Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Diskussionen über Aspekte der neuapostolischen Glaubenslehre

Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon reh » 18.10.2011, 11:00

Das GEBET – beruhigendes Placebo oder Segen?
Das GEBET – wie steht Bruder – Schwester – Freund – Forie dazu?

http://www.nak-nrw.de/aktuelles/bericht ... -lintfort/
Vor dem Hauptteil der Predigt ging Stammapostel Leber auf das Gebet ein und stellte den Gottesdienst-Teilnehmern die Frage, wie es mit dem eigenen Gebetsleben aussehe. Dabei gehe es nicht um das Äußere, sondern um die Gebetstiefe. „Das Gebet ist ein Spiegel des Glaubenslebens“, zitierte er und folgerte daraus: „Wenn wir oberflächlich beten, dann ist das auch auf den Glauben zu übertragen. Wenn wir intensiv beten, dann wird auch der Glaube intensiv sein.“
Das Gebet sei also Maßstab für die Tiefe des Glaubens. „Lasst uns heute neuen Schwung nehmen, um künftig noch kraftvoller zu beten.“ Zudem gab der Stammapostel den Ratschlag, im Gebet auch die Liebe zu Gott zum Ausdruck zu bringen.
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Auch in diesem Jahr beteiligte sich (bzw. beteiligt sich noch bei ökumenischen Veranstaltungen) die Neuapostolische Kirche wieder am "Gebet der Religionen".
http://www.nak.org/de/news/vorschau/article/17364/
Die UNO würdigt den Weltfriedenstag seit 1981. In der damaligen Resolution der Vollversammlung hieß es u.a., dass ein Jahrestag als Weltfriedenstag gefeiert werden soll. Er möge die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen stärken. 2004 entschloss sich der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) mit Sitz in Genf, sich an Friedensgebeten zu beteiligen und kürte dafür den 21. September. Die Neuapostolische Kirche trägt diese Bewegung seit 2005 mit und ruft alle Gemeinden dazu auf, im Gottesdienst ein besonderes Friedensgebet zu sprechen.
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http://www.kleinezeitung.at/steiermark/ ... eden.story
Das interreligiöse Gebetstreffen hat ein historisches Vorbild. Jenes, zu dem Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren, am 27. Oktober 1986, nach Assisi geladen hat. Der Einladung waren damals 150 Personen aus zwölf verschiedenen Glaubensrichtungen und Religionen gefolgt.
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Kürzlich las ich hier verschiedene Einstellungen zum Gebet, die mir fast die Sprache verschlagen hatten,
deshalb meine Frage:

Wie steht Ihr,
Bruder, Schwester, Freund, Forie zum GEBET?
Gruß vom Reh

Bittet Gott mit Danken
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon reh » 18.10.2011, 11:01

Kürzlich las ich hier verschiedene Beträge zum Beten, die mir zunächst die Sprache verschlagen hatten.
Wir Neuapostolischen brauchen uns beim BETEN ja schließlich weder zu bekreuzigen, noch auf die Knie zu fallen.
Das VATER UNSER bzw. UNSER VATER gibt uns Anleitung.

Und wie heißt es weiter zu unseren Gebeten?
Erst den Herrn Loben und Preisen,
dann der Dank,
dann die Bitten,
dann die Fürbitten.

Zum Tischgebet :
es reicht ein kleines „sammeln“ z. B. vor dem Essen in der Öffentlichkeit / Schule , Kantine, Restaurant etc.
Nun, wer es nicht für nötig hält, Gott für seine Speise um den Segen zu bitten, sollte doch m.E. zumindest dafür DANKEN.
Es schadet auch sicher keinem Kind / Menschen zum Danken angehalten werden.

Die Bitten / Fürbitten:
10 Jahre für etwas gebetet und dann festgestellt, für „Quatsch“ gebetet?
Wunsch nicht erfüllt?
Von wegen, Gott hilft. Von wegen, Gott legt Lasten auf und er hilft auch?
Gott Vorschriften machen wollen?
Man findet in der Heiligen Schrift jedoch auch Hinweise zu Begebenheiten, wo mit Gott um eine Sache gerungen und gekämpft wurde – wie auch immer das nun nach den ganzen Überlieferungen sich tatsächlich zugetragen hat, Gott WILL also unsere Bitten vorgetragen haben.
Gruß vom Reh

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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon reh » 18.10.2011, 11:04

Meine Meinung zum GEBET:

ICH persönlich glaube auch an die GebetsMACHT,
jedoch sollte man damit sehr vorsichtig sein.
Wie kann man wissen, was wirklich gut und das Beste ist
für mich / meine Kinder / meine Freunde / die Menschheit
heute und für die Zukunft?
Gott Vorschriften machen / reinreden (oft wird sogar von Gott „verlangt“, anderen Menschen ihren eigenen Willen zu nehmen)?

