Blumenwiese

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Weiterleben nach dem Tod

Beitragvon Frettchen » 20.09.2005, 12:19

Hallo alle zusammen,

vor einiger Zeit berichtete Panta rhei von einer Sonntagsschul-Stunde, die sie während einem Entschlafenen-GD gehalten hatte.
Beim Lesen von diesem Bericht fiel mir ein Kinderbuch ein, das ich vor mehreren Jahren gelesen habe. (Pele und die Geschichte von Mia)

In dieser Geschichte wird berichtet, wie die kleine Mia gestorben ist und der Pele dann von jemandem (ich weiß nicht mehr: es war die Oma oder eine Nachbarin) erklärt bekommt, wie das ist, das Sterben.
Zum Beschreiben wurden 2 Handschuhe benutzt: ein gewöhnlicher Handschuh (gestrickt oder aus Leder) und ein besonders schöner, mit Perlen und Goldfäden bestickt.
Zuerst wird der gewöhnliche Handschuh angezogen, die Finger werden bewegt --> es ist Leben darin.
Danach wird der Handschuh ausgezogen --> gestorben ...
und der andere, besonders schöne, Handschuh angezogen --> Gott hat einen neuen Körper für Mia bereitet, noch schöner als zuvor...

Um dem Jungen das ganze noch mit der Beerdigung zu verdeutlichen wird der Handschuh „beerdigt“, d.h. ein Schuhkarton wird mit Tempo und Stoff ausgeschlagen, der Handschuh kommt hinein und wird mit Tempo oder Küchenkrepp zugedeckt und dann „begraben“...

Ich selbst war zwar noch nicht in der Situation, zu einem Entschlafenen-GD oder nach einem Trauerfall in der Gemeinde eine Vorsonntagsschulstunde oder Sonntagsschulstunde durchführen zu müssen, aber ich könnte mir vorstellen, dass man anhand einer solchen Geschichte den Kindern unseren Glauben an das Weiterleben nach dem Tode weitergeben kann.

LG
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Beitragvon panta_rhei » 20.10.2005, 11:05

Hallo, Alle miteinander!

Ziemlich leer, unsere Blumenwiese zur Zeit... :cry:

Deshalb ein Impuls, wie wir mit den Kindern über die Taufe gesprochen haben.
Es ist ja nicht so einfach, Kindern "sichtbar", greifbar" zu machen, wie sie sich Taufe vorstellen könnten, was "passieren" könnte zwischen Gott und dem Täufling.

Also man könnte nehmen:
- eine kugelige, durchsichtige Vase
- gelbe flüssige Farbe in einem möglichst schön anzuschauenden Gefäß (schließlich stellt die gelbe Farbe "die Liebe Gottes" dar :D )
- Wasser

Die kugelige Vase mit dem klaren Wasser darin stellte eine Seele dar.
Wir sprachen darüber, wie eine Seele ist vor Gott.
Sie ist klar und "durchsichtig" wie das Wasser...., besonders wichtig war mir das "klar"...; jede Seele hat eine Klarheit vor Gott, eine Reinheit.
Gott macht keine "Unterschiede"...
Und wir sprachen darüber, wie sich dieses "durchsichtig" anfühlt..., manchmal unbehaglich, aber im Grunde auch beruhigend, wenn man in sich die Hoffnung hat: Gott ist die Liebe

Dann sollten die Kinder "sehen", wie Gott "JA" sagt zu jeder Seele...
Dazu haben wir etwas von der gelben Farbe in das Wasser gegossen.
Das Wasser und die Farbe haben sich vermischt (ist sehr spannend anzusehen... :D )
Aber das Wichtigste ist:
Die Farbe und das Wasser lassen sich nicht mehr von einander trennen..... :D , ganz gleich, was passiert; wohin ich "das Glas" auch trage, oder wenn das "Wasser" heiß gemacht würde....
Wir haben überlegt, ob man die Farbe wieder aus dem Wasser herausbekommen könnte... , wir haben die Vase geschüttelt, gewartet, ob sich "die Farbe" vielleicht am Boden absetzt..., mit einem Löschblatt in der Vase rumgetunkt..., die Kinder hatten viele Ideen...
nichts zu machen... :D

So konnten sich die Kinder "ein Bild" von der Liebe Gottes machen. Einer Liebe, die immer da ist, ganz gleich, was wir tun oder wo wir sind.
Die ist einfach da, wie die Farbe in dem Glas Wasser...

