Gedichte-Ecke

Eine virtuelle Sofaecke - nur für Frauen

Beitragvon sepia » 15.10.2004, 06:22

Guten Morgen Gabi,

na, haben dich nächtens Hustenattacken aus dem Bett gescheucht??

Mittlerweile bin ich auf Thymian-Spitzwegerich-Tee umgestiegen, solltest du probieren...

Ich bringe dir den Pilsudski mit, einen Tee wird er allerdings nicht mehr mit dir trinken können.

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/PilsudskiJozef

Morgengrüße,

Sepia.
Die erste Eigenschaft des spirituellen Suchens ist Mut.
Sei mutig, schau dich selbst an, dann wird sich Gott dir zeigen. Vertraue und gehe: "Love is the road."
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Beitragvon orig.gabi » 31.10.2004, 17:59

Eins ist, was nützt: die Klarheit.
Eins ist, was besteht: das Recht.
Eins ist, was besänftigt: die Liebe.


Ludwig Börne

Abendgrüße, Gabi
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Beitragvon orig.gabi » 02.11.2004, 14:41

Die Liebe ist der Punkt, wo sich auch
Egoisten dann und wann vergessen.


Johann N. Nestroy

Find` ich sehr schön... :wink:
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
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Phantasie von übermorgen

Beitragvon Anne » 03.11.2004, 12:36

Phantasie von übermorgen

Und als der nächste Krieg begann,
das sagten die Frauen Nein!
und schlossen Bruder, Sohn und Mann
fest in der Wohnung ein.

Dann zogen sie, in jedem Land,
wohl vor des Hauptmanns Haus
und hielten Stöcke in der Hand
und holten die Kerls heraus.

Sie legten jeden übers Knie,
der diesen Krieg befahl:
die Herren der Bank und Industrie,
den Minister und General.

Da brach so mancher Stock entzwei.
Und manches Großmaul schwieg.
In allen Ländern gabs Geschrei,
und nirgends gab es Krieg.

Die Frauen gingen dann wieder nach Haus,
zum Bruder und Sohn und Mann,
und sagten ihnen, der Krieg sei aus!
Die Männer starrten zum Fenster hinaus
und sahn die Frauen nicht an ...

Erich Kästner
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon agape » 11.11.2004, 10:05

Bild

Liebe Gaby,
den habe ich mal hier hingelegt ;).



Ich hatte mal einen sehr lustigen Kollegen, der hatte in einer total durcheinandergeratenen Akte eines Tages einen roten Faden gelegt, den er darin vergeblich gesucht hatte.
Dann hatte er einen ;). Die anderen haben sich totgelacht, wenn sie den Ordner in die Hand nahmen.

Du siehst, man(n) muss sich nur zu helfen wissen :mrgreen:

Liebe Grüße,
agape

PS:
Warum ich das hier schreibe?
Weil ein "Roter Faden" so etwas wie ein Gedicht ist. ;)
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
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Beitragvon Gaby » 11.11.2004, 10:52

Liebe agape,

mein roter Faden war nun die Eröffnung eines neuen Threads :wink:

Aber beim Thema zu bleiben ist wohl wirklich schwer,
wenn grad im Thread "Fernsehkanzel" auch nicht geplänkelt wird, so hat der Austausch mit dem Thema an sich ja auch nichts zu tun :roll:

Trotzdem danke für den roten Faden :wink: , werd ihn beim nächsten Mal zu Hilfe holen *g*

Liebe Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon Uhu-Uli » 19.11.2004, 17:24

just found@web ...
lieben Gruß an ALLE Sofa- und Stammtischhocker/innen :-)

Uli


Ich glaube,
dass wir Teil der Schöpfung sind,
und dass wir nur Zukunft haben,
wenn wir in Harmonie mit der Natur leben
und uns verantwortlich wissen
für kommende Generationen.

Ich glaube,
dass jeder Mensch mehr ist als ein Mensch;
dass jeder auf dem Weg ist,
der zu werden, der er sein kann;
dass jeder einzelne wertvoll ist
und unverletzlich in seiner Würde;
dass das Leben eines jeden Geheimnis bleibt,
nicht verfügbar, nicht verrechenbar
nach den Grundsätzen der Nützlichkeit.

Ich glaube,
dass wir erst frei werden, wenn wir erfahren,
dass wir leben ohne Grund:
nicht durch Leistung und nicht durch Rechtsansprüche
gewinnt unser Leben seinen Wert.
Das Beste wird uns geschenkt.

