Ups, da tut sich was ! :-)

Eine virtuelle Sofaecke - nur für Frauen

Ups, da tut sich was ! :-)

Beitragvon sonnja » 12.03.2005, 13:57

Ups, da tut sich was ! :-)

dachte ich gestern beim Lesen einer Zeitschrift.

Auch wenn wir manchmal nicht mehr daran zu glauben wagen, es ändert sich etwas in den Köpfen mancher.

Lasst uns hier solche Nachrichten sammeln und allen zugänglich machen. Berichtet von Veränderungen in Euren Gemeinden. Erzählt von Veranstaltungen.

Ein schönes Wochenende wünscht
Sonja
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Projektgruppe ;-)

Beitragvon sonnja » 12.03.2005, 14:07

Georges Cottier, päpstlicher Haustheologe, hat in einem Interview der Internet-Agentur apcom erklärt, dass Kondome ein geeignetes Mittel gegen die Ausbreitung der Immunschwäche AIDS sein könnten.

Wörtlich sagte er:
"In besonderen Situationen, etwa im Drogenmillieu oder dort, wo eine verbreitete Promiskuität mit großem Elend einhergeht, wie zum Beispiel in einigen Gegenden Afrikas und Asiens, wo Menschen Gefangene dieser Situation sind, kann Kondomgebrauch für legitim gehalten werden."

Auch der für Gesundheitsfragen zuständige Kurienkardinal Javier Lozano Barragan hatte kurz zuvor in einem Interview gesagt, eine Frau könne von ihrem HIV-infizierten Ehemann den Gebrauch eines Kondomes verlangen. Die Frage der Zulässigkeit von Kondomen zur AIDS-Prävention wird derzeit von der Römischen Glaubenskongregation geprüft.

(aus Publik-Forum 3/2005)
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es tut sich was

Beitragvon Ceci » 12.03.2005, 14:07

Bei uns in der Gemeinde, hat sich was musikal. Freiheiten angeht, etwas positiv geändert.
Wenn man z.B. als Organist ein Stück mit Sologesang einstudieren möchte, lässt uns unser Vorsteher und Dirigent die Freiheit, selber zu wählen (auch Nicht- NAK-Literatur) vertraut also dem eigenen Verantwortungsgefühl was Text und Melodie angeht.
Man sagt Bescheid, dass man was machen möchte, und kann loslegen.(Wird leider noch zu selten genutzt, aber ab und an, 1-3 mal im Jahr schon)

Ceci
Zuletzt geändert von Ceci am 12.03.2005, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Priesterin

Beitragvon sonnja » 12.03.2005, 14:15

Alexandra Caspari, alt-katholische Theologin,
wurde am 26.02.2005 in Karlsruhe zur Priesterin geweiht. Sie wird die erste alt-katholische Priesterin mit eigener Ortsgemeinde in Deutschland sein.

Angela Berlis, die erste in Deutschland geweihte alt-katholische Diakonin und spätere Priesterin lebt in der Niederlanden und leitete in ihren Jahren in Deutschland keine Ortsgemeinde sondern war Seelsorgerin der alt-katholischen Studierenden in Bonn.

Caspari stammt aus Brühl bei Mannheim und war römisch-katholisch, bevor sie 2002 der alt-katholischen Kirche beitrat.
Diese Kirche mit ihren heute rund 25.000 Mitgliedern in Deutschland entstand 1870 als Reformbewegung von Christen, die das Unfehlbarkeitsdogma des Ersten Vatikanischen Konzils nicht akzeptierten.

aus Publik-Forum 3/2005
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Re: es tut sich was

Beitragvon Cemper » 12.03.2005, 21:42

Ceci hat geschrieben:Wenn man z.B. als Organist ein Stück mit Sologesang einstudieren möchte, lässt uns unser Vorsteher und Dirigent die Freiheit, selber zu wählen (auch Nicht- NAK-Literatur) vertraut also dem eigenen Verantwortungsgefühl was Text und Melodie angeht.


Donnerwetter! Das habe ich in ev. Kirchen schon fünfhundertmal gemacht. Es ist schlicht selbstverständlich. Oder war es vierhundert- oder fünfhundertzweimal?

C.
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Beitragvon sterntaler » 14.03.2005, 07:52

Tja, Cemper, in der NAK wird man bescheiden.