Viele Grüße in die Runde
panta rhei
----------------------------------------------------

Frettchen, ich danke Dir für die schöne Geschichte mit dem Handschuh. Kannst Du mir vielleicht sagen, wie das Buch genau hieß?
Vielen Dank :D
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Beitragvon Frettchen » 25.10.2005, 11:11

Kari Vinje

Pelle und die Geschichte mit Mia

illustriert von Vivian Zahl Olsen
Brunnen Verlag
ISBN / Code: 3-7655-6655-1
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Beitragvon panta_rhei » 05.11.2005, 10:48

Einen herzlichen Gruß in die Runde!
Morgen ist Entschlafenen-GD und wieder überlege ich seit Tagen, WIE ich mit den Sonntagsschul-Kindern über diesen Tag sprechen werde.
Und ich empfinde wieder dieses Gefühl von "allein-gelassen-werden" von Seiten der KL.
Dabei ist mir das Thema Tod und Sterben vertraut durch meine Arbeit.
Aber ich wünschte mir, es gäbe religionspädagogische Hilfen, die in der Vorbereitung dieser besonderen Begegnungen mit den Kindern Ünterstützung sein könnten.

Und so grüble ich, lese in Literatur und taste mich wieder heran an dieses behutsame Thema.
Ich werde wieder mit vielen Symbolen arbeiten.
Zuerst werden wir wieder über die Wahrnehmungen der Kinder in der Gemeinde sprechen. (weiße Blusen...)
Unserem "Jesus-Licht" werden wir einen besonderen "Rahmen" geben. (vielleicht die Schale mit getrockneten, duftenden Blüten schmücken...)
Unser Jesuslicht wird wieder "die Mitte" sein und von ihm ausgehend werden die Kinder Streifen gelben Krepp-Papiers in Form von Sonnenstrahlen auslegen.
Ich werde versuchen, mit den Kindern über ihre Vorstellungen zu sprechen, wie es denn im Himmel sein könnte und ob sie schon liebe Menschen dort hätten. (Oma, Opa...)
Auf die "Sonnenstrahlen" werden wir Teelichter stellen und die Kinder können sie an unserem großen Licht anzünden.(die kleinen Lichter sollen ein Symbol dafür sein, dass alles ein Teil des Jesus-Lichtes ist ) Ich bin gespannt, wen sie mit diesen Lichtern verbinden werden.
Und wir werden kleine Filz-Schmetterlinge habe als Symbol für das Wunder der Verwandlung, geheimnisvoll, nicht erklärbar. Aber doch voller Sicherheit, dass aus einer Raupe bestimmt ein Schmetterling wird. Auch wenn man es nicht versteht, nicht erklären kann....
Überhaupt in ich sehr gespannt, WIE es den Kindern mit diesem Thema gehen wird, wie weit ich gehen kann oder ob wir das Thema abbrechen müssen.
Für alle Fälle habe ich ein wunderschönes Buch: "Das Geheimnis der Schmetterlinge".
Und wenn ich merke, dass sich ein Kind mit dem Thema Sterben unbehaglich fühlt, dann werden wir uns in eine Ecke auf die Decke setzten und in Ruhe dieses Bilderbuch lesen.
Ich hoffe, dass die Kinder, wenn wir wieder in der Gemeinde sind, vielleicht etwas "mit-fühlen" können, wenn die Gemeinde der Verstorbenen gedenkt.

