Wer überlebt eigentlich leichter?

Diskussionen über Aspekt der neuapostolischen Soziallehre

Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Cemper » 07.05.2010, 13:09

Westfale hat geschrieben:Moin, Arnie,
bei katholischer Soziallehre fällt mir immer Norbert Blüm ein, der allerdings auch keine prophetische Gabe besaß:
"Die Rääntään sind sieschää."

Westfale, sind die Renten unsicher? Stellen Sie sich mal vor, wir hätten ein kapitalfinanziertes Rentensystem und eine satte Finanzkrise. Das wäre sicher. Fragt sich nur ...

Arnie hat geschrieben:Cemper,
hoppla , das überrascht mich.Wie waren denn die "Kopfnoten"?
Breuning schreibt sich nur mit einem "n" , aber ich denke sie wollten mich testen :wink: schicken das Buch mal an meine Adresse , es interessiert mich.

Danke.

Tja - Sie denken wohl, ich sei ein lahmer Sack. Ansonsten: Was Sie alles wissen wollen! Aber gut. Die Kopfnoten waren mäßig. Fleiß und Aufmerksamkeit befriedigend. Betragen gut.

Ihren Hinweis auf die Schreibweise Breuning verstehe ich nicht. Wo soll nur ein "n" stehen? Ich habe den Namen/den Doppelnamen doch richtig geschrieben. Oder? Das Buch schicke ich Ihrem neuap. Gemeinde-Vorsteher. Der wird sich wundern. Holen Sie es bei ihm ab. Oder mailen Sie mir Ihre Adresse. Noch besser: Ich schaue mal nach, ob das Buch in einem Antiquariat zu bekommen ist. Ich sage Ihnen Bescheid. Dann können Sie das Buch evtl. dort bestellen und behalten. Sie hätten dann schon vier Bücher: eine Bibel, ein Gesangbuch, einen Leitfaden "Wie vermeide ich die Zahlung von Steuern" und Nell-Breunings "Kirche - Arbeit - Kapital".

Ich war übrigens mal in der Wohnung eines Vorsteher einer neuap. Kirchengemeinde. Wir saßen in der Küche - und dort standen in einem modernen Küchenschrank nebeneinander drei Bücher: eine Bibel, ein Kochbuch und ein Witzebuch. Echt. Ich schwöre es.
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Arnie » 08.05.2010, 12:25

Moin Cemper,
ich hatte mich gestern noch etwas mit P. Oswald von Nell-Breuning beschäftigt und kam zu dem Entschluss dieses Buch nicht lesen zu wollen , es gibt wichtigeres.
Den Grund dazu kann ich ihnen auch sagen.
Der gute Mann kritisiert genau den Kapitalismus der von seiner Kirche ,mit ihrem Finanzgebaren, vorgelebt wird.
Ich empfehle ihnen , in der Sache, das Buch "Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert" von Jan van Helsing zu lesen. (Kapitel 40 Seite 171)
Oder lesen sie mal "Im Namen Gottes" von David A.Yallop
Aber ich danke für ihr Angebot. :wink:

Wussten sie eigentlich das der Vatikan ,in der Vergangenheit , finanziell an einer Firma beteiligt war welche Antibabypillen produziert?

Makaber, oder?
Diese Geschichte wäre übrigens auch ein Buch wert gewesen.

Ich wünsche ihnen ein schönes Wochenende....und wählen sie morgen die richtige Partei :wink:

Mfg A.
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Cemper » 08.05.2010, 13:05

Arnie -

so geht das nicht. Ich kann das aber jetzt nicht lang und breit darlegen. Nur dies: Im frühen Christentum gab es die Erwartung der Wiederkunft Christi. Christus ist aber nicht erneut "erschienen". Es kam zu einer ganz anderen als der erwarteten Entwicklung: Aus der "kleinen Schar" (Urchristentum) wurde eine Weltreligion. Statt Christus kam die Kirche. Politisch heißt das: Über Jahrhunderte hat sich eine Identität zwischen Kirchenvolk und Staatsvolk entwickelt. Das hat dazu geführt, dass politische Probleme - also von Interessen geprägte Auseinandersetzungen - auch kirchliche Probleme geworden sind. Die Kirche ist - ob sie es wollte oder nicht - eine politische Größe geworden. (Zum besseren Verständnis: Stellen Sie sich nur einmal vor, alle Europäer und Amerikaner wären neuapostolisch. Was würde das politisch für die NAK bedeuten?) In diesen Entwicklungen ist die Kirche (die RKK und später auch die protestantischen Kirchen) in politische Auseinandersetzungen gezogen worden. Kirchen mussten sich positionieren. Das haben die Kirchen dann so oder so oder so getan. Meistens standen sie auf der Seite der Mächtigen (dies gilt besonders für den Protestantismus). Im Verlauf der sehr unterschiedlichen Entwicklungen und "Strömungen" im Katholizismus - zu dem auch von Ihnen angedeutete Auswüchse zählen - ist dann eine Katholische Soziallehre entstanden. Nell-Breuning war einer ihrer bedeutenden Repräsentanten. Neben ihm gibt es noch eine ganze Reihe wichtiger katholischer Gesellschaftstheoretiker. Dieses kritische intellektuelle Potenzial kann man nicht - wie Sie es tun - mit Ihren Hinweisen "erledigen". Sie antworten mir betr. Katholische Soziallehre und Nell-Breuning wie NAK-Kritiker in diesem komischen Forum QUO-VADIS-NAK. Die Konstruktion von Beziehungen zwischen Ihrer Literatur und Nell-Breuning ist absurd.