Ich glaube,
dass einer dem anderen Wegbegleiter sein soll;
nicht Konkurrent, sondern einer,
der dankbar sein kann, dass es den anderen gibt.
Wer so in absichtsloser Solidarität lebt,
sieht sich selbst und den anderen neu.
Er stiftet Leben und er erfährt,
wie lebensgeschichtliche Wunden heilen.
Ich glaube,
dass wir lernen, uns selbst anzunehmen in Gemeinschaften,
in denen einer vom anderen erfährt,
dass er unbedingt erwünscht ist.
In Gemeinschaften, die keinen ausgrenzen,
in denen Männer und Frauen gleich viel wert sind.
Dort erfahren wir,
wie sich Angst in Vertrauen verwandelt.
Dann können wir im fremden anderen unseren Bruder erkennen.
Und wir lernen, ohne Feindbilder zu leben.
Ich glaube,
dass dabei schöpferische Kräfte frei werden
dass wir miteinander eine Kultur schaffen,
die auf Gerechtigkeit und Frieden gründet.
Im Gespräch und im politischen Handeln
werden dann lebensgeschichtliche und strukturelle Schuld aufgearbeitet.
Denn alle wissen sich verantwortlich füreinander,
und jeder wird fähig, seine eigenen Grenzen
und seine persönliche Schuld anzunehmen.
Arbeit wird dann zur Erfahrung der Fantasie und der Solidarität.
Technik und Wissenschaft werden in den Dienst genommen
für eine Welt,
in der alle an den Gütern der Zivilisation teilhaben.
Ich glaube,
dass unsere Welt geprägt ist von Unrecht
und Gewalt.
Gerechtigkeit und Frieden sind daher nicht
ohne Kampf zu erreichen.
In Parteilichkeit und Widerstand muss der
Weg zur Humanität immer neu erkämpft werden.
Im Streit der Interessen aber ist die Stimme des
Menschen immer zu schwach;
Wir brauchen wechselseitige Stärkung und Ermutigung.
Ich glaube,
dass jeder einzelne wertvoll bleibt
über seinen Tod hinaus,
dass wir leben dürfen auf eine größere Zukunft hin
deren Gesicht wir anfanghaft immer wieder sehen
in Liebe und Befreiung, in Gerechtigkeit und Versöhnung.
Uhu-Uli
 

Beitragvon Anne » 19.11.2004, 17:54

"Ich glaube ..."

Amen.

Anne
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon orig.gabi » 19.11.2004, 18:08

Ihr wendet euch?- O Herz, du trugst genug.
Stark blieb dein Hoffen:
Halt neuen Freunden deine Türen offen!
Die alten laß!Laß die Erinnerung!
Warst einst du jung, jetzt- bist du besser jung!

Friedrich Nietzsche
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Beitragvon tergram » 13.03.2005, 16:33

»Postkarte an junge Menschen«

Gebt nicht nach,
wie wir es getan haben. Folgt den Verlockungen nicht, denkt nach, verweigert, lehnt ab.

Denkt nach, eh ihr ja sagt, glaubt nicht sofort, glaubt auch dem Einleuchtenden nicht. Glauben schläfert ein, und ihr sollt wach sein.

Fangt mit einem weißen Blatt an, schreibt selbst die ersten Worte, lasst euch nichts vorschreiben.

Hört gut zu, hört lange zu, aufmerksam, glaubt der Vernunft nicht, der wir uns unterwarfen.

Fangt mit der stummen Revolte des Nachdenkens an, und verwerft.

Bildet langsam das Ja eures Lebens. Lebt nicht wie wir. Lebt ohne Furcht.

(Walter Bauer)
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Beitragvon sonnja » 02.04.2005, 19:17

Gott
Du bist alles in allem
und birgst in Dir die ganze Fülle von Lebensmöglichkeiten.
Ich glaube, daß ich zu Deinem Ebenbild geschaffen bin -
als Frau - als Mann.
Aus diesem Glauben erwächst mir das Vertrauen,
daß Du in Dir all das birgst,
was wir unter weiblich und männlich verstehen,
was wir sind als Frau oder Mann -
und das macht mir Mut, mich als Dein Geschöpf -
als Frau - als Mann -
ganz anzunehmen.
In Dir, Gott, liegt alles zusammen,
ist Heil begründet, ist Ganzheit erfahrbar.
Hilf mir, Gott, daß ich in Deiner unendlichen Fülle von Leben
meinen Weg finden kann, auf dem ich ganz werde,
ganz ich selbst und darin Dir zum Ebenbild.
Gott, erbarme Dich.