Ich würde gern wissen, wie andere Sonntags-Schullehrer mit diesem Thema umgehen und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Einen gute Zeit wünscht Euch
panta rhei
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Beitragvon cello » 05.11.2005, 14:31

Liebe panta_rhei,

den Kindern, die dich zur SoSchuLehrerin haben würde ich gerne gratulieren.
Ich denke, das wird gut.
Wir haben keine SoSchule an solchen Sonntagen.
Das Thema wird den Eltern überlassen.

Herzliche Grüße :wink:
cello
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus. (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Beitragvon Anne » 05.11.2005, 15:10

Meine liebe panta rhei,

die vergangene Woche war für mich von ähnlichen Gedanken begleitet und ich werde morgen auch die Zeit mit den Kindern unserer Gemeinde verbringen.

Passend zur Jahreszeit - und vorbereitend für einen Kindergottesdienst - üben wir sowieso gerade das Lied nach, das wir schon öfter gesungen haben: "Ich trage ein Licht in die Welt ...".
Drei Strophen des Liedes handeln von dem Glauben, der Liebe und der Hoffnung, die neu belebt werden oder *erwachen* - und genau darum wird es morgen gehen.

Allerdings ist mir dabei eins ganz wichtig: Dass wir unsere Natürlichkeit bewahren.

Ich habe im Zusammensein mit den Kindern festgestellt, wie schwer ihnen (altersgemäß und altersgerecht!) die Unterscheidung von Leib, Seele und Geist fällt und dass sie allein deshalb schon Schwierigkeiten haben, hier ein spirituelles Empfinden zu entwickeln. Wenn die Bereiche "Tod, Sterben, Trauer" hinzu kommen, wird es umso schwieriger (jedenfalls ohne Schmetterlinge :wink:) .

Wir bleiben morgen ganz bewusst "auf dem Boden der Tatsachen" und sprechen über uns: Wir alle machen ja die Erfahrung von Liebe und wir kennen auch alle die gegenteiligen Gefühle. Wir wissen, wie schnell Streit entsteht oder uns schon der alltägliche Stress auf die Probe stellt. Kinder erleben das ganz plastisch (und erzählen es dementsprechend :wink:) - dafür soll morgen (mal wieder) etwas Zeit sein. Und dann sprechen wir auch darüber, wo die Liebe mal stärker war, als der Streit; wo der Mut über die Angst gesiegt hat; wo wir uns wieder vertragen / eine Versöhnung erlebt haben - das alles gibt es ja in Kinderleben und darauf kommt es morgen an.

Den Bezug zur Ewigkeit möchte ich versuchen, genau so natürlich herzustellen: Indem die Kinder für jeden ihrer Gedanken eine Kerze anzünden und sie auf vorbereitete Teller stellen: Einen Teller für den Glauben, einen für die Hoffnung und einen für die Liebe. Rechtzeitig vor dem Abendmahl werden die Kinder dann die Teller mit ihren "Gedanken - Kerzen" mit ins Kirchenschiff nehmen und auf den Altar stellen.

Damit wollen wir versuchen, etwas auszudrücken, was eigentlich ganz logisch ist:

Wenn wir lieben, bleibt das nicht ohne Wirkung; Liebe wirkt weiter ...
Wenn wir glauben, zünden wir schon ein Licht an.
Wenn wir hoffen, gehen wir einen Schritt weiter - und vielleicht auf jemanden zu.

Wenn wir ein Licht anzünden, kann es auch für Andere scheinen.


In der letzten Woche las ich etwas von M. Buber: "Alles wirkliche Leben ist Begegnung". Und er sprach dabei auch vom ewigen Leben. Ich glaube daran, dass diese *wirklichen* Begegnungen zwischen uns *Leben* sind und möchte versuchen, nur das morgen zu betonen.

Dazu werden wir im Hintergrund wieder leise etwas klassische Musik laufen lassen und wohl auch wieder unsere Bodenkissen nutzen - auf ihnen findet man immer gut zueinander.

Ganz liebe Grüße!

