer.)
- die zehn Gebote in kurzer Fassung und für Kinder verständlichem Text auf einzelne Papierstreifen gedruckt (im großer Schrift)
- eine Möglichkeit, diese Streifen sichtbar zu befestigen (Wandtafel, FlipCart...)
- schwarze Filzstifte
______________

Ich denke, es ist wichtig, dass die Kinder sich ihre eigenen Gedanken zu den Geboten machen; auswendig lernen bringt ihnen nichts.
Ich habe als 1. Gebot aus 5.Mose 6, 5 die Worte:
„Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft“, gewählt.
Sie stehen zwar an einer anderen Stelle in der Bibel wie die restlichen Gebote, aber Jesus bezeichnete es als das „höchste und größte Gebot“.
Und auch wenn sie nicht "offiziell" zu den 10 Geboten gehören, sind es diese Worte, von denen man in 3 Evangelien liest, dass Jesus darauf Bezug nimmt.
______________

Im Wechsel kann sich jedes Kind ein Gebot auswählen aus den Papierstreifen, an die Tafel heften und seine Gedanken dazu sagen
- mit den Kindern darüber sprechen, was sie denken, warum Regeln wichtig sind
- die Kinder können die Gebote mit schwarzem Filzstift auf die Bruchplatte schreiben

Liebe Grüße
panta rhei
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Beitragvon Anne » 21.04.2007, 09:17

Bild

In diesen Augenblicken beginnt:

http://www.ekd.de/woche/2007/8.htm

Herzliche Grüße
Anne
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Beitragvon 17einhalb » 01.07.2007, 22:46

Liebe panta_rhei,
einen besonderen Dank für deine Anregung - Verfasst am: 22.10.2006, 20:20 hier in der Blumenwiese :-)

Wir haben das eine oder andere etwas auf unsere Kinder "zugeschnitten" - es war wirklich ein Erlebnis.

Gern könnt ihr unser "Ergebnis" hier anschauen
http://www.junge-christen.info/berichte_01072007_friede_sei_diesem_haus.html

LG 17einhalb
Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann;
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
und die Weisheit , das eine vom anderen zu unterscheiden (R. Niebuhr)
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Beitragvon panta_rhei » 04.07.2007, 14:16

Liebe 17einhalb,

es macht mich froh von Euren Erfahrungen zu lesen.
Besonders schön finde ich, dass die Kinder Bilder aufstellten.
Wie habt Ihr im Vorfeld mit den Kindern darüber gesprochen und vereinbart, dass sie Bilder mitbringen?
...wenn ich die Häuser der Kinder so ansehe ahne ich, dass sie genauso viel Freude beim schmücken hatten wie "unsere"
:D
Als einen besonderen Moment bei uns empfand ich, wie sich die Kinder gegenseitig das Licht brachten. Sie waren alle sehr still (was sonst eher seltener der Fall ist .... :D ) und ganz "dabei" als sie die Worte "Friede sei diesem Haus" sprachen.

Liebe Grüße
panta rhei

Ganz starke website übrigens... :D
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