Jesus
Du zeigst mir, daß jeder Mensch gleich viel vor Dir gilt;
daß auch die Frauen, rechtlos und oft als Menschen
zweiter Klasse behandelt, wert genug waren,
Deine Begleiterinnen, Jüngerinnen und Zeugen zu sein.
Du hast Frauen als Gesprächspartner ernst genommen,
hast mit ihnen diskutiert,
hast sie für würdig erachtet, mehr zu sein
als dienstbare Geister in Haus und Gemeinde.
Du hast sie akzeptiert als Gegenüber,
das theologisch etwas zu sagen hat.
Aber Frauen waren noch mehr für Dich,
auch sinnliche Wesen.
Du hast Dir von einer Frau die Füße salben lassen,
konntest angstfrei Zärtlichkeit annehmen
und darin Glück und Freude erfahren.
Du, Jesus, hast Frauen an Dich herankommen,
hast eine blutende Frau Dich berühren lassen.
Du hast sie nicht zurückgedrängt.
Du hast das, was Frau ist in der Welt,
was weiblich gewesen ist in Dir selbst,
nicht verdrängt,
sondern in Dein Leben einbezogen.
Darin bist Du das wahre Ebenbild Gottes,
darin bist Du das Heil,
Du Heiland der Welt.
Hilf mir, daß ich darin von Dir lernen kann.
Daß du das leben konntest, Jesus, ganz sein,
Mann sein und doch auch weiblich zu fühlen,
hat dich frei gemacht im Umgang mit Frauen -
ließ auch sie frei werden von Männerzwang und Rollendruck -
ließ sie Erlösung erfahren in diesem Leben.
Laß mich auch diese Erfahrung machen,
von Männern angenommen zu werden,
die sich trauen, das Weibliche in sich leben zu lassen,
damit wir, Frauen und Männer,
einander annehmen können,
wie Du es gewollt hast.
Jesus, erbarme Dich.

Heiliger Geist
Du urweibliche Kraft in der Dreifaltigkeit,
Du schenkst uns Leben,
machst uns zu neuen Evas,
zu Frauen, die lebendig sind
und Neues schaffen und gestalten können.
Du ermöglichst uns, Frauen wie Männern,
uns unseren eigenen Lebensentwurf zu schaffen,
- zu hinterfragen
- neu zu gestalten.
Du gibst uns Kraft, Leid und Enttäuschung zu verarbeiten.
Du machst uns Mut, neue Wege zu gehen
in der Kirche, die lebendige Kirche sein will,
von der wir als Mutter Kirche reden
und darin zum Ausdruck bringen, daß sie Menschen
zum Leben verhelfen will.
Gib uns, Heiliger Geist, diese Kraft,
aus unserer werdenden Ganzheit heraus
Ganzes, Heiles zu wirken in unserer Welt,
daß wir Schöpfung bewahren,
Beziehungen gestalten,
Lebendiges schaffen und
darin Dein Reich leuchten lassen. Amen.

(Christa Spilling-Nöker)

Einen schönen Sonntag wünscht,
Sonja
So wie Dein Gott ist, so bist auch Du!
(Prof.Dr. Joachim Track, 30. evangelischer Kirchentag in Hannover)
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Beitragvon panta_rhei » 02.04.2005, 19:53

Liebe sonnja, einfach nur Bild
Tausend verschiedene Wege führen zum Großen Geheimnis

Lehre der Navajo - Medizinmänner
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Beitragvon sonnja » 02.06.2005, 07:23

Ich dein baum

Nicht du sollst meine probleme lösen
sondern ich deine gott der asylanten
nicht du sollst die hungrigen satt machen
sondern ich soll deine kinder behüten
vor dem terror der banken und militärs
nicht du sollst den flüchtigen raum geben
sondern ich soll dich aufnehmen
schlecht versteckter gott der elenden

Du hast mich geträumt gott
wie ich den aufrechten gang übe
und niederknien lerne
schöner als ich jetzt bin
glücklicher als ich mich traue
freier als bei uns erlaubt

Hör nicht auf mich zu träumen gott
ich will nicht aufhören mich zu erinnern
dass ich dein baum bin
gepflanzt an den wasserbächen des lebens



Dorothee Sölle
So wie Dein Gott ist, so bist auch Du!
(Prof.Dr. Joachim Track, 30. evangelischer Kirchentag in Hannover)
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