Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Diskussionen über Aspekt der neuapostolischen Soziallehre

Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Andreas W. » 21.01.2014, 13:24

Hallo ...

vielleicht habt Ihr eine ähnliche Situation wie ich schon einmal erlebt:

Ihr gehört - so wie ich (ein mit Ende 20 relativ junger Christ) - bewusst der NAK an, weil Ihr prinzipiell hinter der Lehre und vielem anderen, was eben zur NAK gehört, steht. Auch hattet Ihr eine schöne Gemeinde, in der Ihr Euch weitestgehend wohl gefühlt habt. Dann müsst Ihr - aus welchen Gründen auch immer - die Gemeinde wechseln und alles ist anders. In der neuen NAK-Gemeinde gibt es schwere Konflikte, die nicht gelöst werden können (ich habe persönlich erfahren, dass eine bodenständige Konfliktlösung nicht gerade zu den Stärken der süddeutschen NAK gehört). Nicht falsch verstehen: Wenn man aktiv ist, gibt es einfach unterschiedliche Meinungen und daraus resultieren mitunter Konflikte und sonst waren auch alle problemlos bewältigbar ...

Ihr steht nun, so wie ich, in einer Gemeinde, in der Ihr Euch beispielsweise aufgrund von Konflikten oder anderen Dingen einfach nicht wohl fühlt. Ihr empfindet Dinge wie Kälte, Härte, Lieblosigkeit, Oberflächlichkeit, etc. Das ist Euer persönliches Empfinden, genauso wie ich es derzeit in (meiner?) Gemeinde fühle. Außerdem ist diese kleine Gemeinde sehr unlebendig, was ich ohnehin nicht gewohnt bin. Seelsorge gibt es fast nicht, Aktivitäten auch nicht. Ja und Hauskreise und Gesprächsrunden bietet die NAK ja leider ohnehin nicht, zumindest im Süden ...

Die Gemeinde zu wechseln ist nicht so einfach, da sie ein ganzes Stückchen entfernt liegt. In der Gemeinde aber fällt es schwer, sich wohlzufühlen, weil sie die Seele nicht mehr erbaut. Die Freude geht verloren, der Glaube, das Gebetsleben und der Gottesdienstbesuch (ein Kraftakt) sind beeinträchtigt. Als aktiver Christ bin ich nur noch passiv in der Gemeinde.

Kennt Ihr das?
Wie habt Ihr Euch in solchen Situationen verhalten?
Habt Ihr Tipps?

Ich freue mich auf Antworten!

Viele Grüße
Andreas
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Heidewolf » 21.01.2014, 14:58

Andreas,
so fing das leider bei vielen an, die heute als Aussteiger oder Kritiker beschimpft werden.

Ratschläge erspar ich mir. Das ist sehr schwierig.
Gruß, H.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Stellungnehmer » 21.01.2014, 15:46

Hallo Andreas,

wie weit ist denn die nächste Gemeinde entfernt? Wir sind auch mal Jahrelang 35 km zum GD gefahren, weil unsere eigentlich zuständige Gemeinde keine Wohlfühlgemeinde war. Die halbe Stunde Fahrt, im Winter auch länger, hat uns irgendwann nichts mehr ausgemacht, weil wir uns in der anderen Gemeinde zu Hause gefühlt haben.

Und als Nebeneffekt konnten wir noch ein gutes Werk tun und eine alte Schwester mitnehmen, die fast am Weg wohnte und sonst nur mit Schwierigkeiten in den GD konnte. Sie hat uns dafür ab und zu mal einen Kuchen gebacken und so hatten wir auch Freude.

Wir haben die Jahre nicht bereut. Die Situation hat sich dann später geändert.