Da kann man auch mit kleinen Sachen
Geschwistern große Freude machen :mrgreen:
Wir sind die Kirche!? - ICH nicht mehr!
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Ups da tut sich was

Beitragvon Ceci » 18.03.2005, 11:14

Lieber Cemper,

ich hätte zwar auch gerne, dass "Fortschritte" in der NAK etwas zügiger ablaufen würden,aber -Gottes (oder NAK)-Mühlen ;-) mahlen bekanntlich langsam...ob auch immer trefflich fein...nun ja darüber lässt sich ebenfalls streiten.

lb. Gruß
Ceci
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Beitragvon sonnja » 13.07.2005, 05:51

Diese gute Nachricht fand ich heute morgen in meinem Postfach:

Anglikaner öffnen Frauen den Weg in das Bischofsamt


Y o r k (idea) - Die anglikanische Kirche von England hat den Weg für Frauen in das Bischofsamt frei gemacht. Die Generalsynode der Kirche beschloß am 11. Juli mit großer Mehrheit, rechtliche Hindernisse für die Bischofsweihe von Frauen zu beseitigen. Seit 1994 können Frauen in der anglikanischen Kirche Pfarrerinnen werden. Bislang sind etwa 400 der 9.000 anglikanischen Geistlichen weiblich. Der Bischof von Southwark, Tom Butler, sagte, es gebe gute theologische Gründe, Pfarrerinen in ein Bischofsamt zu wählen. Theologisch Konservative lehnten dies ab mit der Begründung, im engeren Jüngerkreis Jesu seien keine Frauen vertreten gewesen. Nach Angaben der britischen Rundfunkanstalt BBC haben einige Theologen angekündigt, in die katholische Kirche zu wechseln, wenn die Entscheidung der Synode umgesetzt werde. Von den 38 in der anglikanischen Weltgemeinschaft zusammengeschlossenen Kirchen mit insgesamt 77 Millionen Mitgliedern haben bislang 14 Kirchen Frauen als Bischöfinnen zugelassen.

Autor: Evangelische Nachrichtenagentur idea

Quelle/Link: http://www.idea.de/cfml/index.cfm?menu_ ... n=27029453

VG,
JNj.

Vielen lieben Dank, johnnelsonjun!

Und liebe Grüße in die weibliche Morgenrunde. Ich habe gerade ein wunderschönes Bild vor Augen. Jesus am See Genezareth inmitten Hunderten von Jüngern. Frauen, Männer, Kinder. Es könnt so schön sein ...

Sonja
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Beitragvon agape » 13.07.2005, 06:43

Bild
Vizepräsidentin Ella Simmons

S t. L o u i s (idea) – Das höchste Amt in der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten bleibt Männern vorbehalten. Die alle fünf Jahre tagende Generalkonferenz (Weltsynode) beschloß eine Änderung der Kirchenverfassung, nach der ihr Präsident ein „ordinierter, erfahrener Geistlicher“ sein muß. Frauen können in der Freikirche nach einem Theologiestudium zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung vornehmen, aber ordiniert werden nur Männer.
http://www.idea.de/cfml/index.cfm?cfid=2452288&cftoken=27029453&menue_item_id=26


Guten Morgen, liebe Sonnja :D

Segnen "JA" - Ordinieren "NEIN"
Wenn das man nicht noch NAK-Modell werden könnte. ;)

Wie Du weißt, zitiert Ap. Kühnle nicht ungern die Adventisten, besonders wenn es um eine zu "schnell gehende" Ökumenische Bewegung geht. Aber Hallo.

Lieben Gruß,
agape
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
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Wortkaubereien ;-)

Beitragvon sonnja » 13.07.2005, 07:48

Liebste agape, :D


Ordination ist eine gottesdienstliche Handlung christlicher Kirchen, durch die Menschen (in katholischen und orthodoxen Kirchen nur Männer) zum geistlichen Amt beauftragt und bevollmächtigt werden. Das Wort ist abgeleitet von lat. ordo, "(geistlicher) Stand". Das zentrale Segenszeichen in allen Ordinationsliturgien ist die Handauflegung. Sie wird schon im Neuen Testament (2. Tim. 1,6) als Geste der Vollmachtsübertragung erwähnt.

