Religiöse Weiblichkeit - weibliche Religiosität

Eine virtuelle Sofaecke - nur für Frauen

Beitragvon Anne » 29.09.2004, 14:52

Liebe Sonja,

vielleicht nimmst du am Sonntag dein Buch wieder mit ? Es könnte helfen, die richtigen Gedanken zu finden und zu formulieren ... :wink:

Im Oktober haben wir hier ein ökumenisches Treffen. Thema: "Maria und Martha".

{{Ich würde gerne mit euch gemeinsam Worte finden, eine weibliche Stimme ...}}

Liebe Grüße von

Anne :)
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon Merlot » 30.09.2004, 11:12

Lieber Cemper,

dass Du sonst auch sehr ernsthaft und sachlich sein kannst, hat mich ja zu der Bemerkung veranlasst, das Einstellen der obigen Wortblödelei in einen ernsthaften Thread, der dadurch erst mal grob "unterbrochen" wurde, sei nicht Dein Stil...

Ich denke, es gehört einfach ab und zu ein bißchen Feingefühl dazu, *wo* man blödelt und wo nicht. Und es störte mich einfach sehr, nachdem ich oben Sonnjas innere Anteilnahme an dem Thema hier gespürt habe. Weißt Du, das stört mich auch oft in Unterhaltungen, die einem innerlich *wichtig* sind, und dann platzt da auf einmal ein Dödel am Tisch mitteinrein mit irgendeinem Blödsinn und (zer)stört Gefühle, Stimmungen, Konzentration... das ist einfach unsensibel und unhöflich.

Und das ist sonst nicht Dein Stil... :)

Nix für ungut...


@ Anne: Kann man Näheres zu dem Treffen erfahren...? Habe gestern Abend hier übrigens sehr an Dich gedacht, an unsere GDs auf diversen Emporen... bin nämlich gestern vorm Abendmahl unter Protest aus dem GD raus! :evil: :twisted: und hab danach mit Toffi die beiden anwesenden Priester (davon einen von auswärts) darüber aufgeklärt, dass ich gewissen gepredigten Unfug einfach nicht mehr glaube und mir schon zu oft nachdrückliche Zwischenfragen während des GDs verkneifen muss, als dass ich noch länger schweigen könnte... :evil:
Ging um Aussagen wie (in bezug auf den Tod des einen siamesischen Zwillings dieser Tage) "...muss man sich mal vorstellen, da gibt es Leute, die haben einen solchen Glauben, dass sie sogar dann nicht verzweifeln, wenn ihnen ein Kind stirbt - und das sind noch nicht mal Gotteskinder!" und "was tun wir für unser Seelenheil, was ist uns am wichtigsten - dass wir beispielsweise Berufe wählen, die zwar unserer Begabung entsprechen (zB. Musik, in einem großen 'weltlichen' Orchester oder Chor), uns aber nicht die Zeit lassen MittwochsGD und Chorprobe zu besuchen..." Aaaargh! naja, bevor ich dann wirklich mal mein Gesangbuch Richtung Altar geschmissen hätte, bin ich lieber raus! :evil:

8)

Knuddelgruß!

Merlot
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Beitragvon Anne » 30.09.2004, 15:54

Ach Merlot !

Ich habe dich auch schon ein paar Mal vermisst. :)

Gestern sagte mir ein Priester, dass ihm jemand, der die Kirche auch mal aus Überzeugung verließe, lieber sei, als jemand, der zu allem "ja" und "Amen" sagt.

Also ! :D

Was ich gut finde ist, dass du hinterher das Gespräch gesucht hast ! Das Ergebnis würde mich interessieren ... :wink:

Liebste Grüße an dich und alle, die dich umgeben !

Anne :)
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Beitragvon Merlot » 30.09.2004, 16:16

Ergebnis...? Nun, nach der bedauernden Bemerkung des einen Priesters, ich hätte wegen meines Unmutes mich doch nicht um das Abendmahl bringen sollen, gab ich zu verstehen, dass ich mir eigentlich grundsätzlich die Frage nach der Legitimation der NAK-ATs stelle und in Sachen Sündenvergebung es sowieso ein "Unding" finde, dass dabei aktiv/aktuell in dem Moment Sünden vergeben werden laut NAK (wie mir der Priester auch bestätigte), wohingegen ich finde, dass das einmal gebrachte, ewig vollgültige Opfer Jesu nur so verstanden werden kann, wie es Luther aus dem Römerbrief erkannte - schon allein der Glaube an Jesus macht mich gerecht und frei, sprich, ich kann heute nicht aktiv Sünden vergeben, das ist durch Jesu Opfer schon geschehen, und ich kann es den ernsthaft Gläubigen einfach nur *verkünden*: Wenn du an das Opfer Jesu glaubst und bereust und versuchst, es besser zu machen, dann SIND dir die Sünden vergeben. Dazu brauche ich keinen Amtsträger, dass kann mir jeder gläubige Christ sagen, das könnte sogar *ich* der Basislagergemeinde verkünden... ;)