Wissen Sie - für einen der wirklich bedeutenden deutschen Politiker, den Altkanzler Helmut Schmidt, war Nell-Breuning ein gefragter Gesprächspartner. Und Sie wollen ein Buch von Nell-Breuning nicht lesen. Bitte sehr - lassen Sie es. Sie blicken auch so durch.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Heinrich Cemper
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Franke » 08.05.2010, 14:51

Cemper schrieb:
Ich war übrigens mal in der Wohnung eines Vorsteher einer neuap. Kirchengemeinde. Wir saßen in der Küche - und dort standen in einem modernen Küchenschrank nebeneinander drei Bücher: eine Bibel, ein Kochbuch und ein Witzebuch. Echt. Ich schwöre es.


Werter Cemper,
wegen mir müssen Sie nicht schwören! Ich glaub Ihnen das auf´s Wort.

Oder auf was dachten Sie denn, ist die neuapostolische Glaubenslehre aufgebaut?

Will Sie aber nicht belehren, Sie sind da sicher besser informiert :wink:

Liebe Grüße in den "Osten"
Franke
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Sonia » 08.05.2010, 16:23

Welche Bücher haben Sie denn in Ihrem Küchenschrank?
Und was sagen die über Ihren Glauben aus?
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Cemper » 08.05.2010, 16:45

Sonia - eins heißt "Köstlichkeiten aus der Klosterküche".

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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Cemper » 08.05.2010, 19:24

Arnie -

noch ein Nachtrag zu meiner Antwort oben (vier Einträge höher):

Ich habe mal nachgesehen, wer die Autoren sind, die Sie mir empfohlen haben. Jan van Helsing wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingeordnet. In der seriösen kritik gilt dieser Mann als Spinner. Und David A.Yallop ist Drehbuchautor. In von mir redaktionell betreuten Arbeiten würden solche Autoren nicht einmal angelesen. Die bekämen gleich eine Standardabsage. Und so was dienen Sie mir an. Da kann ich auch gleich blöde Romane aus irgendwelchen Verlagen für Volksverdummung lesen.

Nichts für ungut.

C.
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon damkina » 09.05.2010, 09:07

@Arni

"Ich empfehle ihnen , in der Sache, das Buch "Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert" von Jan van Helsing zu lesen. (Kapitel 40 Seite 171)"

Achtung, ich bin auch Freimaurer (in Kapitel 40, Seite 171 gehts um die P2-Loge) und wenn Sie alles wüssten, Arni, würden ihnen nicht nur die Haare auf dem Kopf zu Berge stehen, aber meine größten und besten Geheimnisse habe ich NICHT bei den Freimaurern erfahren !

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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Karl » 09.05.2010, 11:24

Arnie, Cemper,

ich habe zwar die genannten Bücher nicht gelesen. Aber andere von Helsing, der andere ist mir zumindest nicht gegenwärtig.

Sie werden vorwiegend von Kopp, der das Genre Verschwörungstheorien, verschollene 'Wahrheiten', Esoterik u.ä. bedient, verlegt.

Ich denke, Herr Cemper, solche Bücher sollte man - zumindest teilweise - sehr wohl lesen ... um sich eine eigene Meinung bilden zu können.
Ich habe deshalb eine eigene Meinung - Sie deckt sich i.d.F. zwar mit Ihrer - weitestgehend völlig unbewiesene, spekulative, haltlose 'Sensationsmache' ... aber von IHNEN hätte ich das - NACH einer 'Leseüberzeugung' erwartet.

Arnie, ein wenig bin ich doch über Deine 'Leichtgläubigkeit' überrascht.

Wir alle wissen, dass wir uns auch trefflich über die 'Wahrheiten' eines Nitsche's streiten können ...

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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Cemper » 09.05.2010, 12:40

Karl -

der Nitsche heißt Nietzsche. Ich weiß das zufällig, weil seine Werke im Arbeitzimmer stehen.