In der Katholischen Kirche ist ordinatio sacerdotalis der offizielle lateinische Name des Sakraments der Priesterweihe.

Das deutsche Wort Ordination wird fast ausschließlich in der Evangelischen Kirche gebraucht. Trotz der Namensgleichheit wird es vom katholischen (und orthodoxen) Weihesakrament streng unterschieden, da es nicht die Zugehörigkeit zu einem besonderen Priesterstand begründen soll. Vielmehr ist es die Segnung und Sendung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung.
(wikipedia)

Segen ist gegenüber Wunsch, Gebet und Zuspruch eine eigene Sprachhandlung. Er ist häufig begleitet durch eine Berührungshandlung. Typisch im Alten und Neuen Testament ist die Handauflegung, in der christlichen Tradition wurde das Kreuzeszeichen (Stirn) hinzugefügt.
Der Sprecher des Segens ist Subjekt des Sprechaktes, aber nicht Subjekt des Segens. Im Segen tritt die sprechende Person sprachlich zurück, weil es um die Präsenz Gottes und sein Handeln am Menschen geht.
Fulbert Steffensky bezeichnet den Segen als Akt der Sehnsuch, die sich auf Gott richtet.
(relativ frei nach dem "Wörterbuch der Feministischen Theologie")

Ich denke hieraus ist der Unterschied zwischen "Segen" und "Ordination" relativ gut zu erkennen:

Ordinieren tut die Institution, Segnen tut Gott.


Die Frage, die mir noch bleibt: Was soll diese Unterscheidung bewirken?

Liebe Grüße,
Sonja

:D

PS: Wenn ich man die Entwicklung der NAK so optimistisch sehen könnte wie Du ...
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Re: Projektgruppe ;-)

Beitragvon Paulin Jeanette » 13.07.2005, 09:19

sonnja
hat geschrieben:
dass Kondome ein geeignetes Mittel gegen die Ausbreitung der Immunschwäche AIDS sein könnten.


(aus Publik-Forum 3/2005)


liebe Sonnja,

ich stimme zum Teil zu. Aber bitte noch ergänzen:

auch Treue kann ein geeigneter Schutz vor AIDS sein. (nur mal so als Anregung).

Liebe Grüße
Jeanette
Denn in alledem liegt der Anfang
des Reiches Gottes, das entstehen
soll an der Stelle, an der du stehst.
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Bitte den ganzen Artikel lesen ...

Beitragvon sonnja » 13.07.2005, 09:25

Liebe Jeanette,

bitte schick das doch als Einwand an den zuständigen Kardinal im Vatikan ... :roll:

Liebe Grüße,
Sonja
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Beitragvon Paulin Jeanette » 13.07.2005, 09:30

Liebe Sonnja,

es ist kein Einwand, es ist als Zusatz zu verstehen.
:roll:
Jeanette.
Denn in alledem liegt der Anfang
des Reiches Gottes, das entstehen
soll an der Stelle, an der du stehst.
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Beitragvon sonnja » 13.07.2005, 10:00

Liebe Jeanette,

es tut mir leid, ich bin heute etwas ungeduldig.

Jahrhundertelang lehnte die RKK jede Form von Verhütung ab. Ich habe im letzten Jahrhundert noch bei meinem kath. Biologielehrer gelernt: Kein Sex ohne Zeugungswille.

Und hier geht es nicht um normale Partnerschaften. In diesen wird die RKK sicherlich noch einige Jahrhunderte jegliche Form der Verhütung ablehnen.

Es geht um Gegenden in dieser Welt -im Flieger bequem in 8-10 Stunden zu erreichen- wo Kinder zwangsprostituiert werden, wo Frauen vergewaltigt werden, wo die Vergewaltiger AIDS in die Ehe einschleppen, ihre infizierten Frauen schwängern und AIDS-Kinder quasi zwangsproduzieren.
All das meint der Kurienkardinal Sowieso, wenn er schreibt: "wo eine verbreitete Promiskuität mit großem Elend einhergeht".

Ich gehe mal davon aus, dass diese Frauen Dich sehr seltsam angucken, wenn Du ihnen was von "lieber treu sein, als Kondome verwenden" erzählst.

Wo selbst der Vatikan mittlerweile zu kapieren scheint, dass das Leben eben nicht so einfach und schön ist, wie wir uns das gerne erträumen ...

Sonja
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