Anne

PS.: Der Stammapostel sagte neulich ungefähr: "Schick mal dein Herz in den Himmel!" Diese Aussage finde ich sagenhaft schön!
DU und ICH werden morgen wohl auch herzklopfend aneinander denken. :):wink:
Zuletzt geändert von Anne am 05.11.2005, 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

Jahreslosung 2009
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Beitragvon panta_rhei » 05.11.2005, 16:15

Wenn wir lieben, bleibt das nicht ohne Wirkung; Liebe wirkt weiter ...
Wenn wir glauben, zünden wir schon ein Licht an.
Wenn wir hoffen, gehen wir einen Schritt weiter - und vielleicht auf jemanden zu.

Wenn wir ein Licht anzünden, kann es auch für Andere scheinen.


Liebe Anne,
wie schön, Dich hier zu lesen :D
Danke für Deine Impulse, diesen Tag zu gestalten ! Die "Gedanken-Kerzen" finde ich besonders schön...!

Eine besondere Zeit mit den Kindern morgen wünsche ich Dir!
Ganz liebe Grüße zurück :D
panta rhei
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Beitragvon panta_rhei » 16.02.2006, 19:42

Einen herzlichen Gruß!

Ich möchte mal einen Gedanken in die Runde geben.
In der letzten Zeit habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie die Sonntagsschulkinder das Abendmahl erleben.
Ich meine damit, wie sie im Inneren erleben. Haben sie einen Zugang zur Heiligkeit dieses Moments.
Ich selbst schon empfinden (vielleicht auch durch den Rundlauf) eine gewisse erzwungene Dynamik im Geschehen. Alles geht recht schnell, wenn man einen Augenblick verharrt um die Worte des Priesters im Inneren wirken zu lassen, läuft man Gefahr, die Geschwister aufzuhalten.
Ich weiß noch, vor vielen Jahren gab es regelmäßig für die Kinder nach dem GD separat die Feier eines "Kinderabendmahls". Sie dauerte ca 20 min und der Priester war nur und in aller Ruhe für die Kinder da.
Leider wurde damit eines Tages aufgehört, warum weiß ich nicht.
Wir werden nun kommenden Sonntag wieder so ein Abendmahl für die Kinder haben. Die Kinder werden die Möglichkeit haben Fragen zu stellen und können das Abendmahl "in ihrem Tempo" erleben.
Ich werde während des GD Sonntagsschule mit ihnen machen und möchte versuchen, sie auf ihre Feier einzustimmen.

Das wird mein Konzept sein:

Vorbereitung:
Jesuslicht
runde Decke
Stäbchen, Muscheln, Glassteine usw.
Schale mit Korn
Vase mit Ähren
Krug mit Wein (Traubensaft)
Becher
Korb mit einer Scheibe Brot (verdeckt)
..............................................................................................................................
eine Schüssel mit Wasser
ein weißes Tuch
Kreuz
Lichter für jedes Kind
________________________________________________________________________

► Jesuslicht entzünden, Befindlichkeitsrunde mit „Erzählherz“

► runde Decke wird ausgebreitet, die Kinder verzieren den Außenrand mit Muscheln, Glassteinen u.ä.
...es entsteht ein Mittelpunkt, der einen festlichen Charakter bekommt; Assoziationen von Tisch, einem Altar, von einer Kirche oder einem hl. Raum
... die Gestaltung in der Mitte führt zur Sammlung und Ruhe
... die Kinder stellen sich langsam auf ein besonderes Geschehen ein

► jedes Kind darf einen der bereitgestellten Gegenstände wählen und ihn auf der Decke abstellen
... so wird allmählich der Tisch gedeckt und mit Gaben und Gefäßen besonderer Art bereitet
... über diese besondere und langsame Form des Auswählens, des Tragens und Hinstellens wird eine ehrfürchtige Haltung im Kind geweckt
... es kann über das eigene Tun erleben, dass eine heilige Handlung vorbereitet wird
________________________________________________________________________