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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Karl » 09.05.2010, 13:29

Cemper,

schön für mich - für Sie sowieso - dass Sie mich trotzdem verstanden haben. Auch wenn Sie gerne (so, wie in diesem Falle zu Recht) Ihren Oberlehrerfinger heben - eine weitergehende sachdienliche Antwort zu meinem Beitrag hätte Ihnen wohl keiner für 'krumm' genommen.
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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon damkina » 09.05.2010, 14:55

Karl, es gibt Bücher, die gelesen zu haben nicht zum Ansehen eines Menschen beiträgt, ihn eher schädigt. Das ist wie bei Religionszugehörigkeiten. Wer der NAK angehört, oder den ZG oder anderen neueren seltsamen Gruppen, über den wird ebenfalls die Nase gerümpft, wenigsten hintenrum. Man muss nicht unbedingt überall die Nase reinstecken, um zu wissen was dahinter steckt. Vor allem sind die Leute anfällig, z.B. auf Sekten und Schriftsteller hereinzufallen, ihnen zuviel Wahrheit anzudichten, die sich vorher nicht genügend informiert haben. Wer in eine Sache hineingeboren wurde, z.B. in die NAK, muss aber aus eigener Kraft sich da raus winden um mit Abstand darüber urteilen zu können. Urteil von aussen ist weit hilfreicher, wie innerhalb einer Sache zu stehen und den Tellerrand kaum oder nicht zu überblicken.

Ein meiner Meinung nach gutes Buch zum Thema: "Bildung, alles was man wissen muß", von Dietrich Schwanitz. Der Autor beschreibt auch gut, mit was man am besten nicht glänzen sollte, wenn man was trotzdem weiss oder ist.

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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Cemper » 09.05.2010, 16:09

Karl hat geschrieben:Cemper,

schön für mich - für Sie sowieso - dass Sie mich trotzdem verstanden haben. Auch wenn Sie gerne (so, wie in diesem Falle zu Recht) Ihren Oberlehrerfinger heben - eine weitergehende sachdienliche Antwort zu meinem Beitrag hätte Ihnen wohl keiner für 'krumm' genommen.

Karl -

die Internetkommunikation mit Ihnen macht mir wieder Spaß. Erst schreiben Sie den Namen des bedeutenden deutschen Philosophen Nietzsche falsch. Aus Nietzsche machen Sie Nitsche. Das ist der erste Fehler. Am Rande: Wir können froh sein, dass Sie nicht "Nische" geschrieben haben. Dann schreiben Sie mir in Ihrer Antwort (oben), es sei schön, dass ich Sie "verstanden habe". Wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Tatsache ist: Ich hatte Sie nicht verstanden. Mir war und mir ist immer noch unklar, was Sie mir sagen wollen. Das ist ein zweiter Fehler. Wenn ich das etwas erläutern darf: Unter anderem war und ist mir das Wort "deshalb" im fünften Satz Ihres Eintrags (etwas weiter oben) unverständlich. Sie sagen dort, Sie hätten eine eigene Meinung, weil Sie denken, dass man solche Bücher zumindest teilweise lesen sollte, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Aha! Weil Sie denken, dass man solche Bücher lesen sollte, um sich eine eigene Meinung bilden zu können, haben Sie eine eigene Meinung. Vielleicht gewinnen Sie demnächst bei einer Aktienspekulation, weil Sie denken, dass man wissen sollte, wie eine Börse funktioniert. Schließlich behaupten Sie, ich würde so gerne meinen "Oberlehrerfinger" erheben. Das ist ein dritter Fehler oder bestenfalls halb richtig. Es ist nicht so, dass ich das gern mache; ich sehe es nur manchmal als notwendig an, etwas zu korrigieren. Ein Beispiel: Wenn jemand auf einem Stadtplan von Dresden eine Straße in Ostberlin sucht, dann halte ich einen "sachdienlichen Hinweis" für notwendig (und nehme dann auch die Beförderung zum Oberlehrer in Kauf).

Lassen Sie uns die Diskussion fortsetzen.

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Re: Wer überlebt eigentlich leichter?

Beitragvon Arnie » 10.05.2010, 05:46

Moin Cemper,

nur kurz , ich habe viel zu tun.
Ihre Kritik und Unmut ist nachvollziehbar , Helsing ist ein Verschwörungstheoretiker der "allerfeinsten" Sorte.
Allerdings ist es wie immer , wenn man etwas recherchiert findet man immer ein oder mehrere Körnchen Wahrheit welche zum nachdenken anregen.
Ich fahre morgen einige Tage in Urlaub , wenn es regnen sollte werde mich dann etwas mit Nell-Breuning beschäftigen.
Aber was sagen sie denn dazu das Linksextremisten in den NRW-Landtag eingezogen sind?
Auch eine schreckliche Geschichte!

Karl,
ich bin nicht leichtgläubig , wenn du das nicht glauben solltest frage bitte meinen Vo oder Ap. :wink:

Mfg A.
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