Schnupper doch mal einfach in andere Gemeinden rein,

rät der

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Ich bin neuapostolisch - und das ist auch gut so!
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Toleranz » 21.01.2014, 16:09

Ich würde an Deiner Stelle doch noch einmal das Gespräch mit den Segensträgern suchen und Deine Vorbehalte gegenüber der Gemeinde so darstellen wie Du es hier getan hast. Du kannst Ihnen auch erzählen, dass Du in Deiner jetzigen Gemeinde gern mit "Liebe ans Werk" gehen möchtest. Sie sollen Dir dazu einmal Vorschläge machen. Du solltest dabei natürlich auch in der Lage sein Selbstkritik üben zu können.
LG
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon ___ » 21.01.2014, 16:23

Hallo Andreas,

ich denke auch - ähnlich wie Toleranz - dass Du hier den ersten Schritt zu einer "bodenständigen Konfliktlösung" selbst versuchen musst. Wenn Du, wie Du schreibst, "Dinge wie Kälte, Härte, Lieblosigkeit, Oberflächlichkeit, etc." in Deiner Gemeinde empfindest, dann überlege Dir, woran Du das konkret festmachen kannst, und ob Du Dir vorstellen kannst, dass jemand aus der Gemeinde, etwa der Vorsteher, dagegen konkrete Schritte unternehmen könnte. Wenn beide Punkte gegeben sind, hilft evtl. ein persönliches Gespräch mit der verantwortlichen Person, bei der Du auch Deine persönliche Beeinträchtigung schilderst. Alternativ/zusätzlich gibt es vielleicht auch andere, die sich ähnlich auf dem Abstellgleis fühlen, mit denen Du gemeinsam Aktivitäten anschieben kannst, die die Gemeinde etwas mehr zusammen bringen? Erst wenn sich daraufhin nichts tut, würde ich über einen Gemeindewechsel nachdenken.

mfg, ___
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Andreas W. » 21.01.2014, 17:11

Euch allen schonmal ein dickes "Danke" für die schnellen und lieben Reaktionen.

Vielleicht ist es noch wichtig zu erwähnen, dass ich selbst Amtsträger bin und die schweren und nicht wirklich klärbaren Konflikte, von denen ich sprach, im Brüderkreis liegen. Sicherlich haben diese unbewältigten Konflikte maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich in der Gemeinde nicht wohlfühle, Lieblosigkeit und Kälte empfinde und an Kraft verliere ...

Die nächste Gemeinde ist ca. 25km entfernt, das ist schon ein Stückchen aber zumindest eine Möglichkeit.
Auch was Du geschrieben hast, lieber Toleranz, habe ich schon getan. Ich habe mit der betreffenden Person mehrfach gesprochen, mit verschiedenen Segensträgern, sogar mit dem Apostel. Letztlich führte aber nichts zur Konfliktbewältigung und bei vielen wurde nur die "rosa Brille" der "heilen NAK-Welt" ausgepackt ;-) und darauf verwiesen, dass es bei uns doch anders zugehen müsse. Und nicht selten habe ich das Gefühl von "Ober sticht Unter" verspürt. Da hatte ich als Amtsträger, der in der Hierarchie ganz unten ist, schlechte Karten ;-) Hier nur der Hinweis, dass solche Floskeln vom Apostel in keinster Weise kamen. Da war viel Verständnis für mich vorhanden ...
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Wuerfelzucker » 21.01.2014, 18:28

Ich kenne einige, die aus verschiedenen Gründen nicht die nächst gelegene Gemeinde ansteuern.
Wenn man in einem Ort ohne NAK lebt, muss das noch nicht ganz so ungewöhnlich sein.
Hier orientiert man sich vielleicht ehr zur größeren Gemeinde, dorthin wo Familienmitglieder wohnen oder man bleibt nach einem Umzug seiner Gemeinde treu.
Dann gibt es aber auch welche, die ihrer "Heimatgemeinde" im Ort/in der Stadt die Rücken gekehrt haben und lieber 20-30km fahren.
Man muss sich ja nicht, wenn es aus irgendwelchen Gründen in der Gemeinde nicht (mehr) funktioniert, sich nicht noch so einen psychischen Druck aussetzen und so auch noch seinen Glauben kaputt machen lassen.
Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Peter B aus E » 21.01.2014, 22:16

@ Andreas,
ich denke- man sollte keinesfalls warten - bis alles zusammenfällt.
Man kann sein Amt ( rechtzeitig ) ruhen lassen, damit dann auch Verpflichtungsfrei -
" Gemeindehopping " betreiben( geht natürlich nur- wenn der familiäre . Anhang nicht so groß ist).

Denn jede Gemeinde hat irgendwie auch ein eigenes Flair.
Wichtig sind auch- und vor allem- die außerkirchlichen Freundschaften und Verbindungen.