Daraufhin meinte der Priester, er würde gern ein Gespräch mit dem Apostel vermitteln, wenn es mir um solche Kaliber ginge... ;)

Schaunmermal...

Jedenfalls hatte ich bei dem ganzen Gespräch nichts anderes als unsern bekannten "heiligen Zorn" im Bauch... 8)

Liebe Grüße zurück, auch von "meinen Lieben"... :mrgreen:
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*Lach* !

Beitragvon Anne » 30.09.2004, 16:37

:mrgreen:
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Beitragvon agape » 30.09.2004, 17:44

...leider muss ich auch lachen, aber das stimmt schon, was Merlot sagt.
Im Gründe könnte jede(r) dem Basislager :mrgreen: :oops: die Gnade durch das einmal gebrachte, ewig gültige Opfer Jesu verkündigen.

Wenn man sich den Charakter einer "Gedächtnisfeier" vor Augen hält, wird geradezu deutlich, dass es ein originäres Pendant dazu geben muss. Und das liegt in der Vergangenheit.
Ich erinnere mich gerne an den Aufsatz den Markus Schäfer dazu geschrieben hat.
Thema: Transsubstantiation und Realsymbolik.

Liebe Grüße,
agape

PS:
Das äußerste: bin sofort nach dem Abendmahl raus...;)
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

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Beitragvon sonnja » 01.10.2004, 09:10

Liebe Merlot, liebe Anne, liebe agape !
:) :) :)

Mir gegenüber bezeichnete ein AT beim Hausbesuch ähnliche Gedanken, wie sie Merlot vorbrachte, als "milden Zweifel".

Merlot bezeichnet es als "Heiligen Zorn".

Ist es diese "Abmilderung", in diesem Fall möchte ich nicht von "Herabwürdigung" sprechen, die Frauengedanken in der christlichen Kirche klein gehalten hat?

Die christliche Grundeigenschaften an einer wünschenswerten Ausbreitung und Verstärkung hindert?


:?: Sonja
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Beitragvon agape » 01.10.2004, 09:50

Nur mal ganz kurz nachgeschoben,

das Abendmahl und die Freisprache sind ja unterschiedliche Dinge.

Wenn der Priester es, wie in Merlot´s Fall bedauerlich findet, dass sie sich um das Abendmahl gebracht hätte, könnte das in sofern zu verstehn sein, dass man sich dem "sinnlichen Teil der Gemeinschaft" entzogen hat.
Das Abendmahl bedeutet für mich eine (real existierende) Gemeinschaft zu leben. Das ist mehr als Realsymbolik.
Die zeitliche Verquickung von Freisprache und Abendmahl ist in der Liturgie nicht optimal gelöst.
Allerdings höre ich bei Merlot ein grundsätzlich anderes Abendmahlsverständnis, dass ich eher aus der ev. Kirche her kenne und was auch Einzug in die Neuapostolische hält.
Es hat auch eine Logik. Bei der Aussonderung der Hostien, der Freisprache und der Feier des Abendmahls ist sehr unscharf, welche Bedeutung etwas hat. Gedächtnismäßig, rituell, zeremoniell und in der konkreten Anwendung.

Nur was ist, wenn ich in einer anderen Kirche bin?

Ich würde es mir etwas kosten lassen, wenn mir einer erklären könnte, was dann in der evangelischen Abendmahlsfeier *faktisch* anders passiert, als bei der neuapostolischen.
Und zwar in aller Konsequenz. Das hat bisher noch niemand geschafft. Leider, leider.
Wenn der Hinweis kommt, dass es eben eine reine Glaubenssache sei, wer von wem den "Auftrag" erhält, im Namen Jesu die Sünden zu vergeben, reicht mir das nicht mehr ganz.

Das ganze geht eindeutig tiefer.