Jesus wäscht seinen Freunden die Füße:
vorlesen:
Jesus will mit seinen Aposteln ein Fest feiern – das Passahfest (jüdisches Fest)
Er wußte, dass dies das letzte Mahl im Kreis seiner Jünger sein wird.
Er will es in der Stadt Jerusalem feiern.
Er schickt zwei seiner Jünger in die Stadt, die sollen das Fest vorbereiten.
Am Abend kommt Jesus mit seinen Jüngern. Er setzt sich zu ihnen an den Tisch.
Bevor Jesus mit seinen Freuden isst, tut er etwas besonderes:
Jesus bindet sich ein Tuch um.
Er nimmt eine Schüssel Wasser und beginnt seinen Jüngern die Füße zu waschen.
Die Jünger sind erstaunt. Sie lassen es an sich geschehen.
Als Jesus zu Petrus kommt, sagt dieser: „Nein Herr! Du mein Herr und Meister sollst mir nicht die Füße waschen.“
Jesus sagt: „Lass es geschehen. Wenn ich dich nicht wasche, bist du nicht rein.“
Petrus spricht: „Dann wasche nicht nur meine Füße. Wasche alles, meine Hände -mein Gesicht.“
Jesus antwortet: „Es genügt, wenn ich dir die Füße wasche. Auch ihr sollt tun, was ich euch getan habe. Liebt einander!“

► Schüssel mit Wasser nehmen, ein Kind darf seine Hände eintauchen – LK trocknet sie mit dem weißen Tuch ab
Die Kinder tun gleiches miteinander.
... bei diesem Tun erleben die Kinder eine zärtliche Geste, die sie einander weitergeben,
... sie fühlen nach, was Jesus an den Jüngern bei der Fußwaschung getan hat
________________________________________________________________________

Jesus schenkt seinen Jüngern das Brot und den Wein des Lebens
vorlesen
Dann nimmt Jesus Brot in seine Hände.
Er schaut zu seinem Vater im Himmel.
Er segnet das Brot. Er bricht es und gibt es den Jüngern und sagt:
„Nehmt alle von diesem Brot und esst davon! Ich selbst bin dieses Brot. Es ist mein Leib.
Durch dieses Brot seid ihr mit mir verbunden.“

►LK bricht das Brot und gibt es weiter.
... jedes Kind darf sorgsam ein Stückchen abbrechen, (darauf achten, dass nichts davon verloren geht)
... sie halten ihr Stückchen Brot in der Hand wie in einer Schale und warten bis jedes Kind am Brot teil hat
ev. Gedanken daran, wie das Korn gewachsen ist, in der Sonne gereift, wie daraus Brot gebacken wurde
...die Kinder essen in aller Stille das Brot
Wir denken dabei an Jesus

vorlesen
Jesus nimmt den Becher mit Wein in seine Hände.
Er schaut zu seinem Vater im Himmel.
Er segnet den Wein. Er gibt ihn seinen Jüngern mit den Worten:
„Trinkt alle daraus! Dieser Wein ist mein Blut. Es wird für alle Menschen fließen zur Vergebung ihrer Sünden. Durch mein Blut macht Gott einen neuen Bund mit euch.“
Durch seinen Tod können alle Fehler (Sünden) vergeben werden
Jesus sagt: Das ist mein Gebot, ihr sollt einander lieben. Tut dies zu meinem Gedächtnis.

►Das bereitgestellte Kreuz wird nun in die Mitte getragen und abgestellt.
Der Becher wird weitergereicht. Jedes Kind darf einen kleinen Schluck daraus trinken.

Wenn wir das Brot essen, dass uns im Namen Jesu gebrochen wird und den Wein trinken, der uns in seinem Auftrag gereicht wird, werden wir verbunden mit Jesu, werden wir eingebunden in seine Liebe.
Er ist in uns und wir sind in ihm und wir alle, die ihn empfangen und essen, sind untereinander eins. „Geheimnis des Glaubens“

►Die Kinder zünden an der Jesuskerze ihre kleinen Lichter an.
Sie stellen sie auf die Deckchen rund um den Tisch und verzieren sie in aller Stille.
..................................................................................................