Denn mit diesen- verbringt man oft - den größten Teil der Freizeit.
Und das völlig selbstgewählt und freiwillig .
Sollte man als einziges " Hobby" nur die " NAK " haben...
wird es in einer kleinen Gemeinde relativ schwer.

Da diese ihre Außenwirkung nicht ausreichend selbst reflektieren können.
Im wesentlichen sind sie über Generationen aus( nicht selten ) 1-3 Familien entstanden.
Und prägen damit stark den Gemeindegeist.

Ich selbst habe damit ( auf Grund persönlicher Ignoranz ) nie Probleme gehabt.
Allerdings habe ich auch zu vielen Kontakt - die unter ihrem guten Willen bis zum Schluss das Amt hielten .

Und darunter dann ganz zerbrochen sind.
Wobei so etwas natürlich eine reine Standpunktfrage ist .

freundlichst vom B.
aus E.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Surgeon » 22.01.2014, 09:39

In der Gemeinde bleiben, sein Ding machen und Wahrheit leben,
oder dasselbe in einer anderen Gemeinde.
Amt hin oder her.
Für Veränderungen kämpfen !

Gott ist mehr als jeder Apostel, und wenn Apostel korrupt werden, wird Gott wütend !

Die NAK hat in den letzten 10 Jahren an Wahrheit und echter Religion verloren.

Ein Gtd. ist aber nicht ! zum Wohlfühlen da, sondern zum Würdigwerden, und das ist meist harte Arbeit !

Wenn mein Gott mit mir redet, zittere ich und das kein Wellness !!

VG !
Wer von Christentum redet, sollte sich zuerst mal an die Gesetze halten. Üble Nachrede/Verleumdung sind die häufigsten Straftaten der Pseudochristen. Wenn Christentum nicht existentiell ist, ist es keins. Wer aus der Wahrheit ist, der hört seine Stimme.
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Cemper » 22.01.2014, 11:48

Surgeon hat geschrieben:Wenn mein Gott mit mir redet, zittere ich und das kein Wellness !!
VG !


Sagen Sie mal, Surgeon - Sie schreiben: "… mein Gott". Haben Sie einen eigenen Gott? Ist der Gott, der mit Ihnen redet, nicht der Gott, zu dem Christen im Vaterunser beten: "Unser Vater im Himmel …"?
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
Stanislaw Jerzy Lec (Unfrisierte Gedanken)
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon bubixx » 23.01.2014, 09:30

Surgeon hat geschrieben:Die NAK hat in den letzten 10 Jahren an Wahrheit und echter Religion verloren.
VG !


Können Sie das evtl. an Fakten festmachen?
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Reverend » 23.01.2014, 14:22

Liebe(r) Surgeon,
Sie schreiben:

Surgeon hat geschrieben:Ein Gtd. ist aber nicht ! zum Wohlfühlen da, sondern zum Würdigwerden, und das ist meist harte Arbeit !


Da habe ich doch zwei Fragen:

- Gilt das "nicht zum Wohlfühlen" für alle Gottesdienste? Oder gibt es Ausnahmen?
- Wenn das "Würdigwerden" (was ist das konkret?) "meist harte Arbeit" ist, ist dann die "Würdigkeit" als persönliches Arbeitsergebnis zu verstehen?

nette Grüße
Reverend
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon Bert » 23.01.2014, 16:39

Ein Gtd. ist aber nicht ! zum Wohlfühlen da, sondern zum Würdigwerden, und das ist meist harte Arbeit !


Das ist doch Quatsch. Warum sollte ein Mensch nicht wohlfühlen dürfen, wenn er am Gottesdienst einer Kirche teilnimmt? Gut, die Predigt könnte dem GD-Teilnehmer ein Sichwohlfühlen in der Kirche verhageln; wenn solches eintritt, darf aber gefragt werden, ob der Prediger wie ein Gottesknecht geredet hat ... :mrgreen:
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Re: Leider keine "Wohlfühlgemeinde" ...

Beitragvon ___ » 23.01.2014, 17:29

...und so, sehr verehrtes Publikum, sieht ein erfolgreiches Threadjacking durch einen Troll aus. Mit nur einem Post! Hervorragende Ausführung, surgeon - chapeau! </ironie> :roll:
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