Liebe Sonja,
mir sind auch schon ganz üble Dinge unterstellt worden.
Hier "schweigt des Sängers Höflichkeit".
War eine katasrophale Auseinandersetzung.
Tage später hat es ihm Leid getan. Er hat sich auf seine Art entschuldigt. Der Heilige Zorn ist manchmal gleichzeitig auf beiden Seiten.
Es hat nur keinen Zweck, wenn man Zweifel und Unglaube unterstellt und dann noch knallhart sagt, dass der Zweifler "nichts empfängt".
Dann hat man das geistliche Armutszeugnis besiegelt.

Liebe Grüße
agape
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

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Beitragvon agape » 01.10.2004, 09:58

PS

Vielleicht kann ja Cemper hier mal was zu sagen... *räusper*
a.
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Beitragvon Cemper » 01.10.2004, 10:09

Liebe AGAPE!

Aus Zeitgründen kann ich keinen meiner ge- sowie unter- und überschätzten und eben von Rz. angemahnten Sachbeiträge schreiben. Ich beschränke mich deshalb auf diesen Hinweis:

http://www.ekd.de/EKD-Texte/2078_abendmahl_2003_3.html

Ich habe den Text nicht gelesen und bin mir deshalb sicher, dass er besser ist, als ein Sachbeitrag von mir jemals sein könnte.

C.
Zuletzt geändert von Cemper am 01.10.2004, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon agape » 01.10.2004, 10:15

Danke Cemper,

unter 3.8 steht u.a.

"Jeder Christenmensch könnte die Feier leiten und die Einsetzungsworte sprechen, weil er durch die Taufe Anteil an dem ganzen Heilswerk Christi bekommt und ohne einen besonderen priesterlichen Mittler unmittelbar Zugang zu Gott hat (das »allgemeine Priestertum aller Glaubenden«).
Weil aber die öffentliche Wortverkündigung und die Leitung des Abendmahls nur denen zukommt, die dazu beauftragt, d.h. ordiniert sind, leitet die Abendmahlsfeier in aller Regel ein ordinierter Pfarrer bzw. eine Pfarrerin. "

Diesen konkreten Punkt kann ich gut nachvollziehen und Merlot begründete ihn auch evangelisch (im besten Sinne des Wortes ;) ).

merci, andermal mehr,
agape
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Beitragvon Anne » 01.10.2004, 10:31

Hallo agape,
weil ich euch nicht anders antworten kann, möchte ich auf diesem Wege etwas zum Abendmahl sagen:
Lt. Bibellexicon ist das Abendmahl ein Gedächtnismahl der Gemeinde Jesu. Die Gemeinde soll dadurch an den Tod Jesu denken.
Es ist Ausdruck der Gemeinschaft. Mit dieser Mahlgemeinschaft erlebt die Gemeinde sowohl ihre Teilhabe am göttlichen Geschehen der Vergebung, wie auch die Verbundenheit untereinander.
Es ist die Vergewisserung der Vergebung. "Das ist mein Leib, für euch gegeben ...
Es ist Ausdruck der Freude. Die Freude auf die Wiederkunft Christi. Beim Abendmahl kam (und kommt hoffentlich immer noch) die Gewißheit einer wunderbaren Zukunft in fröhlicher Zuversicht zum Ausdruck.
Das Abendmahl gilt der Gemeinde und das Abendmahl ist auch Gemeinschaft der Kinder Gottes vor der unsichtbaren Welt.
Hoffentlich helfen dir diese Ausführungen.
Liebesgruß

Voilà, nur die Farbe fehlt. :D
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Beitragvon agape » 01.10.2004, 10:35

Anne :),
die Farbe ist augenblicklich lila ;)
manche sagen auch violett "evangelisch eben) ;) :).
a.
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Beitragvon sonnja » 01.10.2004, 11:21

Liebe agape,

bevor es zu Missverständnissen kommt ...

Die Dinge, die mir zuoberst auf der Seele lagen und die in div. Gesprächen mit dem von mir sehr geschätzten AT (würde sogar in diesem Fall das Wort Segensträger benutzen ... ) zur Sprache kamen, widersprachen der NAK-Lehrmeinung und dürfen somit als Zweifel bezeichnet werden. Mir ist auch nicht mit Segensentzug o.ä. gedroht worden.

Mir ging es einfach um den Gedanken, dass jegliche Verniedlichung von Zweifels- oder Zorngedanken diesen ihre Dynamik nehmen. Und das da System dahinter stecken könnte...

Liebe Grüße von der jetzt (Essen) kochenden
Sonja
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