GOTT, dem ALLMÄCHTIGEN GOTT, unserem HERRN, unserem HIMMLISCHEN VATER
unseren Kummer, Sorgen, Gedanken vortragen ist sicher nicht nur ein beruhigendes Placebo,
sondern ein wirklicher SEGEN!
Gruß vom Reh

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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Corinna » 18.10.2011, 17:04

Danke für deinen ausführlichen Beitrag liebes Reh. Du hast dich in der letzten Zeit so rar gemacht. Dabei lese ich doch deine Beiträge so gerne. Ob du es glaubst oder nicht, heute mittag erst habe ich noch an dich gedacht.


Deinen Ausführungen kann ich vollumfänglich zustimmen. Gebet hat Macht und dringt vor Gottes Thron.
Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Vorbereitungen für Assisi.
Hier sei mal ein kleiner Einblick gestattet:
http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=530031

Auch wenn Monsignore Cemper mich aufgrund der theologischen Unmöglichkeit rügen wird und die Piusbruderschaft noch so viele Rosenkränze beten läßt. Ich bete auch mit Muslimen.
Das Vater unser übrigens.

LG
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon reh » 18.10.2011, 18:26

Danke Corinna.
Ja, es ist schon ein Aufsatz geworden.

Das finde ich gut, das du mit allen, auch mit Moslems betest.
Gruß vom Reh

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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Corinna » 18.10.2011, 18:41

Sei bloß stille, Monsignore Cemper brütet schon wieder über Literaturlisten die mir mein unmögliches Verhalten vor Augen führen sollen. :shock:
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Franke » 18.10.2011, 19:22

Corinna hat geschrieben:Sei bloß stille, Monsignore Cemper brütet schon wieder über Literaturlisten die mir mein unmögliches Verhalten vor Augen führen sollen. :shock:


Naja, lesen gefährdet ja unsere Dummheit...also besser nichts lesen was Monsignore Cemper empfiehlt?
Wobei ich persönlich doch mehr mit der (weiblichen) Neugierde rechne :wink:
Und das nicht nur bei (afghanischen) Kochrezepten :mrgreen:
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
Stap Schneider - AT-Godi, 30.10.2014, Johnnesburg-Towerby (Südafrika)
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Franke » 18.10.2011, 19:44

...doch zurück zum Thema. Hier mal (ich zitiere) aus dem Schlußgebets des Stammapostels vom letzten Sonntag in Kamp-Lintfort:

"Vater, es gibt vielleicht auch etliche, die nicht mehr so die Gemeinschaft suchen, die eigene Wege gehen, es sind aber doch unsere Brüder und Schwestern. Sie sollen doch auch durch deine Liebe besonders berührt werden. Wir bitten dich herzlich, du wollest Gnade schenken, dass der eine oder andere doch zurückkehrt."

Das möge Gott verhindern, zumindest was mich betrifft.
Zum einen wurde ich durch die Liebe Gottes besonders berührt und aus meiner ehemaligen NAK-Gemeinde, von Jesus Christus selbst an der Hand genommen, herausgeführt und zum anderen gehe ich keine eigenen Wege, sondern geh seitdem meinen Weg in direkter Nachfolge mit Jesus Christus, der mich samt meiner Familie in die Freiheit in Christo geführt hat.

Also in diesem Sinne hoffe ich inständig, dass Gott dahingehend keine Gnade schenkt und die Fürbitte des Stap für die, die nach seiner Vorstellung "nicht mehr so die Gemeinschaft suchen", nicht erfüllt.
Aber ich bin voller Freude und habe das uneingeschränkte Vertrauens meinem Gott gegenüber, dass er mich nicht, gemäß den Worten aus Galater 5,1 - So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen, wieder in die "Knechtschaft" zurückführt... :D

Fröhliche Gebetsgrüße
vom Franken
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Corinna » 19.10.2011, 01:17

Franke hat geschrieben:
Corinna hat geschrieben:Sei bloß stille, Monsignore Cemper brütet schon wieder über Literaturlisten die mir mein unmögliches Verhalten vor Augen führen sollen. :shock:


Naja, lesen gefährdet ja unsere Dummheit...also besser nichts lesen was Monsignore Cemper empfiehlt?
Wobei ich persönlich doch mehr mit der (weiblichen) Neugierde rechne :wink:
Und das nicht nur bei (afghanischen) Kochrezepten :mrgreen:



Hüstel... Ich lese fast alles, was Monsignore Cemper mir auftischt. Was mich Nächte meines Lebens gekostet hat. Wenn ich entfleuche, bekomme ich auch in Bella Italia den Theologieprofessor im Whirlpool serviert. :wink:
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Corinna » 19.10.2011, 01:33

Franke hat geschrieben:...doch zurück zum Thema. Hier mal (ich zitiere) aus dem Schlußgebets des Stammapostels vom letzten Sonntag in Kamp-Lintfort:

"Vater, es gibt vielleicht auch etliche, die nicht mehr so die Gemeinschaft suchen, die eigene Wege gehen, es sind aber doch unsere Brüder und Schwestern. Sie sollen doch auch durch deine Liebe besonders berührt werden. Wir bitten dich herzlich, du wollest Gnade schenken, dass der eine oder andere doch zurückkehrt."

Das möge Gott verhindern, zumindest was mich betrifft.
Zum einen wurde ich durch die Liebe Gottes besonders berührt und aus meiner ehemaligen NAK-Gemeinde, von Jesus Christus selbst an der Hand genommen, herausgeführt und zum anderen gehe ich keine eigenen Wege, sondern geh seitdem meinen Weg in direkter Nachfolge mit Jesus Christus, der mich samt meiner Familie in die Freiheit in Christo geführt hat.

Also in diesem Sinne hoffe ich inständig, dass Gott dahingehend keine Gnade schenkt und die Fürbitte des Stap für die, die nach seiner Vorstellung "nicht mehr so die Gemeinschaft suchen", nicht erfüllt.
Aber ich bin voller Freude und habe das uneingeschränkte Vertrauens meinem Gott gegenüber, dass er mich nicht, gemäß den Worten aus Galater 5,1 - So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen, wieder in die "Knechtschaft" zurückführt... :D

Fröhliche Gebetsgrüße
vom Franken

Lieber Franke,
mir grauet vor dir. Nachhilfestunden bei Herrn Cemper seien dir verordnet! Wenn Jesus dich wirklich an der Hand gehabt hätte, wäre dir ein schöner Hinweis nicht erspart geblieben. Paulus dieser alte Hitzkopf, hat in der von dir angegebenen Textstelle gegen die Beschneidung gewettert. Man kann wirklich nur beten, daß du diese Textstelle niemals einem Muslim offerierst. :wink:
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Cemper » 19.10.2011, 18:40

Zum Verständnis des Themas dieser Rubrik habe ich einige Fragen: Was ist eigentlich gemeint, wenn "Gebet" gesagt wird? Was versteht der neuap. Christ unter "Gebet" oder "Beten"? Und was meint der neuap. Christ, wenn er von "Segen" spricht? Ich kenne gläubige Menschen, die selten beten und das auch offen sagen. In dem Zusammenhang: Ich weiß aus vielen, wirklich vielen evang. Gottesdiensten, dass ganz selten "frei" gebetet wird. 95 Prozent der Gebete sind Gebetslesungen (einschl. Psalmen und Vaterunser). Hin und wieder formuliert eine Pastorin / ein Pastor ein Gebet frei; aber auch dann ist das Gebet vorher - bei der GD-Vorbereitung - mehr oder weniger überlegt worden. In neuap. Gottesdiensten werden Gebete hingegen frei gesprochen. Ebenso die Gebete in privaten / familiären Situationen. Aber dieses "freie Beten" ist nach meiner Beobachtung gar kein freies Beten. Ich wage die These: Wenn alle Gebete, die am nächsten Sonntag in neuap. Gottesdiensten gesprochen werden, auf Tonträgern aufgezeichnet, abgeschrieben und verglichen werden, dann wird sich zeigen, dass ein sehr großer Teil der Gebete aus vorformulierten Versatzstücken besteht. Jedenfalls habe ich in neuap. Gottesdiensten selten, ganz selten abstrakt-gehaltvolle Gebete gehört. Die meisten Gebete waren Vorschläge an die Adresse Gottes, dass er doch bitte dies und das und jenes tun möge. Ich habe aufgrund einer freilich begrenzten persönlichen Erfahrung auch den Eindruck, dass Gebete im privaten Rahmen standardisiert sind (was ich übrigens nicht kritisch meine, aber doch anmerken möchte).