►Überleitung zum Abendmahl in der heutigen Zeit
Gedenken an Jesu, sein Leben, seine Worte: Liebt einander!“, wenn wir zum
Abendmahl gehen
Betrachtung einer Hostie; Gedanken der Kinder...
ev. Bild ausmahlen

Die Impulse für die Umsetzung des Erfühlens des Abendmahls habe ich aus Hilfen vom RPA-Verlag, 1983/3 "Brot und Wein"

Ich bin sehr gespannt, wie es den Kindern gehen wird.
Und ich wollte in die Runde fragen, wer hat Erfahrungen mit einem separaten Abendmahl für Kinder. Ich meine damit nicht in extra regionalen Kindergottesdiensten, ich meine einfach innerhalb der Gemeinde und vielleicht mit einer gewissen Regelmäßigkeit.
Und wer hat Ideen und Erfahrungen, wie man Kindern das Vaterunser nahe bringen kann?

Herzliche Grüße
panta rhei
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Beitragvon ich bin's » 17.02.2006, 08:43

Liebe panta_rhei

ich finde Deine Ideen, wie Du mit den Kindern das Abendmahl vorbereitest, große Klasse. Ich wünsche Dir mit Deinen Kindern viel Segen im Erleben dieses Gottesdienstes.

Nun zu Deinen Fragen. Bei uns in der Gemeinde wird (normaler Weise) jeden Monat einmal im Kindergottesdienst Abendmahl mit den Kindern gefeiert. Der Kinderpriester führt diesen Gottesdeinst durch, 2-3 mal im Jahr der Vorsteher. Ich bin selbst nicht dabei, weiß aber von meinen Kindern, das dabei schon die Bedeutung des Abendmahles eine besondere Rolle spielt.

Zum "Unser Vater" habe ich vor einiger Zeit hier was gefunden, vielleicht kann es Dir helfen.
http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms/sites/bistum/bildung/schule/rukurier/ru_kurier_24/vater_unser.html
Es ist sicher nicht komplet zu übernehmen, liefert aber einige gute Anregungen.

Viel Segen, liebe Grüße

Ich bin's
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Beitragvon pu » 17.02.2006, 09:09

Liebe pantha_rhei :D

Zwar habe ich nix Konstruktives beizusteuern, möchte einfach nur sagen, dass ich *deine* Kinder total beneide !! Sowas, wie du es beschreibst, hat es bei uns noch nie gegeben und wird es vermutlich auch nicht..
Viel Freude dir am Sonntag (du SegensträgerIN :wink: )

pu
Und Gott spricht: "Ich lieb' dich sehr... "
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Beitragvon Wiwi » 17.02.2006, 10:43

Liebe panta_rhei,

ich möchte Dir hier einmal öffentlich sagen, wie sehr ich mich über Deine tiefgehenden Gedanken und Deine Vorbereitung freue. Unser himmlischer Vater möge am Sonntag und auch weiterhin mit Dir sein und Deine Arbeit an Kinderseelen segnen!

Ich zitiere: Segensträgerin!

Liebe Grüße
Wiwi
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Beitragvon Pucki » 17.02.2006, 12:00

Liebe panta-rhei,

ich habe selber einige Jahre versucht, die Vorsonntagschule, danach die Sonntagschule abwechslungsreicher und kindergetreuer zu gestalten.

Deine Idee ist wunderschön und ich glaube, die Kinder bekommen dann ein richtiges "feeling" dafür. Dieser wichtige Moment geht oft viel zu schnell unter.