Außerdem: Wenn ein Placebo eine beruhigende Wirkung hat, dann kann doch bereits diese Wirkung als Erfolg und - wenn man so will - auch als "Segen" verstanden werden. Wenn das so ist, dann verstehe ich nicht, dass ein Gegensatz zwischen "beruhigendem Placebo" und "SEGEN" gebildet oder konstruiert wird.

C.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Cemper » 19.10.2011, 20:12

Nein. Es gibt "die" neuap. Christen.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Cemper » 19.10.2011, 20:47

Gedankenfreiheit hat geschrieben:Lieber Cemper,

gut geantwortet. :D

Und ich sehe es ebenso , dass das neuap. Gebet aus vorformulierten Versatzstücken besteht. Wenn ein Dienstleiter plötzlich hinterm Altar ausfallen würde , könnte mühelos jeder neuap. Christ das Gebet im "üblichen Hörstil" fortführen, davon bin ich überzeugt.


Ich auch.

Dies wird m.E. aber auch bei anderen Konfessionen z.T. so sein.


In anderen Konfessionen sind die Gebete anders: unpersönlich-abstrakt und doch berührend.

Und macht ein Gebet nicht mehr aus, die Gedanken und Gefühle die reingelegt werden`?

Sie meinen vermutlich: "Besteht ein Gebet nicht aus den Gedanken und Gefühlen, die in das Gebet gelegt werden?" Ich meine, dass das so ist - dass Sie das richtig sehen.

Nun kann ich behaupten, wenn ein Gebet so eintönig rüberkommt, können die Gedanken und Gefühle des Betenden ja auch nicht unbedingt "weit her sein".
Nur ....darf und kann ich das immer so sehen?

Ich meine, dass man immer den Einzelfall sehen muss. Gebete sind wohl eine sehr intime Angelegenheit.

C.
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Re: Das GEBET - beruhigendes Placebo oder SEGEN

Beitragvon Franke » 20.10.2011, 10:10

Lieber Franke,
mir grauet vor dir. Nachhilfestunden bei Herrn Cemper seien dir verordnet! Wenn Jesus dich wirklich an der Hand gehabt hätte, wäre dir ein schöner Hinweis nicht erspart geblieben. Paulus dieser alte Hitzkopf, hat in der von dir angegebenen Textstelle gegen die Beschneidung gewettert. Man kann wirklich nur beten, daß du diese Textstelle niemals einem Muslim offerierst. :wink:


Liebe Corinna,
ich hätte nichts gg. Nachhilfestunden bei Herrn Cemper einzuwenden, da ich Ihn für einen der wenigen mir bekannten Fories halte, der sein Gegenüber nicht belehren möchte und ihm seine Meinung nahebringen will, sondern durch geziehlte Fragen beim Diskussionspartner einen Impuls setzt zum "Selbst-denken!" Fast wäre daraus zu vermuten, dass Herr Cemper ein therapeutisches Seelsorgeseminar hinter sich hat ;-)
Dein nächster Satz beginnt wieder mit dem berühmten "wenn" - eine sog. "wenn-dann-Aussage". Kommt bei mir an wie ein sicherer Fakt...woher weißt du das?

Das sich mit Paulus (...der m. E. kein Hitzkopf war, sondern einfach nur begeistert das Evangelium verkündigte) bis in die heutige Zeit hinein, besonders das weibl. Geschlecht schwer tut ist ja nix neues. Vllt sollten wir seine "wetternden" Aussagen mehr aus dem Blickwinkel der damaligen Epoche sehen, um sie heutigen Tags besser einordnen zu können.
Wenn wir das 4. Kapitel des Galaterbriefes lesen (Befreiung vom Gesetz durch Christus, Warnung vor Rückfall in die Gesetzlichkeit, Knechtschaft und Freiheit) so ergibt sich m. E. daraus, dass sich die Aussage aus Gal 5,1 - als Fazit sozusagen - auf weit mehr bezieht als "nur" auf die Beschneidung.

Bitte bete NICHT darum, dass ich diese Textstelle niemals einem Muslim offeriere, denn GOTT möchte ja, dass allen Menschen geholfen werde und warum soll ein Muslim nicht erfahren, dass JESUS CHRISTUS uns wirklich "FREI" machen kann. :wink:

Weshalb es dir vor mir grauet, verstehe ich nicht so ganz. Aber vllt kannst du mir das ja noch verständlich machen :)

Liebe und erwartungsvolle Grüße
Franke
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