Dir und den Kindern viel Freude dabei..pucki :lol:
Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen!
(Konfuzius)
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Beitragvon gecko » 17.02.2006, 12:58

panta_rhei hat geschrieben:... Ich weiß noch, vor vielen Jahren gab es regelmäßig für die Kinder nach dem GD separat die Feier eines "Kinderabendmahls". Sie dauerte ca 20 min und der Priester war nur und in aller Ruhe für die Kinder da. Leider wurde damit eines Tages aufgehört, warum weiß ich nicht.
Wir werden nun kommenden Sonntag wieder so ein Abendmahl für die Kinder haben. Die Kinder werden die Möglichkeit haben Fragen zu stellen und können das Abendmahl "in ihrem Tempo" erleben.
Ich werde während des GD Sonntagsschule mit ihnen machen und möchte versuchen, sie auf ihre Feier einzustimmen ...


hallo panta_rhei,

Du berichtest uns doch sicher am sonntag von Eurem abendmahl ... und von den kindern ... und ueberhaupt ... :wink:

was mich noch interessieren wuerde: kommt dann der vorsteher oder ein priester noch mit dazu oder feierst Du das abendmahl mit den kindern allein?

... auf jeden fall find' ich's toll, den kindern das abendmahl - in ihrer sprache und ihrem verstaendnis - erlebbar zu machen

liebe gruesse
gecko

p.s. was ist das jesusLicht? (hab den ausdruck noch nie gehoert)
wer kaempft, kann verlieren. wer nicht kaempft, hat schon verloren.

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Beitragvon panta_rhei » 17.02.2006, 16:05

Herzliche Grüße in die Runde!
Ganz vielen Dank für die guten Wünsche!
Es freut mich sehr, so viele positive Resonanz auf das Konzept u lesen.
Wie schon gesagt, ich habe mir Hilfen geholt. Vom RPA- Verlag (Religionspädagogische Arbeitshilfen) kann man viele Ideen über das WIE bekommen.

ich binś, vielen herzlichen Dank für den Link, er enthält nicht nur "einige gute Anregungen", er bietet wirklich viele Anregungen, ich habe schon mal kurz in den verlinkten anderen Ausgaben "geblättert"...

Liebe Pucki,
wie Du schriebst, hast Du auch Erfahrungen mit der Gestaltung von Vor- u. Sonntagsschule sammeln können.
Vielleicht kannst Du etwas in die "Blumenwiese" davon schreiben.
Ich wünsche mir, dass man hier Anregungen und Erfahrungen finden kann.
Mir z.B. liegt zur Zeit das "Vaterunser" am Herzen. Ich finde es wunderbar, wenn so eine Kleine das Vaterunser vergnügt neben mir kräht. Aber ich würde mir auch wünschen, dass sie es "fühlen", dass sie einen Zugang finden zu dem, was sie sagen.
Dafür und für die vielen wunderbaren Ideen, die ganz bestimmt alle Kinderlehrer haben, ist hier Platz.
Und sie können auch eine Hilfe sein für die "Neuen" unter uns Lehrkräften. Ich weiß, wie schwierig es gerade am Anfang ist.

Hallo gecko :D ,
Die Sonntagsschule findet wie immer während des allgemeinen GD statt. Im Anschluss werden die Kinder den Kirchenraum "für sich allein" haben. Unser Vorsteher wird das Abendmahl mit den Kindern feiern. Ich denke, auch das Erleben, die Kirche für sich allein zu haben und der vorsteher konzentriert sich nur auf sie, wird etwas Besonderes für die Kinder werden.
Du fragst nach unserem "Jesus-Licht"...
Das ist eine besondere Kerze für die Kinder. Immer, wenn wir mit der Sonntagsschule beginnen, stellen wir zuerst die Kerze in die Mitte des Tisches und zünden sie an. Sie symbolisiert sichtbar für uns: Jesus ist in unserer Mitte, er ist bei uns.
Natürlich kannst Du Dir vorstellen, dass die Kinder genau "Buch führen" darüber, wer die Kerze anzünden darf.... und das nicht nur der Symbolik wegen.... :wink:
Aber es ist ein Ritual, damit fangen wir immer an.

Viele Grüße
panta rhei
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